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Predigten

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Lesejahr B 2015/12 bis 2016/11

Predigt - Homiliezum Jahresschluss in Dormitz ULF und an Neujahr in der Abendmesse in St. Michael Neunkrichen

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Hochfest der Muttergottes – Maria geleitet durch die Pforte der Barmherzigkeit Gottes

Das Hochfest der Muttergottes feiern wir zum Jahresschluss und morgen zum Jahresbeginn.

Die Tür zum alten Jahr schließt sich. Die Tür zum neuen Jahr tut sich auf.

Voller  Reue und Dankbarkeit  schauen wir zurück, voll Hoffnung auf die allmächtige Barmherzigkeit Gottes wollen wir in das neue Jahr hinein gehen.
1 Maria die Mutter Gottes geleitet uns
Beides, Altes und Neues, Vergangenheit und Zukunft, legen wir von ihr geführt und  begleitet an das Herz ihres Sohnes, der durch das Wirken des Heiligen Geistes in ihr und durch sie Mensch geworden ist.
1.1 Sein Name ist Immanuel - Gott mit uns
Gott wollte in Jesus Christus, seinem Mensch gewordenen Wort, und durch dessen menschliches und göttliches  Handeln mitten unter uns sein.

Er sieht uns auf dem Antlitz Jesu Christi mit seiner barmherzigen Liebe an und sagt uns: „Du bist mein geliebtes Kind, mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter. Seit Ewigkeit und bis in Ewigkeit liebe ich dich. In der heiligen Taufe habe ich das dir zugesagt. Im Sakrament der Taufe - meinem von Jesus gestifteten  Heilszeichen - habe ich dich eingefügt in den geheimnisvollen Leib meines geliebten Sohnes Jesus Christus.“

Wir gehören also zur weltumspannenden Gemeinschaft der Familie Gottes. Die Kirche verkündet uns heute

1.2 Jesus geboren von Maria als König über Erde und Himmel
Die Kirche schaut heute voller Dankbarkeit auf Maria und ruft ihr im Eingangsvers zu „Gruß Dir - heilige Mutter - du hast den König geboren der in Ewigkeit herrscht über Himmel und Erde“.

Nicht mehr die Sünde Adams und Evas und deren Nachkommen ist die beherrschenden Macht, sondern Jesus Christus. Sie wird im NT vielfach bezeugt: Er wurde in allem uns gleich wurde außer der Sünde[1] und er hat unsere Sünden mit ans Kreuz genommen, auf sich genommen, erlitten und getragen,[2] und durch sein Blut uns Gott nahe gebracht,[3] durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade.[4] 

1.3 Jesus, der Messias - der Christus Gottes - geboren aus Maria „strahlt heute als Licht über uns auf“
Mit der Kirche Gottes bekennen wir: „Geboren ist der HERR“ Als Gelehrte 100 Jahre v. Chr. anfingen  die   Bibel ins Griechische zu übersetzen, haben Sie den Namen Gottes Jahwe mit Kyrios - also mit Herr - übersetzt.

In Jesus ist das ewige Wort Gottes Fleisch, Mensch geworden. Der unsichtbare Gott, der ICH-BIN-DA ist durch ihn sichtbar geworden. Deshalb sagt Jesus im Johannesevangelium „Wer mich sieht, sieht den der mich gesandt hat.“[5] Als sein Apostel Philippus zu ihm sagt, „zeigt uns den Vater“, antwortet er „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ [6]

Darum kann Papst Franziskus in seinem Eröffnungsschreiben für das am 8.Dez. eröffnete Jubeljahr der Barmherzigkeit uns verkünden:

1.4 Jesus Christus ist das Antlitz der Barmherzigkeit des Vaters
„In Jesus von Nazareth ist die Barmherzigkeit des Vaters lebendig und sichtbar geworden und hat ihren Höhepunkt gefunden.“

“Jesus von Nazareth ist es, der durch seine Worte und Werke und durch sein ganzes Dasein die Barmherzigkeit Gottes offenbart.“

Die ganze Heilsgeschichte und die ganze Heilige Schrift bezeugen: „Der Vater, der » voll des Erbarmens « ist, der sich Mose als » barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue «[7] offenbart hatte, hat nie aufgehört auf verschiedene Weise und zu verschiedenen Zeiten in der Geschichte seine göttliche Natur mitzuteilen.“[8]
2 Leben in der erfüllten Zeit
Wir dürfen in der im Plan Gottes vorgesehenen vom Heil Gottes und seiner allmächtigen Barmherzigkeit erfüllten Zeit leben, „um uns auf endgültige Weise seine Liebe zu offenbaren.“
Der Papst möchte, dass wir

