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Predigten

Homilie zu Joh 5,17-30 Mittwoch 4.Fastenwoche Abendmesse

 

Gott ist dauernd am Werk

Normalerweise empfinden wir unser Leben als Gabe, als Geschenk, als Segen. Wir leben gern. Deswegen möchten wir unser Leben fühlen, genießen, auskosten und erleben. Dabei geht es uns nicht nur um die schönen und bezaubernden, sondern auch um die dunklen, schmerzenden und enttäuschenden Seiten unseres Lebens. Anders gesagt: wir möchte aufmerksam, tief und erfüllt leben. Wir möchten so leben, daß wir in allem, was uns das Leben schenkt und zumutet, einen Sinn finden, der uns mit dem Ursprung und zum Ziel des Daseins verbindet. Wir möchten so leben, daß unser Leben glückt.

Das ist nicht immer leicht. Deswegen sind wir froh, daß uns Jesus darauf hinweist, daß Gott dauernd am Werk ist, damit das Leben gelingt. Jesus spricht so, weil er dies so erlebt und erfährt. Er lebt mit Gott, seinem Vater in solch einem lebendigen Austausch und tiefer Gemeinschaft, daß er ständig sein Leben am Wirken Gottes mißt.

Das Wirken Gottes bildet sich daher im Leben Jesu ab, lebt dort neu auf und schlägt durch in die menschliche Geschichte. Auch er ist am Werk und wirkt; er tut das, was der Vater ihn sehen und hören läßt. Wie der Vater allen die Fülle des Lebens schenkt, auch über den Tod hinaus, so schafft auch Jesus die Bedingungen dafür, daß das Leben in seine Fülle hineinwächst. Deswegen gilt: "Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen."

Es kommt es also für uns bei unserer Suche nach erfülltem, tiefem und gelingendem Leben darauf an, uns dieser Botschaft zu öffnen. Wir werden deshalb von ihr her zunächst und vor allem dem Wirken Gottes Raum geben, wie es auch Jesus tut. Wir werden uns von ihr her zu einem lebendigen Austausch, zu einer tiefen Gemeinschaft mit dem Vater führen lassen, und so unser Leben in seine Fülle hineinführen lassen.

Meister Eckhart sagt: "Wären ich so bereit und fände Gott so weit Raum in mir ist wie in unserem Herrn Jesus Christus, er würde mich ebenso völlig mit seiner Flut erfüllen. Denn der Heilige Geist kann sich nicht enthalten, in all das zu fließen, wo er Raum findet und so weit, wie er Raum findet."

Immer wieder wird Glaubenden entgegen gehalten, dass man Gott nicht beweisen kann. Aber wäre ein bewiesener Gott noch Gott? Durch Jesus ist der unnahbare Gott in greifbare Nähe gerückt, hat er für uns ein Gesicht bekommen. In Jesus Christus begegnen wir ihm selbst.

 

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