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2008 (A) Herrengedenktage

Homilie zu Mk 4,26-34 zum Herz-Jesu-Freitag am Freitag 3.Woche II in der Augustinuskapelle in St. Michael Neunkirchen

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Liebe säen, um Liebe zu ernten

  • Die beiden Gleichnisse des heutigen Evangeliums greifen Sprachbilder des Alten Testaments auf wie beispielsweise Joël 4,13, Ez 17,23 oder Ps 92,13. Die Pointe des ersten Gleichnisses besteht darin, dass der Aussaat mit Selbstverständlichkeit die Ernte folgt. Übertragen auf die Situation des Hörers bedeutet dies: Das Reich Gottes ist ein bleibendes Handeln Gottes an uns Menschen und in seiner Kirche, das mit Jesus begonnen hat. Wir befinden uns in der Zeit des Wachstums, das man oft nicht wahrnimmt, das aber zur Ernte führen wird. Selbst wenn wir hier keine Frucht der von uns geschenkten Liebe wahrnehmen solten, wir werden staunen, wenn uns Gott in seinem Reich die Augen öffnet, was aus unserer Liebe Gutes geworden ist.
  • Was der Mensch sät, das erntet er. (Gal 6,7) "Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten; wer reichlich sät, wird reichlich ernten." (2 Kor 9,6) Jesus hat bis zum letzten Atemzug die Liebe gelebt. Nicht auf das Fleisch, auf irdische Macht, stützte er sich, sondern auf den Geist Gottes. Denn in Gal 6,8 heißt es: "Wer im Vertrauen auf das Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber im Vertrauen auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten."
  • Darum hat Gott Jesus auferweckt, dauert sein Werk bis heute fort, überwindet sein Evangelium alle von Menschen aufgestellten Grenzen, wird sein Reich der Liebe und des Friedens ohn Ende währen. Nur die Liebe schenkt Geborgenheit und Sicherheit.
  • Das Gefühl der Sicherheit und der Geborgenheit wird in dem anschließenden Gleichnis noch verstärkt. Jesus zeigt seinen Hörern auf, dass das Reich Gottes eine Wirklichkeit ist, die alle Vorstellungen übertrifft. Von dem nahen Gottesreich mag vielleicht noch wenig spürbar und erfahrbar sein, es ist und bleibt aber eine persönliche Zukunftsperspektive. Wie die Vögel in dem großen Baum einen Lebensraum finden, kann der Mensch, der sich auf das Wort Gottes einlässt, einen Lebensraum im Reich Gottes finden.
  • Das Wort des Lebens ist eine Wirklichkeit, die sich nur im Hören und Umsetzen erschließt. Die VV. 33 und 34 zeigen das Vertrauen Jesu darauf, dass dieses Wort des Lebens in den Menschen ankommt und darin weiterwirkt. Das Reich Gottes ist in den Acker der menschlichen Herzen gelegt, hier kann es im Verborgenen wachsen.


(Quelle: z.T. aus Liturgie Konkret 2008/02)

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