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2006

Homilie zu 1 Kor 3,18–23; Lk 5,1–11

 

Nach­fol­ge trotz Ver­sa­gen

Im Evan­ge­li­um be­geg­net uns heu­te die wohl schil­lernds­te Ge­stalt der Evan­ge­li­en: Petrus. Der­je­ni­ge, der zu­nächst nicht dem Wort Jesu ver­traut, son­dern sei­nem ei­ge­nen Wis­sen,

der­je­ni­ge, den Je­sus nach dem Lu­kas-Evan­ge­li­um als Ers­ten in sei­ne Nach­fol­ge be­ruft,

der­je­ni­ge, der als Ers­ter das Mess­ias­be­kennt­nis aus­spricht,

der­je­ni­ge, der am Berg der Ver­klä­rung mit zwei an­de­ren Jün­gern ein­schläft,

der­je­ni­ge, der Je­sus drei­mal ver­leug­net,

der­je­ni­ge, der den Frau­en die Bot­schaft der Auf­er­ste­hung Jesu glaubt und zum Grab läuft.

Geht es nicht auch uns im­mer wie­der wie dem Petrus? Wer­den nicht auch wir aus dem Wis­sen um un­ser ei­ge­nes Kön­nen, aus ei­ner ge­wis­sen Be­hag­lich­keit he­raus­ge­ru­fen? Petrus hat nach dem Ruf Jesu in sei­ne Nach­fol­ge und nach der Zu­sa­ge “Für­chte dich nicht” (Lk 5,10) al­les ver­las­sen und ist Je­sus nach­ge­folgt. Trotz die­ses ein­mal ge­fass­ten Ent­schlus­ses ge­rät Petrus im­mer wie­der in Zwei­fel – bis hin zur Ver­leug­nung Jesu.

Das gibt aber auch uns den Mut an­zu­er­ken­nen, dass wir mit un­se­ren Zwei­feln, un­se­rer Ohn­mäch­tig­keit und Hilf­lo­sig­keit in der Sen­dung Jesu ste­hen. Und viel­leicht kön­nen wir ge­ra­de aus die­ser Er­fah­rung he­raus die be­frei­en­de Bot­schaft Jesu le­ben und be­zeu­gen.

Der letz­te Satz der Le­sung mag uns im­mer wie­der auf­rich­ten: "Ihr aber ge­hört Chris­tus und Chris­tus ge­hört Gott."

Die­se Zu­sa­ge, dass wir mit Chris­tus Gott ge­hö­ren be­fä­higt uns, un­se­re Le­bens­boo­te mit ih­ren Ent­täu­schun­gen und Nie­der­la­gen ans Land zu zie­hen. Das also, was un­se­ren All­tag aus­macht, hin­ter uns zu las­sen und Je­sus nach­zu­folgen.

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