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Lesejahr A 2017/12 bis 2018/11

Predigt - Homilie am Kindlestag in Hetzles St. Laurentius

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Kin­der­mord in Bethe­hem - Kin­der­mord bei uns.
1 Das Le­ben Jesu war von An­fang an be­droht
Der bei der Ge­burt Jesu von Roms Gna­den in Pa­lä­sti­na re­gie­ren­de Kö­nig He­ro­des war ein bru­ta­ler Macht­mensch. Wer im­mer sei­nen Arg­wohn er­reg­te, war des Le­bens nicht mehr si­cher.

Nach­dem ihm zu Oh­ren ge­kom­men war, dass über das Neu­ge­bo­re­ne son­der­ba­re Vor­aus­sa­gen zir­ku­lier­ten. Tut er al­les, um die­ses Kind Je­sus zu ver­nich­ten.

Je­sus wur­de in al­les an­de­re nur nicht in fried­li­che Um­ge­bung hin­ein­ge­bo­ren.

In die­se fried­lo­se mör­de­ri­sche Um­ge­bung ver­kün­den die En­gel die Ge­burt des Er­lö­sers:

Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.[1]

2 Das Göttliche Zeichen
Den Hir­ten wird als gött­li­ches Zei­chen für den Mes­si­as Got­tes fol­gen­des Zei­chen ge­ge­ben "Ihr wer­det ein Kind fin­den, das - in Win­deln ge­wic­kelt - in ei­ner Krip­pe liegt.”[2]

Gott wird ver­herr­licht und Frie­den wird den Men­schen von Gott geschenkt, die sich wie die Hir­ten auf­ma­chen und nach Beth­le­hem ge­hen um in ei­nem klei­nen hilf­lo­sen Kind DAS LICHT DER WELT und DAS HEIL FÜR UN­SER LE­BEN zu ent­dec­ken und ihm die gan­ze Ehr­er­bie­tung zu erweisen.

