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2011 (A)

Homilie am 2. Sonntag nach Weihnachten in Rödlas »Regina Pacis«

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 1. L Sir 24,1–2.8–12; 2. L Eph 1,3–6.15–18; Ev Joh 1,1–18

Jesus Christus der neue Mensch

1 Ewiges Leben auf Erden durch Klone?

Als der Sektengründer Raël noch den bürgerlichen Namen Claude Vorilhon trug, war der Mann Journalist. Sein Evangelium heißt:

1.2 Erlösung durch Wissenschaft.

  • Als Hauptgegner des neuen Glaubens an die Erlösung durch die Wissenschaft bezeichnet er die Römisch Katholische Kirche. Das ehrt uns.
  • Mit der Gründung der Raël-Bewegung wolle er eine neue Zeitrechnung eröffnen:  Es schlage die Stunde schrankenloser Freiheit.
  • “Wir glauben nicht an Gott. Wir glauben, Wissenschaft sollte unsere Religion sein. Es ist an der Zeit, Gott durch die Wissenschaft zu ersetzen. Wir glauben weder an Gott noch an die Seele, deshalb unterstützen wir die Wissenschaft bedingungslos und fordern unbegrenzte Freiheit für die Wissenschaft.”
Als das erste von ihm geklonte Kind auf die Welt kam, sagte er einem Reporter:
  • “Es ist ein guter Schritt, aber nur der erste Schritt. Das endgültige Ziel besteht darin, durch Klonen zum ewigen Leben zu gelangen“ Damit meint er ewiges Leben auf Erden.
  • „Der erwachsene Klon ist wie ein Leerband. Man muss die Erinnerung und die Persönlichkeit, die man im Gehirn hat, ins Gehirn des Klons downloaden - herunterladen. So kann man nach dem Tod in einem anderen Körper weiterleben. Das Ziel der Unsterblichkeit sollte in fünfundzwanzig Jahren erreicht sein.”
  • Die Katholische Kirche nennt er “die Spitze dieser Taliban-Bewegung, welche die Menschheit ins finstere Mittelalter zurückversetzen möchte”. Er selber weigert sich bis heute seine geklonten Kinder von unabhängigen Wissenschaftlern untersuchen zu lassen.

1.2 Der neue Mensch ein Geschöpf des Menschen?

  • Der neue Mensch soll nicht mehr Geschöpf Gottes sein, sondern Geschöpf des Menschen. Bisher war jedes neugeborene Menschenkind eine einmalige Schöpfung mit einer einmaligen Individualität.
  • Nach Raël geht es um die Verewigung der eigenen Existenz in einem neuen jungen Körper. Väter braucht man dazu nicht. Und zur Produktion dieses neuen alten Menschen dienen Frauen nur noch als Leihmütter. Sexualität ist dann nur noch für den bloßen Genuss da.
  • Das also soll die Zukunft sein: Wissenschaft als die neue Religion! Der Mensch ohne Gott sein eigener Reproduzent. Der Glaube an Gott als Relikt einer rückständigen Menschheit. Die Katholische Kirche als größtes Hindernis für den Fortschritt und für die Freiheit.
  • Die menschenfeindlichen Regime des 20. Jahrhunderts dachten ebenso. Hitler hat in seinen Tischgesprächen gesagt, dass er nach dem Endsieg als erstes die Katholische Kirche beseitigen werde. Er sah sie als Hauptgegnerin seiner verbrecherischen Politik und seines Rassenwahns. Die Wunden seiner Blutspur sind bis heute nicht verheilt. Wo sich der Mensch zu Gott macht, bricht die Hölle aus.

1.3 Nur eine verrückte Idee?

  • Raël behauptet er sei 1945 wie sein »Bruder Jesus« von einem Außerirdischen gezeugt worden. Raël und seine Anhänger erwarten die Rückkehr dieser Außerirdischen auf unserer Erde bis 2035. Bis dahin muss natürlich alles beseitigt werden, was nicht in ihr Konzept passt.
  • Wenn sich solche Ideen mit Geld und politischer Macht verbinden, dann müssen wir uns auf das Schlimmste gefasst machen. Und sagen wir nicht, so was geschieht nie. Manche Leute die Hitlers „Mein Kampf“ lasen, dachten das auch. Als er dann die Macht hatte, setzte er seine Gedanken in die Tat um. Und er hatte viele begeisterte Helfershelfer.
Es sind nicht Wenige für heute schon die Wissenschaft die neue Religion ist.
  • Wir Christen müssen auf der Hut sein. Gott hat uns in Jesus sein fleischgewordenes Wort anvertraut. Sein missionarischer Auftrag heißt: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“[1] Nicht mit Feuer und Schwert, sondern durch unsere Liebe zu Gott und zu seinen Menschen.

