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Predigten

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Lesejahr B 2014/12 bis 2015/11

Predigt - Homilie zum 12. So.B2012 in Großenbuch St. Johannes d.T, Großenbuch und Neunkirchen St. Michael

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Naturwunder - Zeichen der Schöpfermacht Gottes [1]
1 Es gibt von Jesus gewirkte Naturwunder
Sie zeigen seine Vollmacht in der Überlegenheit über die Natur, über die Schöpfung.  z.B. die Verwandlung des Wassers in Wein; die Speisung der 5000 mit fünf Gerstenbroten und zwei Fischen, das Wandeln über den See, die Stillung des Seesturms.
Jesus bringt das Toben der Elemente der Schöpfung zum Schweigen. "Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein."[2]
1.1 Alles Geschaffene steht unter der Schöpfermacht Gottes
 In den Naturwundern wird sichtbar, wie Jesus mit dem Grundgedanken des biblischen Gottesglaubens zuinnerst eins ist: Jahwe ist der Schöpfer und alles Geschaffene steht unter seiner Macht.
1.2  Jesus hat Anteil an der Schöpfermacht Gottes
Sie wird nicht nur im Sturm und der damit einhergehenden Bedrohung erfahren - vielmehr auch in der Stillung des Sturms und der Rettung aus Todesgefahr durch das göttliche Machtwort Jesu.

Gott hat Jesus als seinen geliebten Sohn bei der Taufe am Jordan und bei der Verklärung geoffenbart. In der Auferweckung Jesu von den Toten wird diese Macht Gottes auf besondere uns alle betreffende Weise erfahrbar.

In göttlicher Vollmacht beseitigt und überwindet Jesus die gefährliche Notsituation, der die Jünger durch ein Naturgeschehen, durch Wind und Wellen ausgesetzt sind.
1.3 Die im Auftrag Jesus handelnden Jünger wissen Jesus im Boot
Sie dürfen darauf vertrauen, dass er sie beschützt und rettet. Freilich weil die Jünger schwach im Glauben und deshalb ängstliche Menschen sind, werden sie in der Gefahr den scheinbar schlafenden Jesus um Hilfe anrufen.

 Ihr schwacher Glaube wird in dem vorwurfsvollen Hilferuf hörbar: "Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?"

Auch wir klagen in den Stürmen des Lebens: "Gott hast du mich denn vergessen? Kümmert es dich nicht, dass es mir so dreckig geht?"
2 Der Christ hat die Schöpfermacht Gottes und Jesu im Blick
2.1 Ijob und Gottes Schöpfermacht
Den von Verlust und Heimsuchungen niedergedrückten vor Gott klagenden Ijob weist Gott auf seine Weisheit und Größe hin, die in der Schöpfung sichtbar wird. Wer Gottes Größe schauen und die Gemeinschaft mit ihm erfahren durfte, der sieht seine Probleme in einem neuen Licht und kann sich mit seinem Leid versöhnen.

So wie das aufbrausende Meer sich beruhigt, wenn Gott sein mächtiges Wort spricht, so  wird auch der in seiner Bedrängnis zum Herrn Schreiende erfahren, dass Gott ihn durch Jesus seinen Ängsten entreißt.[3]
2.2 In Todesnot werde ich als Christ auf Jesus schauen
schreibt Paulus an die Korinther.[4] "Er ist für alle gestorben,  damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde."[5] Die Verbindung mit dem auferstandenen Herrn  macht aus uns eine neue Schöpfung.

Wir sind keine Eintagsfliegen in der 3-4 Milliarden Jahre währenden Existenz unserer Erde. Wir sind durch den Auferstandenen in der Taufe eine neue Schöpfung geworden, die im Reich Gottes verankert ist.
2.3 Nicht der Mensch, nicht die Natur - Gott hat das letzte Wort
Zu unserer Natur gehört auch unsere Vergänglichkeit. Sterben und Tod  haben nicht das letzte Wort in unserem Leben. Gott ist der Herr über Leben und Tod. Sein Mensch gewordenes Wort, sein von den Toten auferweckter Christus hat Macht über die Elemente der Natur, weil sie Schöpfung Gottes ist.

Deshalb lehnen Christen jede vorgeburtliche Selektion, d.h. Töten von Kindern im Mutterleib ab. Deshalb wehren wir uns gegen selbstbestimmtes Sterben, gegen bewusstes Beenden des eigenen Lebens - also Selbstmord - und der Beihilfe dazu ab.
2.4  Gott schläft nicht
In seinen Abschiedsworten schärft Jesus sein Herrschaft über die gesamte Schöpfung - uns den Seinen - nochmals ein: "Mir ist alle Macht geben im Himmel und auf Erden." [6]

Der Psalm 121 singt: "Er lässt deinen Fuß nicht wanken; er, der dich behütet, schläft nicht." [7] Wir schlafbedürftigen Menschen müssen uns von dem Denken frei machen, Gott und sein auferstandener Christus würden schlafen und nicht merken, was uns in unserer irdischen Existenz gefährdet und bedroht.

Wir werden uns von Jesus im heutigen Evangelium die Frage gefallen lassen "Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch immer keinen Glauben?"[8]
Noch mehr!
3 Wer am Wort Jesus festhält wird auf ewig den Tod nicht schauen.
Jesus ist Herr über die Natur, zu denen auch die Vergänglichkeit, das Sterben und - durch die Sünde - auch der Tod gehören. Er gibt als der gute Hirt den auf ihn Hörenden und ihm Folgenden die Zusage "Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen."[9]

Diese lebenspenende Macht hat Jesus, weil er und der Vater eins sind.[10] Die auf Jesus Hörenden und ihm Folgenden sind in der lebenspendenden Macht des Vaters durch den Sohn für immer geborgen. "Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen."[11] D.h. keine Angst und Verzagtheit, wenn die Wellen bei der Fahrt über das Meer unseres Lebens hochschlagen, die Untergangspropheten uns in den Ohren liegen. Gottes Macht ist Leben, das stärker ist als die Natur, stärker als der Tod.
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[1] Homilie zu 1. L Ijob 38,1.8–11; 2. L 2 Kor 5,14–17; Ev Mk 4,35–41
[2] Mk 4,39
[3] Ps 107,28
[4] 2 Kor 5,14-17
[5] 2 Kor 5,15
[6] Mt 28,18
[7] Ps 121,3
[8] Mk 4,40
[9] Joh 10,28
[10] Joh 12,30
[11] Joh 10,29
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