3 Die Ehr­er­bie­tung ge­gen­über den klei­nen wehr­lo­sen Kin­dern im Mut­ter­leib
Die­se Wert­schät­zung ist lei­der heu­te bei nicht we­ni­gen Men­schen in un­se­rem Volk und Land ver­lo­ren ge­gan­gen. Auch Je­sus leb­te bis zu sei­ner Ge­burt schon 9 Mo­na­te im Leib sei­ner Mut­ter, wie jedes Menschenkind.
Im Grund­ge­setz der BRD steht im §88:
1. Das Grund­ge­setz ver­pflich­tet den Staat, mensch­li­ches Le­ben, auch das un­ge­bo­re­ne, zu schüt­zen.
3. Recht­li­cher Schutz ge­bührt dem Un­ge­bo­re­nen auch ge­gen­über sei­ner Mut­ter.
Mit ei­ner ge­mein­sa­men Bun­des­rat­s-Initia­ti­ve wol­len die vier Bun­des­län­der Ber­lin, Bran­den­burg, Bre­men und Ham­burg das
4 Wer­be­-Ver­bot für Ab­trei­bun­g aus dem STGB strei­chen? 
Der Antrag der Grünen – den §219a abzuschaffen wurde vom bayerischen Landtag - do­mi­niert von der CSU - Gott sei Dank ab­ge­lehnt.
Die So­zi­al­de­mo­kra­ten wol­len nach Wor­ten ih­rer Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den An­drea Nah­les „den Pa­ra­gra­fen 219a StGB ab­schaf­fen“ und sich im Deut­schen Bun­des­tag „frak­ti­ons­-über­grei­fend für eine ge­mein­sa­me In­itia­ti­ve“ ein­set­zen. „Ju­stiz und Ge­setz­ge­ber dür­fen sich nicht von Scharf­ma­chern vor den Kar­ren span­nen las­sen, die Frau­en­ärz­tin­nen und -ärz­te kri­mi­na­li­sie­ren, die red­lich ih­rer Ar­beit nach­ge­hen“.
Wer sich an das Grund­ge­setz hält und für den Schutz des Le­bens ein­tritt, wird zum Scharf­ma­cher de­gra­diert und die Ab­trei­ben­den "ge­hen red­lich ih­rer Ar­beit nach"[3] wie da­mals die Sol­da­ten des He­ro­des, die bis zwei Jah­re al­ten Kin­der in Beth­le­hem ab­schlach­te­ten und redlich ihrer Arbeit nachgingen.
5 Der vom Grundgesetz erklärte Schutz des Lebens
Po­li­ti­ker von CDU und CSU ha­ben sich für den Er­halt des § 219a im Straf­ge­setz­buch aus­ge­spro­chen. „Es darf kein Ge­schäfts-Mo­dell ge­för­dert wer­den, das auf der Tö­tung un­ge­bo­re­nen Le­bens be­ruht.“ Wer den § 219a StGB er­satz­los auf­he­ben wol­le, „muss in Zu­kunft mit of­fe­ner Wer­bung im In­ter­net, Fern­se­hen, Zeit­schrif­ten, etc. für Ab­trei­bun­gen rech­nen“.[4]
Der fa­mi­li­en­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on im Deut­schen Bun­des­tag, Mar­cus Wein­berg (CDU), er­in­ner­te dar­an, dass un­ge­bo­re­ne Kin­der ge­mäß der in Deutsch­land gel­ten­den Rechts­ord­nung, „in je­dem Sta­di­um der Schwan­ger­schaft auch der Frau ge­gen­über“ ein ei­ge­nes „Recht auf Le­ben“ be­sä­ßen, wes­halb eine Ab­trei­bung „nur in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen“ nach in­ten­si­ver Be­ra­tung in Be­tracht kom­men kön­ne und nur dann straffrei bleibe.[5]
Auch der Prä­si­dent des Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Ka­tho­li­ken, Tho­mas Stern­berg, hat sich ge­gen eine Ab­schaf­fung des Wer­be­ver­bots für Ab­trei­bun­gen aus­ge­spro­chen.
"In der ak­tu­el­len De­bat­te über den § 219a des Straf­ge­setz­bu­ches wird so ge­tan, als gebe es ein Recht auf Schwan­ger­schafts­ab­bruch und als sei Ab­trei­bung eine me­di­zi­ni­sche Dienst­lei­stung wie jede an­de­re. Ein Blick in das Ge­setz stellt klar, dass das ganz und gar nicht so ist. Das mensch­li­che Le­ben mit sei­ner un­be­ding­ten Wür­de muss von sei­nem Be­ginn als Em­bryo bis zum Tod ge­schützt wer­den“ er­klär­te Stern­berg in ei­ner Pres­se-Mit­tei­lung.[6]
 
Der Lei­ter des Kom­mis­sa­ri­ats der deut­schen Bi­schö­fe, Prä­lat Karl Jü­sten, hat
„eine be­wusst oder un­be­wusst feh­ler­haf­te Be­wer­tung der recht­li­chen und tat­säch­li­chen Re­ge­lung von Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen“ in der De­bat­te über das Wer­be­ver­bot für Ab­trei­bun­gen be­klagt und kri­ti­siert, im „öf­fent­li­chen Dis­kurs“ wer­de „zu­neh­mend eine ,Nor­ma­li­sie­rung’ von Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen un­ter­stellt“.[7]
Das Grund­ge­setz, das nach der le­ben-­ver­ach­ten­den Po­li­tik des Hit­ler­re­gi­mes ge­schaf­fen wur­de, soll ge­än­dert wer­den. Dann darf of­fen für das Tö­ten der noch nicht Geborenen ge­wor­ben wer­den. Herodes lässt grüßen.
 
 

 
[2] Lk 2,12
[3] Quelle www.alfa-ev.de
[4] ebd
[5] ebd
[6] ebd
[7] ebd