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2010 (C)

Homilie am Gedanktag unserer Lieben Frau von Lourdes - Welttag der Kranken - in der Messe für alle die Zeit haben in St. Michael Neunkirchen

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Gesegnet vom Allerhöchsten
Was das Gottesvolk Israel über Judith singt, können wir erst recht von Maria singen: Gesegnet bist du von Gott, dem Allerhöchsten, mehr als all anderen Frauen. Gott segnet eine Frau, damit sich das fortsetzen kann, was er durch die Geschichte mit seinem Volk immer wieder tut:

ER befreit es. Er hat uns befreit.

  • Durch Judith befreit er Jerusalem vor der Eroberung durch Holofernes. Die Übermacht seines Heeres gerät in Panik, nachdem Judith mit Todesmut den Anführer getötet hat.
  • Durch Maria befreit uns Gott, die wir sonst noch in Finsternis und Todesschatten sitzen würden. Der Engel Gottes grüßt sie: "Sei gegrüßt du, Begnadete, der Herr ist mit dir." Und Elisabeth nimmt den Vers aus dem Lobpreis der Judith auf und überträgt ihn auf Maria: "Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes."
  • Der Segen Gottes geht durch ihr Kind durch die Welt und die Zeiten. Sie weißt die Menschen von sich weg auf IHN hin, in dem Gottes Segen in Fülle da ist: Was er euch sagt, das tut." So hilft sie mit, daß Jesus das Brautpaar aus einer das Fest belastende Not befreit.
  • Das größte Wunder von Lourdes ist daher, die innere Befreiung, welche die betenden Pilger auf die Fürsprache der Gottesmutter dort erfahren. Vergessen wir nicht: Maria ist nicht zuerst die Gottesmutter, sondern als Tochter ihres Vokes, des Volkes der Juden, ist sie von Gott gesegnet.
  • Im Glauben an Gottes Verheißungen und in der Erwartung auf den Messias lebend wurde sie von Gott gesegnet. Durch Ihr Eingehen auf den Plan und den Willen Gottes hat sie die Heilsgeschichte wesentlich mitgeschrieben. Was Jesaja über Jerusalem sagt, wird in Maria wahr: "Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust, trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!" Von Gott gesegnet ist sie zur Trsösterin der Betrübten geworden.
  • Nur wenn wir offen sind für Gott und bereit in seinen Dienst zu treten, helfen wir mit, daß Segen und Befreiung auf die Erde und zu den Menschen kommt. Im Evangelium wird deutlich,


Maria ist mit Jesus bei den Menschen, damit Leben gelingt

  • Die Feier einer Hochzeit ist die Feier von vollem Leben. Wie selbstverständlich sind Jesus und Maria hier dabei. Wenn es um das Leben geht und darum, dass Leben gelingt, dann ist Gott nicht weit davon entfernt.
  • Am Welttag der Kranken verkündet die Kirche solch ein Evangelium. Kranke Menschen spüren bisweilen, wie ihnen das Leben entgleitet und wie sie an vielem, was volles Leben ist, nicht mehr teilhaben können. Solche Lebenssituationen lassen eine Sehnsucht nach Leben manchmal ganz stark werden.
  • Das Evangelium spricht davon, dass die Diener die Krüge mit Wasser füllen sollen. Ob dies für uns in unseren Krankheiten heißt: Stell bereit, was so gar nicht zum Feiern und zum Fest zu gehören scheint? Trau dich in die Krüge deine Schmerzen und Ängste zu legen, vertraue diesen Gefäßen deine Tränen an und lege deine Einsamkeit, deine Enttäuschung und Trauer vor ihn hin.
  • Jesus tut das Seine, damit das Fest nicht abgebrochen werden muss. Davon bin ich überzeugt. Darauf vertraute auch Maria und ist in ihrem Vertrauen nicht enttäuscht worden. Solches Vertrauen an der Hand Mariens lernen, das liegt in jedem Augenblick und in jeder Lebenslage. Und dann zu spüren, wie daraus Leben wächst und wie dieses Vertrauen heil macht.  
  • Während der Wallfahrtssaison werden an jedem Tag im Rahmen der Sakramentsprozession am Nachmittag die anwesenden Kranken gesegnet. In der lauretanischen Litanei rufen wir zu Recht Maria unter vielen anderen mit dem Titel "Heil der Kranken" an. Wir können dies tun, weil die Kirche selbst uns dazu einlädt und darin auch die einzigartige Beziehung Mariens zu ihrem Sohn aufstrahlt.
  • Er, dessen Name "Jahwe rettet" bedeutet, kam in diese Welt, um die Menschheit aus Sünde und Tod zu befreien. Gott wollte dabei auf das freie Ja dieser jungen Frau aus Nazareth angewiesen sein, um seinen Heilsplan auszuführen.
  • Während seines irdischen Wirkens hat Jesus vielen kranken Menschen die Hände aufgelegt und sie geheilt. Durch die zahlreichen Wunder hat er das Anbrechen der Gottesherrschaft sozusagen handgreiflich gemacht. Schließlich haben seine Hingabe am Kreuz, sein Tod und seine Auferstehung den Sieg über Sünde, Krankheit, Tod und Teufel endgültig gemacht.
  • Diesen Sieg feiern wir jetzt in der Eucharistie an der Seite Mariens. Ungezählte Menschen haben im Laufe der Jahrhunderte Hilfe, Trost, und ganz konkret auch Heilung von Krankheit durch die Fürbitte der Mutter des Herrn erfahren haben. Maria hat auf dem Weg der Pilgerschaft der Kirche in einer herausragenden Weise Teil an diesem Sieg. Dafür danken und preisen wir Gott durch die Feier des Opfers Christi.
  • Maria führt uns zu Jesus, der uns befeit und heilt. Maria ist mit Jesus bei uns in jeder Lebenslage, auch und gerade dann, wenn der Mangel an Leben uns Angst macht. Wer mit Maria auf Jesus schaut und zu ihm geht, wird gesegnet und wird frei. Zu Bernadette sagte Maria: „Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, sondern in der anderen“.


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