2.1 dieses Geheimnis der Barmherzigkeit stets neu betrachten.
„Es ist Quelle der Freude, der Gelassenheit und des Friedens. Es ist Bedingung unseres Heils. Barmherzigkeit – in diesem Wort offenbart sich das Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Barmherzigkeit ist der letzte und endgültige Akt, mit dem Gott uns entgegentritt.“[9]

Wir sollten uns fest vornehmen, im kommenden Jahr die Wurzeln unseres sündigen unchristlichen Verhaltens, unserer Fehler und Schwächen zu erforschen und in einer guten Beichte Vergebung und Heiligung uns schenken zu lassen.

Die Verantwortlichen in der Pfarrei besonders der PGR werden dafür sorgen, dass regelmäßig Beichtgelegenheit angeboten wird. Ich selber bin jederzeit dazu bereit die Beichte abzunehmen. Ein Anruf genügt. Die Barmherzigkeit Gottes wird uns durch Jesus in seiner Kirche geschenkt.

2.2 Jesus – er ist der einzige Name, der rettet
Der Prophet Sacharja kündet an, dass alle Völker gegen Jerusalem ziehen, um es zu vernichten. Wir spüren die Nähe dieses prophetischen Wortes zu unserer Zeit in der eine weltweite Christenverfolgung im Gange ist.

Aber der Tag des Gerichts wird über die Angreifer und Verfolger kommen. „Dann wird der Herr, mein Gott, kommen und alle Heiligen mit ihm. Dann wird der Herr König sein über die ganze Erde. An jenem Tag wird der Herr der Einzige sein und sein Name der Einzige.“[10]

Der Prophet spricht auch von einem,”den sie durchbohrt haben und zu dem sie dann aufschauen.”[11]Zu Jesus aufschauend

2.3 Den Namen Jesu anrufen
Die Kirche des Anfangs erkannte die Erfüllung dieser prophetischen Worte in der Person Jesu.

Als Petrus und Johannes - wegen ihres Zeugnisses über die Auferstehung Jesu  und der Heilung eines Gelähmten im Namen Jesu - verhaftet und vom Hohen Rat verhört werden, verkündet Petrus Jesus den Gekreuzigten und Auferstandenen als den in menschlicher Gestalt gegenwärtigen unsichtbaren Gott „Er (Jesus) ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.“ [12]

Darum feiert die Kirche am Anfang des Neuen Jahres den Namen Jesu.

Es ist der Name, den die Hölle fürchtet. Es ist der Name, der die Versuchung überwindet: „Im Namen Jesu ich wiedersage!“

Es ist der Name, der uns stärkt in den Anforderungen des Lebens: „ Jesus meine Kraft und Stärke!“ Es ist der Name, der das Leben trägt und den Tod besiegt: „Jesus Dir leb ich, Jesus, Dir sterb ich, Jesus dein bin ich im Leben und im Tod!“
3 Zum Schluss eine Anregung;
Wann immer sie an ihrer schönen Kirche vorbeigehen, besuchen sie Jesus. Er schenkt uns hier seine beständige leibhaftige Gegenwart im Brot des Lebens. Er wartet auf sie.

Sie dürfen mit allem, was sie bewegt, erfreut, ängstigt und mit Sorgen erfüllt, zu ihm kommen. Sein Herz ist offen für alle. Seine Barmherzigkeit ist unerschöpflich.

Unsere Kirche ist der Gottesmutter geweiht. Sie trägt den Ehrenmann UNSERE LIEBE FRAU. Maria nimmt uns bei der Hand und geleitet uns durch die Pforte der Barmherzigkeit - zu Jesus, der für uns das ist, was sein Name nach Gottes Willen sagt - Gott ist Heil.

[1] Vgl Hebr 4,15
[2] 1 Petr 2,14
[3] Eph 2,13
[4] Eph 1,7
[5] Joh 12,45
[6] Joh 14,9
[7] Ex 34,6
[8] VM = Franziskus »Misericordiae vultus« 1
[9] VM
[10] Sach 14,5c.9
[11] Sach 12,10
[12] Apg 4,11f.
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