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Predigten

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Lesejahr B 2015/12 bis 2016/11

Predigt - Homilie am 3. Osterso.C2016 im Altenheim und in St. Michael Neunkirchen

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Märtyrer - Zeugen Christi sein
MAN MUSS GOTT MEHR GEHORCHEN ALS DEN MENSCHEN
so antworten in der Lesung die Apostel dem Hohepriester, der sie mit einem Schweigegebot belegt und mit dem Tod bedroht.
1 Die Lesung aus der Apg stellt uns die Apostel als mutige Christen vor
  • Ohne Furcht widersetzen sie sich den Anordnungen der politischen und religiösen Führer. Sie nehmen dafür Gefangenschaft und Auspeitschung in Kauf. Ohne Rücksicht auf die eigene Person treten sie für ihre Überzeugung ein.
  • Der Hohe Rat überlegt sogar die Tötung der Apostel. Es ist eine Tatsache, dass sich der richtige, echte Glaube gerade in der Verfolgung bewährt und überzeugend zu Tage tritt.
1.1 Die Kirche Jesu Christi ist eine Kirche der Märtyrer
  • Bei unserer Wallfahrt zum Sonntag der Barmherzigkeit zu den 7 Hauptkirchen in Rom begegneten mir die Märtyrer der frühen Christenheit auf Schritt und Tritt.
  • Die drei wichtigsten sind Petrus, Paulus und der Diakon Laurentius. Drei der Hauptkirchen tragen ihren Namen. Laurentius steht in unserer Pfarrkirche auf dem Hochaltar.
  • Im Römischen Kanon der hl. Messe werden viele junge Märtyrer genannt und um ihre Fürbitte angerufen. Im 20. Jahrhundert starben weltweit mehr Christen als Märtyrer als in der gesamten Zeit davor.
1.2 Auch heute braucht es weltweit mutige Christen
  • Nicht nur in den islamischen und von der IS bedrohten Ländern, sondern auch bei uns leben vom Islam zum christlichen Glauben konvertierte Menschen gefährlich.
  • In der Türkei z.B., wo jährlich viele Bundesbürger Urlaub machen, haben es Christen schwer und sind benachteiligt. Erst vor kurzem wurden alle christlichen Kirchen verstaatlicht. Sie haben keinen rechtlichen Status.
  • Vor 100 Jahren waren 30% der Bevölkerung der Türkei Christen. Heute sind es noch 0,07%. Daran erkennen wir, was nationalistische Politik gepaart mit religiösem Fanatismus anrichten.
1.3 Auch bei uns braucht es mutige Christen
  • die gegen den gesellschaftlichen Trend oder den Gender-Mainstream aufstehen und dagegen demonstrieren. In der heute beginnenden "Woche für das Leben" wollen wir durch Gebet und Information für die Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens eintreten.
  • Wir dürfen nicht hinnehmen, wenn ein Recht auf Abtreibung - also auf Töten - als Menschenrecht deklariert wird oder zum sog. "selbstbestimmten  Recht auf Eigentötung also zum Selbstmord“  aufgefordert und angeleitet wird. Das Gebot Gottes ist eindeutig: „Du sollst nicht morden“.[1]
  • Wir dürfen nicht zulassen, dass gleichgeschlechtliche Verbindungen rechtlich der Ehe von Mann und Frau gleichgestellt werden. Das hieße die Natur- und Schöpfungsordnung außer Kraft zu setzen.
  • Die Zukunft des Volkes und der Kirche sind die Familien, die Kinder zur Welt bringen und erziehen. Wir werden daher die politischen Parteien prüfen, wofür sie stehen und sich einsetzen, ob der Schutz der Familie Priorität ist oder nicht.
1.4 Wie steht es mit unserem Mut?
  • Hätten wir den Mut, für unseren christlichen Glauben so viel zu riskieren wie die Märtyrer? Schnell verlässt uns der Mut, wenn es um Kopf und Kragen geht, wenn wir Nachteile in Kauf nehmen müssen.
  • Wer sich heute offen als Christ, als katholischer Christ bekennt, muss auch bei uns mit Spott und Hohn rechnen. Die jungen Menschen betrifft das oft mehr, als die älteren.
2 Woher kommt der Mut zum Bekenntnis?
Eines ist klar:
2.1 Die Begegnung mit dem Auferstandenen, hat das Leben der Jünger verändert
  • Sie, die zum niederen Gottesvolk gehören, in religiösen Fragen als nur bedingt kompetent gelten - wenn überhaupt -, treten auf, nehmen den Heiligen Geist für sich in Anspruch und verkünden, dass der Glaube an Jesus Christus den Menschen rettet. Woher kommt die Kraft zu einem solchen Bekenntnis?
2.2 Der Heilige Geist ist es, der sie zum mutigen Zeugnis befähigt
  • Gott gehorchend werden sie fähig, die Auferweckung Jesu vor aller Welt zu bezeugen.
  • Ihr Grundsatz lautet: ”Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Drohungen und Schläge halten sie nicht nur aus, sie freuen sich sogar "dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden."[2]
  • Sie wissen sich von Gott mit Christus „herausgeholt aus dem Reich des Todes, aus der Schar der Todgeweihten zum Leben gerufen."[3] So haben wir es im Antwortgesang gehört.
  • Sie fürchten den Tod nicht, weil sie Jesus Christus dem Auferstandenen gehören.
2.3 Sie schauen auf den beim Vater verherrlichten Christus
  • der als geschlachtetes Lamm sterbend den Tod besiegt hat. Und der jetzt Ehre und Anbetung von den himmlischen und kosmischen Mächten empfängt.[4]
  • Alle Geschöpfe wenden sich in Anbetung ihrem Schöpfer und Erlöser zu. So stehen sie selbst im Glanz Gottes. Das ist ihre Rettung und Seligkeit.
3 Märtyrer - Zeugen Christi sein
Das geschieht
3.1 Wenn wir im Alltag für seine Gegenwart offen sind
  • Manchmal sind wir es gerade nach Misserfolgen, wie die Jünger im Evangelium. "In dieser Nacht fingen sie nichts."[5] Ist unser eigenes Planen und Tun vergeblich kann die Einsicht wachsen: Nicht wir sind die großen Macher, sondern an Gottes Segen ist alles gelegen.
Zeugen Christi werden wir

