Startseite | Zur Person | Informationen | Filme | Predigten | Podcast | Meditationen | Fundgrube | Dias | Kontakt
Boxbild
  Druckversion   Seite versenden

Predigten

Übersicht

Lesejahr 2012 (B)

Homilie zu Psalm 43 und den Texten des 5.Fastensonntags in St. Johannes Großenbuch

===>> zu den liturgischen Texten
===>> Gottesdienstvorlage
===>> Predigt im Orginalformat lesen oder herunterladen
===>> Predigt als Podcast nachhören oder herunterladen


Wer Jesus Christus dient, den ehrt Gott

 1 Zuflucht in Anfechtung und Bedrängnis
1.1 Angefochten
  • Im Eingangsvers des heutigen Sonntags spricht der Beter aus gegen welche Anfechtung er zu kämpfen hat. Gegen Treulosigkeit, gegen Intrigen und Machtkämpfe erbittet er von Gott das Recht.
  • Anfechtungen kommen nicht nur aus der gottfeindlichen Welt, sondern auch von Menschen, die getauft sind, ja auch von Christen, die geweiht sind zum Dienst für den Herrn und seine Kirche.
  • Inmitten der Bedrängnis und Anfechtung sollen wir wie der Beter des Psalms 43 Gott bitten, dass er uns Recht verschafft und die Sache in die Hand nimmt. "Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten." [1] Wer sich zu Jesus Christus und seine Kirche bekennt, muss immer mit der Anfechtung durch böse und tückische Menschen rechnen. 
1.2 Bedrängnisse
  • In Europa werden die Angriffe der Atheisten gegen die Kirche zunehmend aggressiver. Vandalismus und Zerstörungswut gegen alles Christliche nehmen zu.
  • Der Report von 2011 über antichristliche Stimmungen in Europa zeigt, „dass 85 Prozent aller Hassdelikte gegen Christen gerichtet sind."
  • 214 Mal wurden 2010 in Frankreich christliche Friedhöfe geschändet, 272 Mal Kirchen und Kapellen, 26 Mal Gedenkstätten und zehn Mal Kreuze oder Kalvarienberg.
  • Der Europäische Menschen-Gerichtshof erließ 2010 ein Urteil wonach Kruzifixe in staatlichen Schulen in Italien eine Indoktrinierung seien.[2]
  • Bei Christen im Vorderen Orient geht die Angst um. Gerade hat der Großmufti von Saudi Arabien, Finanzminister des Landes, Scheich Abdul Aziz bin Abdullah in einer Fatwa bekannt gegeben in allen Ländern des Nahen Ostens dürfe es nur eine Religion geben, den Islam. Alle christlichen Kirchen in diesem Raum sollen zerstört werden. Es gäbe zu viele davon.[3]
1.3 Zuflucht
  • Wie geht der Beter des Psalms 43 mit den Anfechtungen um? Im Lichte und der Wahrheit Gottes macht er sich auf zur Wohnung - dem Tempel Gottes.
  • Heute sind es unsere Gotteshäuser. Hier versammelt sich die Gemeinde des Herrn, um Eucharistie zu feiern, Gott zu loben und zu danken, weil er durch Jesus Christus in unserer Mitte ist und uns tröstet und stärkt.
  • Der Beter des Psalm mobilisiert seinen durch Einsicht gestärkten Willen: „So will ich zum Altar Gottes treten - zum Gott meiner Freude. Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott.“ [4]
  • Zwar ist die Seele immer noch betrübt und unruhig, aber durch Gottes rettende Gegenwart lernen wir über dem, was uns bedroht, zu stehen. „Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen; Gott lässt mich herabsehen auf meine Gegner.“ [5] Nun kannder Beter sich ganz und gar der Liebe und dem Schutz Gottes anvertrauend zur Ruhe, zur innerer Stabilität und Gelassenheit finden. „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, von ihm kommt mir Hilfe.“ [6]
Wie sieht diese Hilfe aus?

2 Gott verheißt einen neuen Bund

Was bringt uns dieser Neue Bund?
2.1 Im Erbarmen und der Liebe Gottes ruhend werden wir frei vom Leistungsdenken,
  • das heute viele überfordert und niederdrückt; wir werden uns nicht den Tabus unserer Gesellschaft beugen, die zwar den Geburtenrückgang und die Überalterung unseres Volkes beklagt, täglich aber die Tötung von mindestens 1000 im Mutterschoß heranwachsenden Kindern für straffrei erklärt und mit unseren Steuergeldern finanziert.
  • Früher wurden die eine Abtreibung vornehmenden Ärzte bestraft, nicht die Mütter. Heute gehen die Abtreiber straffrei aus und ihr Geschäft floriert finanziert von allen die Steuern zahlen.
2.2 Da hilft nur eines, sich auf den Neuen Bund, den Gott seinem Volk durch Jesus Christus anbietet, besinnen
  • Er hat seinen Jüngerinnen und Jüngern den Geist, die Kraft aus der Höhe verheißen und gesandt. Durch die Geistsendung wurde wahr, was Gott durch den Propheten Jeremia verheißt: „Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz.“ [7]
2.3 Wer mit Jesus für Gott in seiner Kirche lebt, den können falsche und unmenschliche Gesetze nicht verführen.
  • Denn Gottes Gesetz ist seit der Taufe uns auf das Herz geschrieben. Wer das bejaht, dem sagt Gott: „Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“[8]
  • Jesus hat sich in der größten Bedrängnis seines Lebens, als seine Feinde seinen Tod beschlossen und ausführten, weinend und schreiend an Gott, seinen Vater gewandt. Wir haben von diesem erschütternden Vorgang in der Lesung aus dem Hebräerbrief heute gehört: „Als Christus auf Erden lebte, hat er mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört und aus seiner Angst befreit worden.“[9]
Was treibt uns an, den Neuen Bund zu leben?

