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2008 (B) Advent

Homilie am Mittwoch nach dem 2.Advent in St. Michael NEUNKIRCHEN

 

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»Auf dem Herr vertrauen beflügelt«
Mittwoch der 2. Adventwoche Jes 40,25-31

Geschichtlicher und literarischer Zusammenhang
Der Sitz im Leben, den der Abschnitt Jes 40,12-31 voraussetzt, muß folgender gewesen sein: Deuterojesaja hatte den in Babylon im Exil lebenden Judäern verkündigt, Gott werde ihr Geschick wenden. Doch man begegnete ihm mit Skepsis.
Die „Realisten" sagten: Wer vermag denn etwas gegen die Weltmacht Babylon? Es wäre eine Illusion, auf Änderungen zu hoffen. Auf sie geht der Prophet in v 12 ein "Wer mißt das Meer mit der hohlen Hand? Wer kann mit der ausgespannten Hand den Himmel vermessen? Wer mißt den Staub der Erde mit einem Scheffel? Wer wiegt die Berge mit einer Waage und mit Gewichten die Hügel?" 17 "Alle Völker sind vor Gott wie ein Nichts, für ihn sind sie wertlos und nichtig."
Andere waren beeindruckt von der babylonischen Religion, die in den Gestirnen Götter verehrte und in den Bewegungen der Himmelskörper den Weltlauf bestimmt sah. Wie kann unser Gott gegen solche Mächte etwas ausrichten? Ihnen tritt Deuterojesaja in v 18-26 entgegen.
Viele aber fragten sich, ob Jahwe überhaupt noch etwas für Israel tun wolle (v27). Da redet ihnen der Prophet zu und ermuntert sie, entschieden auf Gott zu hoffen (v21-31).

Auslegung
1. Verschleppt und entwurzelt entdecken die Judäer Mächte und Welten, denen sie sich hilflos ausgeliefert fühlen. Der Prophet aber verweist die Angefochtenen auf den Gott ihrer Väter: er ist und bleibt der Herr der Geschichte. „Alle Völker sind wie nichts gegen ihn" (v 17), Könige und Mächtige bläst er weg wie Spreu (v23f), und selbst die göttlichen Gestirne unterstehen völlig seiner Herrschaft (v 6). Wie aussichtslos die Lage auch scheint, dieser Gott kann helfen.

2. Der Prophet nimmt die Klage seiner verzweifelten Landsleute auf: Jakob warum sagst du: „Mein Weg ist vor dem Herrn verborgen, und mein Recht entzieht sich meinem Gott" (v 27). Aber gerade weil Gott so unvergleichlich ist, bleiben seine Pläne undurchschaubar (v28). Der Prophet kann nichts anderes als dem Volk ins Herz reden. Wer unentwegt auf den Herrn hofft, dem werden Kräfte zuwachsen, die ihn unermüdlich vorwärts schreiten lassen (v29-31). "Sie bekommen Flügel wie Adler".

Anregung
Die Wissenschaften erlauben uns heute einen Einblick in die vielfältigen Kräfte, die das Verhalten und die Entwicklung der Individuen und der Gesellschaft bestimmen (Determination und Manipulation). Dennoch bleibt Gott der Herr der Geschichte.
Wir fühlen uns manchmal fast erdrückt von all dem, was auf uns lastet. Plötzlich bricht eine Krise aus: Die Aktien- und Bankenwerte sind im Keller, eine reszession der Wirtschaft droht. Die Angst um den Arbeitsplatz wird wieder viele plagen.
Wir möchten am liebsten schlafen und alles vergessen. Wir haben Angst und blicken voll Neid auf die Starken und Erfolgreichen.
Der alttestamentliche Prophet, dessen Worte wir heute hören, spricht solche Menschen an. Seine Überzeugung, die er uns vermitteln möchte, ist: "Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt."
Jesus lädt im Evangelium ein zu ihm zu kommen mit der ganzen Last des Lebens. Auf ihn blickend, hörend und ihn empfangend wird die Last erträglich, finden wir Ruhe für unsere Seele; denn in ihm ist »Jahwe, der Ich bin da« bei uns.
Wo erfahren wird das mehr als in der Heiligen Messe, wo er uns persönlich anspricht und im Heiligen Mahl eins wird mit uns! Er sagt uns: Ich bin mit der Kraft meines Leidens und meiner Auferstehung in Dir. Ich trage mit Dir. Ich trage Dich. So wirst Du Ruhe finden für Deine Seele.

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