2 Der neue Mensch - Fleisch gewordenes Wort Gottes

  • Der nach dem Bilde des unsichtbaren Gottes geschaffene neue Mensch erhebt sich nicht über die Welt und ihre von Gott geschaffene Ordnung, er steigt in sie hinab. Im Eröffnungsvers der heutigen Messe steht der Vers aus dem Buch der Weisheit:
  • „Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, stieg dein allmächtiges Wort, o Herr, vom Himmel herab, vom königlichen Thron.“[2]
  • Der neue Mensch, der in Jesus Christus zu uns kommt ist „nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren.“ [3] Nicht der Selbstherrlichkeit eines Menschen verdankt er seine Existenz, sondern dem schöpferischen Willen Gottes und dem demütigen Ja Mariens.
  • Nicht seine eigene Lust suchend, nicht für immer auf dieser Erde sich einrichtend kommt Gottes ewiges Wort in Jesus in unserem schwachen sterblichen Fleisch. Er dient dem ewigen Heil und der immerwährenden Freude des Menschen.
  • Die Frohe Botschaft von der Liebe und dem Erbarmen Gottes verkündend, stellt es sich gegen die Lüge, den Machtmissbrauch und die Unbarmherzigkeit der Welt. Er geht bis zum letzten irdischen Atemzug als Liebender seinen Weg.
  • Durch sein schöpferisches und liebendes Wort hat Gott die Welt und den Menschen geschaffen. In Jesus Christus ist dieses Wort Fleisch, Mensch und unser Bruder geworden.
  • Dieses Menschgewordene Wort Gottes hat nicht nach irdischer Macht gestrebt, nicht nach ewigem Leben hier auf Erden, sondern nach der Fülle des Lebens bei Gott jenseits des Todes. Dies wurde ihm in der Auferweckung von den Toten zuteil.

3 Wir werden die Weisheit Gottes neu suchen und ernst nehmen

  • „Sie öffnet ihren Mund in der Versammlung Gottes“.[4] Es ist also lebenswichtig für die Christen, sich zu versammeln, um Gott Wort zu hören und in sich aufzunehmen. Denn die Weisheit Gottes allein garantiert eine gute menschliche Zukunft
  • Die Weisheit Gottes sagt von sich: „Vor der Zeit im Anfang hat er mich erschaffen und bis in Ewigkeit vergehe ich nicht.“[5]
Jesus Christus ist die Mensch gewordene Weisheit Gottes.
  • Er leuchtet als heller Stern in die Finsternis der Selbstvergötzung. In ihm ist die Herrlichkeit Gottes seine Liebe und sein Erbarmen gegenwärtig. Er ist das menschliche Antlitz Gottes. Er kommt als Bruder und Freund zu uns. Er nimmt uns mit hinein in seinen erlösenden Tod und seine seligmachende Auferstehung.
  • In der Gemeinschaft der von Gott Geheiligten lebend erfahren wir uns als Kirche. Darum leben wir in und mit der Kirche. Sie ist die Garantin dafür, dass die Würde des Menschen als Kind Gottes im Gedächtnis der Menschheit bleibt.
  • Sie zeigt uns, dass unsere ganze Existenz und Zukunft aus der zuvorkommenden Liebe Gottes kommt. Diese Liebe hat uns dazu bestimmt, dass wir seine Söhne und Töchter werden, um durch Jesus Christus zu ihm zu gelangen.[6] So ist es Gottes Wille.
  • Das ist es, was er uns in seinem geliebten Sohn schenkt. Dieser ist der neue Mensch, kein Klon, sondern der geliebte Sohn des Vaters. In ihm ist für uns der Himmel geöffnet. In ihm wird uns die Fülle des Lebens, das wahre ewige Leben geschenkt.
Benedikt XVI verkündete an Weihnachten beim Segen »Urbi et Orbi« „Die Menschwerdung Gottes in Jesus ist der Höhepunkt der Schöpfung.“


[1] Mt 28,19
[2] Weish 18,14-15
[3] Joh 1,13
[4] Sir 24,2
[5] Sir 24,9
[6] Eph 1,3-6

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