3 Die Liebe zur Welt
  • Im Tagesgebet haben wir mit der ganzen Kirche heute zu Gott gesprochen „Herr unser Gott - dein Sohn - hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert.“
  • Die Liebe GOTTES zur Welt - wie sie ist - offenbart sich in JESUS CHRISTUS. ER hat sich der Welt ausgeliefert, deren furchtbarste Waffe das Morden ist, an den ungeborenen Kindern ebenso wie an all jenen, die dem rein innerweltlichen Denken und Handeln im Wege stehen.
3.1 Der Gehorsam Jesu Christi
  • War für die der Sünde und dem Tod verfallene Welt lebenswichtig. Er ist das Konzept Gottes gegen den Hochmut, die Selbstherrlichkeit des Menschen, der sich an die Stelle Gottes setzt.
  • Wir spüren dieses Konzept Gottes in seiner ganze Größe in der Aussage des Hebräerbriefs: „Obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden den Gehorsam gelernt.“[10] Jesus ist gegen den Rat seiner Jünger dem Leiden nicht ausgewichen. Er hat es bewusst und dem Willen des Vaters gehorsam auf sich genommen.
  • So kann der Mensch erkennen, Leid ist nicht nur ein blindes oder von Menschen fabriziertes Verhängnis, sondern ein Weg zur Rettung und Erlösung der Welt. Gott antwortet darauf mit einer Neuschöpfung, die Auferstehung und ewige Vollendung bedeutet. Der Hebr. sagt es so: „zur Vollendung gelangt ist er für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.“[11]
3.2 Vom Weizenkorn lernen
  • Draußen auf den Fluren grünen jetzt die Korn- und Weizenfelder. Im Herbst wurden die Samenkörner in die Erde gesät um sterbend neues Leben hervorzubringen - hundertfache Frucht. So deutet Jesus sein Leiden, Sterben und seinen Tod als von Gott gewollte Notwendigkeit, damit der Sieg über die Vergänglichkeit und den Tod in der Auferstehung von den Toten offenbar wird.
  • So wird offenbar: Wer an seinem irischen Leben hängt, wird abhängig vom Vergänglichen und vom Tod. Wer es aber verliert, gering achtet um eines höheren Gutes willen, es freiwillig hergibt, sich verschenkt an Gott aus Liebe zur Welt und ihren Menschen „BEWAHRT ES FÜR DAS EWIGE LEBEN.“[12]
4 Wahre Diener und Dienerinnen Christi ehrt Gott
  • Es gut bei all unserem Denken und Tun, bei aller Hingabe, bei Leiden und Tod, an die Zukunft des sterbenden Weizenkorns zu denken, das neues Leben und viele Frucht bringt für die Ernte Gottes.
  • Darum fordert uns Jesus angesichts seines Leidens und Sterbens, seines Todes und seiner Auferstehung auf: „Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein.“
  • Also werden wir durch Bedrängnisse und Leiden, durch Sterben und Tod, mit ihm zur Auferstehung und zum Leben in Fülle beim Vater kommen. Wir lieben und leiden nicht umsonst und ins Leere hinein, auch nicht um irdische Ehre in Ehrenurkunden und Verdienstkreuzen zu gewinnen. Vielmehr bitten wir Gott mit der ganzen Kirche im Tagesgebet „Lass uns in seiner Liebe - in Christi Liebe - bleiben und mit deiner Gnade aus ihr leben.“
Wir vertrauen auf die Zusage Jesu: „Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.“[13] Das ist das einzige, was bleibt. Es ist genug für immer, für die Ewigkeit. Es ist das Höchste, wenn Gott uns ehrt.

[1] Ps 43,3
[2] Die Tagespost 2012 Nr. 35 S.3
[3] http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/45721.html
[4] Ps 43,4
[5] Ps 59,11
[6] Ps 62,2
[7] Jer 31.33
[8] Jer 31.33
[9] Hebr 5,7
[10] Hebr 5,8
[11] Hebr 5,9
[12] Joh 12,25
[13] Joh 12,26
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.Ok, verstanden.