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Lesejahr 2012 (B)

Homilie zu 2 Kön 22,8-13; 23,1-3 und Mt 7,15-20 in Neunkirchen St. Michael

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Die Fundamente unseres katholischen Glaubens
[1]

Sie klingen in Lesung und Evangelium an unser Ohr. Mit Verstand und Herz wollen wir sie in uns aufnehmen.
 
1 Die ganze Bibel ist Urkunde unseres Glaubens.
  • Sie enthält die Liebesgeschichte Gottes mit seinem erwählten Volk. Aber auch die Untreue und den Abfalls Israels. Dennoch ist Gott treu. Ein von ihm Geführter entdeckt bei Renovierungsarbeiten im Tempel das lange vergessene Buch des Bundes neu und bringt es dem Hohenpriester. Gott weiß immer Wege, um sein Volk zur Umkehr zu rufen und den Bund mit ihm zu erneuern. Deutlicher als bei jedem anderen Volk ist Israels Geschichte mit Gott.
  • Der König befragt zunächst die Geistlichen des Volkes Gottes, was zu tun sei. Alle, Jung und Alt gehen zusammen mit dem König hinauf zum Haus des Herrn. Und alle hören die Worte des Bundesbuches. Es entsteht eine Solidargemeinschaft der auf Gott Hörenden.
Der König geht mit gutem Beispiel voran. Er kehrt um zu Gott.
  • Da "trat der König an die Säule und schloss vor dem Herrn diesen Bund: Er wolle dem Herrn folgen, auf seine Gebote, Satzungen und Gesetze von ganzem Herzen und ganzer Seele achten und die Vorschriften des Bundes einhalten, die in diesem Buch niedergeschrieben sind. Das ganze Volk trat dem Bund bei."[2]
  • Ja, es braucht die Solidargemeinschaft und das mutige Beispiel der Verantwortlichen in Staat und Kirche, soll der Bund mit Gott, den Jesus mit seinem Blut geschlossen hat, wieder lebendige Wirklichkeit werden. Jeder ist an seinem Lebensplatz dazu berufen.
  • Und es braucht allerdings die Gabe der Unterscheidung. Der Heilige Cyrill von Alexandrien besaß diese Gabe.
 
2 An der Person Jesu Christi scheiden sich
   die Geister damals wie heute

  • Ist Jesus Christus nur ein vergöttlichter Mensch oder ist er Gott und Mensch in einer Person? Ist die Bezeichnung Mariens als Gottesmutter nur ein Ehrentitel oder ist sie in Wahrheit Gottesgebärerin?
  • Arianisch denkende Christen gibt es auch heute unter uns. In einem Brief gegen die Arianer verteidigt Cyrill von Alexandrien die wahre Gottesmutterschaft Mariens. Er zitiert seinen berühmten Vorgänger im Bischofsamt den hl. Athanasius.[3] "Wie wir oft gesagt haben, ist es das Ziel und die Eigenart der Heiligen Schrift, dass ihre Verkündigung über den Heiland zwei Seiten hat: dass er immer Gott war und der Sohn ist, der Abglanz und die Weisheit des Vaters, und dass er dann um unsretwillen aus der Jungfrau, der Gottesgebärerin Maria, Fleisch und Menschenwürde annahm.“
  • Daraus folgert Cyrill und das gilt auch heute: Nestorius meinte nämlich „ihr Name Gottesmutter sei ein bloßer Ehrentitel, weil sie den Menschen geboren habe, der nachher Gott geworden sei.“
  • Und weiter sagt er: „Es steht also fest, daß der Immanuel aus zwei Wirklichkeiten besteht: aus Gottheit und Menschheit. Dennoch ist der Herr Jesus einer, der eine wahre und natürliche Sohn: Gott und Mensch zugleich, nicht ein vergöttlichter Mensch wie die, welche die Gnade besitzen, sondern wahrer Gott, der um unsretwillen in Menschengestalt erschienen ist.“
Auch unter Theologen und Geistlichen gab und gibt es

3 Wahre und falsche Propheten
  • Jesus warnt vor den falschen Propheten, die wie harmlose Schafe in die Jüngergemeinde kommen, aber in Wirklichkeit reißende Wölfe sind. Es gilt wachsam zu sein und zu prüfen, was sie bewirken. Ob sie uns im Glauben der Kirche aufbauen und stärken oder verunsichern und die Zweifel nähren.
  • Ob sie die Kirche in der Erneuerung des Glaubens unterstützen oder ob sie uns verführen wollen, uns an den Geist der Welt anzugleichen.
  • Wir Christen sind »in der Welt« aber »nicht von der Welt«, sagt der Herr.
  • In Erfurt hat der Papst Protestanten und Katholiken dazu aufgefordert, nicht nur immer wieder ihre internen Probleme zu diskutieren, sondern die wirklich großen gemeinsamen Aufgaben anzugehen.
  • Wörtlich sagte der Papst: "Der Mensch ist auf Gott hin erschaffen und braucht ihn. Unser erster ökumenischer Dienst in dieser Zeit muss es sein, gemeinsam die Gegenwart des lebendigen Gottes zu bezeugen und damit der Welt die Antwort zu geben, die sie braucht".[4]
  • Der Papst will den Sozialdienst nicht unterminieren, sondern inspirieren: "Nur die tiefe Beziehung zu Gott ermöglicht eine vollwertige Zuwendung zum Mitmenschen so wie ohne Zuwendung zum Nächsten die Beziehung zu Gott verkümmert."[5]
 
 
[1] Homilie zu 2 Kön 22,8-13; 23,1-3 und Mt 7,15-20
[2] 2 Kön 23,3
[3] Cyrill von Alexandrien + 444, Aus einem Brief an die Arianer in "Lektinar zum Stundenbuch - zweite Jahresreihe - Heft 5 S.  312-314
[4] Zur Debatte 3/2012 S. 11 Thomas Söding "In der Welt nicht von der Welt" Die Freiburger Rede Benedikt XVI im Fokus des NT
[5] ebd S.12
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