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Predigten

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2008 (A) Osterwoche

Homilie zu Lk 24,35-48 am Osterdonnerstag bei der Hausfrauenmesse in St. Michael Neunkirchen/Br.

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Die Lebenserfahrungen mit der Hl.Schrift konfrontieren.

  • Das ist nur möglich, wenn wir in der Heiligen Schrift zuhause sind. In der Zeit der liturgischen und biblischen Bewegung und des Kinzils war es für viele wache Christen wichtig in der Bibel zu lesen. Inden Gruppen und Gremien begann man mit dem Gespräch über einen bilischen Text, mit dem Schriftgespräch. Das Konzil hat die Schatzkammer der Heiligen Schrift auch im Gottesdienst weit geöffnet. Aber wo stehen wir heute? Wo findet die tägliche Lesung in der Bibel noch statt. Die Gottesdienst Mitfeiernden sind nicht nur in den Sonntagsmessen, sondern auch in den Werktagsmesse weniger geworden.

1 Das Vordergründige

Wie oft werden wir von den Ereignissen überrollt, von dem, was die Menschen tun.
Wie leicht drängt sich das Äußere in den Vordergrund, verstellt uns den Blick für den Hintergrund der Menschheitsgeschichte. In allen Lebensaltern ist solches erfahrbar:
  • - Unsere Kinder sind der Bilderwelt des Fernsehens ausgeliefert, die ihre Phantasie besetzt. Und es sind nicht nur gute Bilder.
  • - Unsere Jugendlichen sind einer Subkultur ausgeliefert, die mit ihren Rythmen die Sinne betört und die Triebe aufstachelt.
  • - Vielen Erwachsenen geht es hauptsächlich um Geld, Häuser, Besitz und Reisen.

2 Der Herr geht neben uns

Wie oft und wie lange geht der Herr neben uns her und wir merken es nicht.
  • Erst wenn wir unsere Lebenserfahrungen, auch die schlimmen, mit der Heiligen Schrift konfrontieren, wird unser Herz anfangen zu brennen, entweder vor Reue und Scham oder vor Erkenntnis und Einsicht.
  • Erst wenn wir unsere Lebenserfahrungen durch das Brennglas des Wortes Gottes betrachten, wird unser Herz brennen für Gott, der in unserem Leben anwesend ist; für Jesus Christus, der mit uns geht.

3 Den anwesenden Christus entdecken

  • Wir werden also lernen, das AT auf Christus hin und von Christus her zu lesen. Wir werden dabei entdecken, daß wir darin selber vorkommen. Die vielen grausamen Dinge die im AT stehen, sind ja nicht zur Nachahmung aufgeschrieben, sondern wie Paulus sagt zu unserer Warnung. Krieg und Verbrechen, Mord und Ehebruch, Lüge und Verleumdung: so ist unsere Welt. Und doch mitten in dieser Welt schenkt Gott sein Heil, hält er an seinem Heilsplan für die Menschen fest, führt er seinen Plan zum Ziel. Wie die Menschen des Gottesvolkes dieser Welt begegnet sind und sie betend ausgehalten und überwunden haben, dafür legen die Psalmen ein beredtes Zeugnis ab. Jesus hat diese Psalmen auswendig gekonnt, wie viele im Volk Gottes.
  • Die Kirche betet täglich im Stundengebet die Psalmen. Sie antwortet mit einem Psalmteil auf die Lesung. Wer mit Christus die Psalmen betet und singt, wird bald darin seine Gegenwart erfahren. Christus selber hat wie viele aus dem ersten Gottesvolk die 150 Psalmen asuwenig gekannt. Er, der Auferstandene sagt ihnen: "Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist." Lk 24,44
  • Denn der Herr will uns nicht in der Unwirklichkeit, nicht als Geist begegnen, sondern mit Fleisch und Knochen. Er begegnet uns im Leib seiner Kirche, in den Sakramenten, die in irdischen, spürbaren und sichtbaren Dingen Gottes liebende Nähe und Jesu Heilswirken schenken. Im Wort aus Menschenmund, das ihn verkündigt, spricht er uns an, wenn wir offen sind für seine alles überschreitende Gegenwart.
Nur wer sich die Augen des Herzens öffnen läßt für das Verständnis der Schrift, kann und wird dem Auferstandenen darin begegnen und Zeuge seiner Gegenwart und seiner Auferstehung werden.


4 In Christus zumZiel kommen

  • "In Christus ist das Ziel der Offenbarung und das Ziel der Menschheit erreicht. Warum? Weil Gottsein und Menschsein in ihm sich berühren und vereinen. Das bedeutet zugleich, dass das erreichte Ziel nich eine starre Grenze, sondern ein offener Raum ist. Denn die Vereinigung, die an dem einen Punkt, in Jesus von Nazaret geschehen ist, muss die ganze Menschheit, den ganzen einen ‚Adam‘ erreichen und ihn zum ‚Leib Christi‘ umwandeln ...
  • Die Menschheit kann nicht weiter und höher kommen, als Christus ist, denn Gott ist das Weiteste und Höchste; jeder scheinbare Fortschritt über ihn hinaus ist ein Sturz ins Leere. Sie kann nicht über ihn hinauskommen - insofern ist Christus das Ende; aber sie muss in ihn hineinkommen - insofern ist er erst der wirkliche Anfang“ (J. Ratzinger).

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