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Lesejahr 2012 (B)

Homilie zu den Texten am 28.Die. II Gal 5,2-3 und Gaudium et spes GS 38

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Jesus Christus befreit zur Liebe

1 Im Galaterbrief (5,2–3) schreibt Paulus: „Wenn ihr auf die Beschneidung vertraut, um vor Gott gerecht zu werden, wird Christus euch nichts nützen.
 Wer sich beschneiden lässt, der muss sämtliche Vorschriften des Gesetzes erfüllen.“ Auch im Evangelium geht es heute um die Erfüllung der jüdischen Vorschriften und Gesetze, die für die Menschen oft belastend und erdrückend waren.
Christus ist gekommen, um uns frei zu machen, was jedoch nicht bedeutet, dass wir nun tun können, was uns beliebt. Schnell würden wir dann wieder in neue Unfreiheiten und Abhängigkeiten fallen. Jesu Freiheit bedeutet: Uns dazu befähigen, selbstlos zu leben auf dem Boden einer wahrhaftigen Liebe.

Das Wort des Paulus: „Dann kann Christus euch nicht helfen“ (Gal 5,2) bedeutet, dass Christi Erlösung uns nichts nützt, wenn wir versuchen, uns selbst zu erlösen durch die Erfüllung von äußeren Vorschriften, Geboten und Verboten. Diese bergen die Gefahr in sich, uns von Gott wegzuführen und uns wieder auf uns selbst zurückzuwerfen, zum Kreisen um uns selbst. Auch unsere Taten, die wir im Dienst vor Gott tun, dürfen nicht dazu benutzt werden, sich Gottes Liebe oder Gnade „verdienen“ zu wollen.
Wie wichtig ist es darum, unser Leben immer wieder im Lichte Gottes zu sehen und unser Tun zu hinterfragen, damit unsere Becher nicht nur von außen sauber erscheinen, sondern dass das Innere geprägt ist von selbstloser Liebe und dem Dasein vor Gott. (Quelle Liturgie konkret 2012/10)

2 In Gaudium et Spes sagt das 2. Vat.. Konzil vom Auferstandenen Christus, dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden: Er will nicht nur das Verlangen nach der zukünftigen Welt in uns wecken. In seiner seiner göttlichen Kraft  "belebt, reinigt er uns, stärkt er jene selbstlosen Bestrebungen, durch die die Menschheitsfamilie sich bemüht, ihr eigenes Leben humaner zu gestalten und die ganze Erde diesem Ziel dienstbar zu machen." GS 38

Dazu - so das Konzil - gibt Gott ganz verschiedene Geistesgaben: die einen beruft er dazu, daß sie das Verlangen nach der Heimat bei Gott deutlich bezeugen und es in der Menschheitsfamilie lebendig erhalten; andere beruft er, damit sie im irdischen Bereich den Menschen hingebungsvoll dienen und so durch ihren Beruf die Voraussetzungen für das Himmelreich schaffen. Die drei Heiligen des heutigen Tages haben ihre je verschiedenen Gaben des Geistes dafür eingesetzt.

3 Der heilige Gallus hat sich aufgemacht inmitten einer heidnischen Umgebung, dem heutigen St. Gallen vor Gott die Nachfolge Christi in Armut und Offenheit für die Menschen zu leben; die heilige Hedwig von Schlesien, sorgte sich mit ganzer Kraft als Frau des Herzogs darum für die Armen zu sorgen und den katholischen Glauben durch  Bildung zu fördern; die heilige Maria Margareta Alacoque wurde in der strengen Klausur des Klosters ein Nichts, auf das sich Christus, der selber am Kreuz ein Nichts wurde, sich - wie er Maria Margarete sagte - stützen wollte.
Werkzeug des Herrn in dieser Welt können wir nur werden, wenn der Herr uns befreit, damit wir - so sagt das Konzil in Gaudium et spes - "durch Absage an unseren Egoismus und unter Dienstbarmachung aller Naturkräfte für das menschliche Leben nach jener Zukunft streben, in der die Menschheit selbst eine Gott angenehme Opfergabe wird." GS 38 Lassen wir uns also jetzt vom Herrn in dieser Feier so verwandeln, dass wir  von aller Ichsucht befreit, dem Heil und dem Wohl der Menschheit dienen.

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