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2007 (C) Osterzeit

Homilie zu Joh 3,16-21 am Mittwoch in der 2. Osterwoche bei der Abendmesse in Großenbuch

===>> Zu den liturgischen und biblischen Texten des Tages

Die Hingabe Gottes in Jesus annehmen

  • Die ersten Verse des heutigen Evangeliums geben den letzten Grund der ganzen „Heilsveranstaltung" Gottes und damit auch der Rettung des Menschen an: die Liebe Gottes zur Welt, wobei das positive Verhältnis Gott-Welt zu beachten ist. Diese Liebe Gottes zeigte sich konkret in der Hingabe seines Sohnes (die nicht auf die Hingabe in den Tod einzuschränken ist). Die Worte lieben, geben, senden erläutern sich gegenseitig und zeigen sozusagen die Stadien des Weges Gottes zu uns, seiner Selbstmitteilung durch seinen Sohn. Gottes Absicht ist nicht auf die Verurteilung der Welt, sondern auf ihre Rettung gerichtet.
  • Angesichts dieser Heilsinitiative Gottes hat der Mensch zwei Möglichkeiten: gläubige Annahme oder Ablehnung. Es liegt in seiner freien Entscheidung, dieses Angebot Gottes in seinem Sohn anzunehmen- und dann ist er bereits gerettet- oder es abzulehnen und dann bedeutet dies sein sich selbst zugesprochenes Gericht. Die Entscheidung fällt nach Joh also nicht erst im Endgericht, sondern jetzt in der Annahme oder Ablehnung Jesu.
  • Diese Grundentscheidung äußert sich notwendig auch im Tun. Der sich dem Angebot Gottes versagende Mensch gerät immer mehr in die Finsternis, so daß er die Bosheit seines Handelns selbst nicht mehr erkennt und den Weg zu Jesus, dem Licht, nicht mehr findet.
  • Das Unheil in der Welt ist also nicht Gottes Strafe, sondern vom Menschen selbstverschuldet. Was im Psalm 81 Gott über Israel sagt, gilt für die Menschheit ebenso: "Doch mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört; Israel hat mich nicht gewollt. Da überließ ich sie ihrem verstockten Herzen, und sie handelten nach ihren eigenen Plänen."(V.12 f.)
  • Es ist für uns manchmal schwer, an Gottes Liebe zu glauben. Die Wirklichkeit scheint nur zu oft gegen sie zu sprechen. - Dennoch sagt uns Jesus: „Gott liebt die Welt. Er will das Heil des Menschen."
  • Diese Nachricht ist kein frommer Wunsch; denn Gott hat sich in Jesus von Nazareth, den er als seinen geliebten Sohn bezeugt und durch die Auferweckung von den Toten bestätigt, für die Welt, für uns hingegeben. Er hat sich in Jesus hingegeben an dieses irdische Leben von der Empfängnis und Geburt bis zum Tod am Kreuz. Einen größeren Beweis seiner Liebe konnte er nicht geben, und was immer ihr zu widersprechen scheint, kann kein wirklicher Gegenbeweis sein.
  • Nun liegt es an uns, wie wir antworten. Gott zwingt niemand. Er will, daß der Mensch sich frei für ihn entscheide. Diese Entscheidung ist, solange wir leben, bedroht und muß immer wieder neu vollzogen werden.

 

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