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Predigten

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Lesejahr C 2015/12 bis 2016/11

Predigt - Homilie 30.So.i.JK in Honings ULF vom Rosenkranz

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»...denn sie werden Erbarmen finden«[1]

1 Gott steht auf der Seite der Armen
Überall im Alten wie im Neuen Testament steht: Gott steht auf der Seite der Armen und Unterdrückten. „Das flehen der Armen dringt durch die Wolken, es ruht nicht, bis es am Ziel ist. Es weicht nicht, bis Gott eingreift.“[2]
Wer die Not der Armen und Unterdrückten wahrnimmt und nach Kräften hilft, steht an der Seite Gottes, wird zum Werkzeug der göttlichen Hilfe.
Der Papst fordert uns am Weltmissionssonntag auf: „als missionarische Jünger aufzubrechen, indem ein jeder die eigenen Fähigkeiten, die eigene Kreativität, die eigene Weisheit und Erfahrung zur Verfügung stellt, wenn es darum geht, die Botschaft von der Zärtlichkeit und vom Mitleid Gottes der ganzen Menschheitsfamilie zu verkünden." [3]

in der zweiten Lesung ermutigt uns der Apostel Paulus

2  Den guten Kampf zu kämpfen, den Lauf zu vollenden,
    die Treue zu halten[4]

2.1 Wen und was meint Paulus damit?
Nicht nur für die jungen und die in der aktiven Phase des Lebens Stehenden sind gemeint,  sondern auch die alt und einsam Gewordenen. Der heilige Papst Johannes II sagt uns in seiner Enzyklika  „Dives in misericordia“ – „reich an  Erbarmen“ worauf es ankommt:
Wenn wir Jesus durch das Evangelium und die Sakramente aufnehmen und ihm folgen, „können wir durch das Wirken des Heiligen Geistes barmherzig werden wie unser himmlischer Vater, indem wir zu lieben lernen, wie er uns liebt, und unser Leben zu einem selbstlosen Geschenk machen, zu einem Zeichen seiner Güte."[5]
Darum geht es also, wenn wir Gottesdienst feiern, das Wort Gottes hören und die Sakramente – die Heilsgaben Gottes –  empfangen.
2.2 Was und wie soll Kirche sein?
Wir sollen als Kirche nicht verächtlich auf die  herunterschauen, die den Glauben nicht praktizieren oder gar glaubenslos sind, deren moralischer Lebenswandel nicht den Geboten Gottes entspricht. im Evangelium zeigt uns Jesus, wir sollen uns von jeder pharisäischen Überheblichkeit hüten[6]; denn auch die Gerechten und Frommen leben ganz und gar vom Erbarmen Gottes.
Papst Franziskus schreibt uns: „Die Kirche ist an erster Stelle unter den Menschen die Gemeinschaft, die die Barmherzigkeit Christi lebt: stets fühlte sie sich – die Kirche, die wir alle sind - von ihm in barmherziger Liebe betrachtet und erwählt, und aus dieser Liebe ergibt sich der Stil ihres Auftrags, sie lebt aus dieser Liebe und macht sie unter allen Völkern in einem respektvollen Dialog mit allen Kulturen und religiösen Überzeugungen bekannt.“[7]
Dies ist aber nicht nur eine Aufgabe der Männer in der Kirche,  auch wenn Christus nur den Männern das Apostelamt übertragen hat - auch die Frauen kämpfen den guten Kampf, gelangen durch ihr Leben und ihre Aufgaben zur Vollendung in Gott, zeigen durch ihre  gelebte Treue, dass Gott treu ist.   Papst Franziskus sagt von Ihnen,
2.3 Die Frauen sind beredtes Zeichen der mütterlichen Liebe Gottes
Sie zeigt sich vor allem in der "beachtlich wachsenden Präsenz von Frauen in den Missionen neben jener von Männern. Frauen im Laienstand oder als Gottgeweihte und heute auch nicht wenige Familien verwirklichen ihre missionarische Berufung in unterschiedlichen Formen - von der direkten Verkündigung des Evangeliums bis zum karitativen Dienst.“[8]

3  Papst Franziskus ruft die ganze Kirche zu einem neuen missionarischen Aufbruch auf:
 Der Auftrag des Evangeliums gilt weiter: »Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe«[9].

Angesichts der heutigen Weltlage und der gegenwärtigen Herausforderungen  bekommt der Auftrag des auferstandenen Herrn eine neue Dringlichkeit.  Jeder einzelne und jede Gemeinschaft muss sich fragen, was ist mein, was ist unser Weg, auf den der Herr mich, uns fühlen will.  Aber – so meint der Papst – „wir alle sind aufgefordert, diesen Ruf anzunehmen, heraus zu gehen aus der eigenen Bequemlichkeit und den Mut zu haben, alle Randgebiete zu erreichen, die das Licht des Evangeliums brauchen.“[10]

In diesem  Heiligen Jahr wird der 90. Sonntag der Weltmission begangen, der vom päpstlichen Werk der Glaubensverbreitung gefördert und 1926 von Papst Pius XI bestätigt wurde.  Die kirchlichen Hilfswerke prüfen sorgfältig, wo unsere finanzielle Hilfe besonders nötig ist.

 Zum Schluss lenkt Papst Franziskus unseren Blick auf Maria. „Die allerseligste Jungfrau Maria, erhabenste Ikone der erlösten Menschheit und missionarisches Vorbild für die Kirche, lehre alle – Männer und Frauen und Familien –, überall die lebendige und geheimnisvolle Gegenwart des Auferstandenen darzustellen und zu bewahren. Denn er erneuert die Beziehungen zwischen Menschen, Kulturen und Völkern und erfüllt sie mit freudiger Barmherzigkeit.“ [11]


[1] Thema des Weltmissionsonntag 2016
[2] Sir 35,21
[3] Botschaft des Papstes Franziskus um Weltmissionsonntag 2016
[4] 2 Tim 4,7
[5] Johannes Paul II Enzyklika Dives misericordia
[6] Lk 18,9-14
[7] Botschaft des Papstes Franziskus ebd.
[8] Botschaft des Papstes Franziskus ebd
[9] Mt 28.19-20
[10] Botschaft des Papstes Franziskus ebd.
[11] Botschaft des Papstes Franziskus ebd
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