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Lesejahr B 2017/12 - 2018/11

Predigtthema: Dreifaltigkeit - Um Gottes und der Liebe willen

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Inhalt:
Um Gottes und der Liebe willen
1 Um Gottes willen - Dreifaltigkeit!
1.1 Und dennoch: Um Gottes willen - Dreifaltigkeit
1.2 Aber dann kam der Karfreitag
1.3 Dann aber der Ostermorgen: Er ändert alles
2 Dreifaltigkeit, ja und unbedingt und zwar um Gottes und der Liebe willen
2.1 denn Gott ist so groß, dass er sich aus Liebe zu den Menschen in Jesus Christus ganz klein machen kann
2.2 Christen bleibt nur der Weg der Liebe, wie ihn Gott selbst mit den Menschen geht
2.3 Auf den ersten Seiten der Bibel offenbart sich Gott schon in seiner dreipersonalen Einheit

Um Gottes und der Liebe willen1
1 Um Gottes willen - Dreifaltigkeit!
Was für ein kompliziertes Thema. Darüber haben sich Generationen von Theologen den Kopf zerbrochen und man hat das Gefühl, niemand kann das so richtig erklären. Ein Gott, drei Personen. Drei sind eins, eine merkwürdige Logik.
Genügt es denn nicht, dass wir an einen Gott glauben wie die Moslems und die Juden? Wozu diese theologische Haarspalterei? Und woher wissen wir denn überhaupt, wie Gott ist? Was wissen wir denn schon von Gott!
Sind da die Juden nicht ehrlicher, wenn sie sich jedes Bild von Gott verbieten und noch nicht einmal den Namen Gottes nennen? Oder die Moslems, wenn sie in ihrem Glaubensbekenntnis sagen: Allahu akbar - Gott ist größer.
1.1 Und dennoch: Um Gottes willen - Dreifaltigkeit
Das ist keine Geheimlehre, kein Blick sozusagen hinter den Vorhang Gottes. Nein, wenn wir Christen von der Dreifaltigkeit reden, dann fassen wir in diesem Begriff zusammen, was wir von Gott erfahren durften, nämlich dass Gott Liebe ist, und, wie das Evangelium sagt, die Welt so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn für uns hingegeben hat.
 Die Menschen, die Jesus erlebt haben, spürten: In diesem Mann aus Nazareth ist Gott unter uns. Hier ist mehr als ein weiterer Prophet, mehr als ein frommer Rabbiner, mehr als ein Weisheitslehrer, in diesem Menschen wird Gottes Liebe, wird seine Langmut und Güte im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.
Und dann die Art, wie dieser Jesus von Gott sprach, als ob er ganz und gar mit Gott eins war, und mit den Menschen umging, wie er durch seine Worte und Taten deutlich machte, dass mit ihm Gottes Reich begonnen hatte, wie er mit Vollmacht die Sünden vergab, da - so spürten die Jünger - war mehr als ein Prophet, da war etwas faszinierend Neues.
Sie spürten, dass Jesus von Gott gesandt war, nicht die Welt zu richten, sondern zu retten, was verloren ist. Dieser Jesus - so spürten sie - war einmalig, unüberbietbar, es war, als ob Gott selbst unter ihnen war.
1.2 Aber dann kam der Karfreitag
der Tag an dem alles zu Ende schien. Jesus war offensichtlich gescheitert, von Gott verlassen. Wie konnte Gott denn das zulassen, dass Jesus so zugrunde gehen musste, er, der doch immer wieder von der liebenden Sorge Gottes für die Menschen gesprochen hat?
War seine Botschaft am Ende eine fromme Selbsttäuschung? War Jesus am Ende eben doch nur ein weiterer Prophet, der durch die Bosheit der Menschen aufs Kreuz gelegt wurde?
1.3 Dann aber der Ostermorgen: Er ändert alles
Die Jünger erkannten, dass dieser Jesus, der so schmachvoll am Kreuz starb, dass er der Gesandte Gottes war, das Wort, das Fleisch geworden ist, dass in ihm Gott selbst gesprochen hat, ja in ihm zugegen war.
Gottes Macht offenbart sich in der Ohnmacht des Kreuzes. Das Kreuz wurde zum Zeichen der unwiderruflichen Liebe Gottes, eine Liebe, die so weit geht, dass sie sogar all das Böse, die Sünde und den Tod auf sich nimmt, um die Menschen zu retten und ihnen neues Leben zu schenken.
Und mehr noch: Die Jünger machten die Erfahrung, dass der Auferstandene unter ihnen lebendig bleibt, dass Gottes Geist ihnen hilft, Jesus immer tiefer zu verstehen, und Gott sie durch den Geist immer tiefer mit sich verbindet; dass der Geist, die Menschen über alle Grenzen und Sprachen hinweg im Glauben zum neuen Gottesvolk eint und den Auferstandenen im Brot und Wein zugegen sein lässt.
2 Dreifaltigkeit, ja und unbedingt und zwar um Gottes und der Liebe willen
2.1 denn Gott ist so groß, dass er sich aus Liebe zu den Menschen in Jesus Christus ganz klein machen kann
und bis in den Abgrund des Todes hinabsteigt.
Das unterscheidet den christlichen Glauben von anderen Religionen. Gott zeigt seine Macht nicht von oben herab, sondern in der Hingabe seines Sohnes, der gekommen ist, die Welt nicht zu richten, sondern um die Welt zu retten.
Wenn Gott sich aber so klein macht, wenn er den Weg der Hingabe und Liebe geht, dann ist für Christen allerdings ein Weg versperrt: Im Namen Gottes Gewalt und Zwang auszuüben.
2.2 Christen bleibt nur der Weg der Liebe, wie ihn Gott selbst mit den Menschen geht
Denn Gott ist Liebe, die sich verschenkt in seinem menschgewordenen Wort, das er bei der Taufe am Jordan und bei der Verklärung Jesu, seinen geliebten Sohn nennt.
Auch die Liebe zwischen Vater und Sohn ist Person, durch die er die ganze Schöpfung belebt und in jedem Getauften mit seiner Liebe einwohnt. Gott ist so sehr ewige lebendige Beziehung und Liebe, dass er in drei Personen Einer ist.
2.3 Auf den ersten Seiten der Bibel offenbart sich Gott schon in seiner dreipersonalen Einheit
Nach der Erschaffung der Tiere spricht er in der Mehrzahl „Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich...  Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“[2]
„Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde.“[3]
Im liebenden Ein-Werden von Mann und Frau schafft Gott – wenn der Mensch es zulässt - als Frucht ihrer Liebe einen neuen Menschen. Die Schöpfung, Erlösung und Heiligung des Menschen ist Werk des einen dreipersonalen Gottes, der Liebe ist.
Also - um Gottes und der Liebe willen: Vater, Sohn und Heiliger Geist, um seinetwillen, aber auch um unseretwillen. Das bekennen wir, wenn wir den einen Gott als dreifaltig und dreieinig anbeten.


[1] Quelle z.T. Liturgie Konkret Digital 2005/05
[2] Gen 1,26a.27
[3] Gen 2,28
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