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2008 (A) Heilige

Homilie am Gedenktag des hl. Papstes Pius X. zu Mt 22,1-14 in der Hausfrauenmesse in St. Michael

===>> Biblische und liturgische Texte vom Do. 20.Woche II
===>> Bbilische und liturgische Texte vom Gedenktag Pius X.
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 "Eingeladen und erwählt." Homilie zu Mt 22,1-14
Am Gedenktag des hl Papstes Pius X

  • "Gott braucht dich, auch wenn dir das im Moment nicht paßt." - So steht es auf einer der bekannten Laacher Spruchkarten. Wenn Gott, gleich dem König im Gleichnis des heutigen Evangeliums einlädt, dann muß sich jeder entscheiden: Für Gottes Einladung oder für die eigenen Interessen. Gottes Wege können uns unangenehm,  nicht in unser Lebenskonzept passend erscheinen, sie fordern heraus, umzudenken.
Wenn wir aus irgendwelchen persönlichen Gründen, weil uns anderes wichtiger erscheint, seine Einladung ausschlagen, werden an unserer Stelle andere eingeladen.
  • Pius X wußte schon, warum er die Einladung Jesu "Nehmt und esset alle davon, das ist mein Leib", zum öfteren, ja täglichen Empfang der heiligen Kommunion so stark förderte. Denn wer dieser Einladung folgt, der hat auch eine größere Chance beim Gastmahl des ewigen Lebens dabei zu sein. Wem Geschäft, Beruf, Freizeitvergnügen wichtiger sind als Jesu Einladung zu Mitfeier seines Opfers und Mahles, der verspielt seine über den Tod hinauszeigende Zukunft.
  • Deshalb war die rechtzeitige Kommunion der Kinder Pius X ein Herzensanliegen. Denn nur, was früh eingeübt und geliebt wird, hat auch die Chance, daß es auch später im Leben wichtig ist oder wieder neu als wichtig erkannt wird. Pius X betont, daß die Kinder mit erlangtem Vernunftgebrauch ein Recht auf die Eucharistie hätten. Damals ging man erst ähnlich wie die evangelischen Christen es noch heute tun mit 14 oder 16 zur Erstkommunion.
  • Auch bei uns kann man immer wieder hören, daß Erwachsene sagen, Kinder mit neun Jahren, also in der 3. Klasse könnten das Geschehen noch nicht verstehen. Dabei ist die Kommunion keine Sache des Verstehens, sondern des Glaubens. Und das können Neunjährige meist besser als Erwachsene, deren Glauben in den Kinderschuhen steckenbleibend nie weiter gewachsen ist. In meiner Zeit als Pfarrer in Münchberg sagte mir der damalige evangelische Dekan und Kirchenrat Glenk: "Ihr habt die richtige Praxis. Bei uns ist dies leider nicht durchsetzbar."
  • Pius X legte den Eltern ans Herz, ihre Kinder möglichst früh selber zum Tisch des Herrn  zu führen. Und es gab bis lange nach dem 2. Weltkrieg Gegenden in Deutschland, wo die Eltern dies sehr ernst nahmen und ihre Kinder schon mit 5-7 Jahren im Einverständnis mit dem Pfarrer auf die Begegnung mit Jesus im Heiligen Mahl vorbereiteten und begleiteten.
  • Das verlangt freilich, daß die Kinder schon früh lernen, die Heilige Messe mitzufeiern. Deshalb ist es durchaus angebracht Kinder mit in die Feier der heiligen Messe mitzunehmen und sie dabei zu begleiten. Auch sollten Kindergottesdienste immer wieder auch als kindgemäße Messfeiern gehalten werden, sonst kann es passieren, daß Kinder bis zur Erstkommunion kaum die Heilige Messe mitgefeiert haben. Dann ist auch nach der Erstkommunion schnell Schluß damit. Freilich hängt fast alles von der Einstellung und Praxis der Eltern ab. Und da sieht es in unseren Tagen nicht gut aus.
  • Ob die zum Mahl des ewigen Lebens Eingeladenen am Ende auch zu den Auserwählten gehören, entscheidet sich am festlichen Kleid, also daran dass wir die Tauf- und Firmgnade in uns erneuern, damit Gott uns »von aller Unreinheit reinige« und durch seinen Geist neu mache, »dass wir seinen Gesetzen folgen und auf seine Gebote achten und sie halten«.1 Nur wer sich von Gott das hochzeitliche Gewand anlegen lässt, wird am Hochzeitsmahl des ewigen Lebens bei Gott teilhaben.

Daher werden wir uns bemühen, immer wieder umzukehren zu ihm und sein Evangelium, um durch Gottes Geist gereinigt und gestärkt im Alltag Frucht zu bringen für Gott.

  • Pius X. ist ein gutes Beispiel für einen, der nach Gottes Willen fragt und sich von ihm führen läßt: "Der alte Bauernpfarrer taugt nicht zum Bischof", sagt er von sich selbst. Nur widerstrebend wird er Bischof und schließlich Papst, und dann hat e sich ganz eingelassen auf Gottes Führung zum Segen für Kirche und Menschen bis heute.

1     Ez 36,26f.

 

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