3.2 Wenn auf sein Wort vertrauend und hörend die Netze auswerfen
  • Das Evangelium ermutigt uns, es auch dann zu wagen, wenn alles dagegen spricht, wenn die Erfolgsaussichten gleich null sind.
  • Die Apostel machten dabei die wunderbare Erfahrung: "Sie konnten das Netz nicht wieder einholen, so voller Fische war es."[6]
Zeugen Christi werden wir

3.3 wenn wir uns vom auferstandenen Herrn 3mal fragen lassen "Liebst du mich? wirklich?”[7]
  • Liebst du mich trotz deiner sündigen Vergangenheit? wie Petrus?
  • Dann darf ich sagen, darfst du sagen, müssen wir sagen: "Herr, du weist alles. Du weißt auch, dass ich dich liebe."
  •   Spreche ich dies in Demut aus, werde ich erfahren, dass ich ganz in seiner Liebe geborgen bin. Wie er Petrus seine Schafe anvertraut, so vertraut er dir die Menschen in deiner Familie, in deinem beruflichen Umfeld, in deiner Nachbarschaft an. Halt die Augen und die Ohren offen! Er wird sie dir zeigen.
Zeugen Christi wie Petrus werden wir

3.4 wenn wir alt geworden oder dem Tod nahe sind[8]
  • Wir sollen uns da auf ihn nochmals ganz einstellen. „Herr, hier bin ich! Dein bin ich im Leben und im Tod. Dir will ich für immer, für ewig gehören.“
  • Selbst wenn du nicht oder noch nicht gehen willst. Er wird dich, wird mich gürten und führen. Wir werden auf sein Kreuz schauen und die Arme ausbreiten und zum Auferstandenen sprechen „Herr, ich folge Dir nach!“

[1] Ex 20,13; Deut 5,17;Jer 7,9
[2] Apg 5,41
[3] Ps 30,4
[4] Offb 5,12
[5] Joh 21,3
[6] Joh 21,6
[7] Joh 21,17
[8] Joh 21,18
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