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Predigten

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Lesejahr B 2014/12 bis 2015/11

Predigt - Homilie am

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Eltern und Kinder – miteinander und füreinander[1]

1 Die Verantwortung der Eltern

Wir sind es heute gewohnt, von der Verantwortung der Eltern für ihre Kinder zu reden. Das ist sicher richtig. Denn ohne die Liebe der Eltern zu ihren Kindern gäbe es uns nicht, hätten wir nicht zum vollen Menschsein heranreifen können.

Das war auch bei der heiligen Familie so, bei der Familie Jesu. Vom Heiligen Geist empfangen hat Maria mit großer Hingabe für Ihr Kind Jesus gelebt und ihren Sohn bis unter das Kreuz begleitet. Der heilige Josef - der nicht sein leiblicher Vater war – hat nach Gottes Weisung als Pflegevater Jesu Werden und Wachsen  begleitet und gefördert.

Selbstverständlich führen Maria und Josef - wie das heutige Evangelium zeigt - Jesus in die religiöse Gemeinschaft des Volkes Gottes ein. "Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen."[2] Sie sehen das Kind Jesu nicht als ihr Eigentum, sondern dass es wie jeder Mensch zuerst Gott gehört.

2 Das Recht der Eltern

Dieses Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder wird heute von bestimmten Gruppen und Institutionen infrage gestellt und missachtet. Nationalsozialismus und Kommunismus haben das Elternrecht auf die Erziehung ihrer Kinder drastisch beschnitten, um Macht über die Herzen und Hirne der Kinder und damit Macht und Einfluss über die künftige Generation zu bekommen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse wissen, dass sexuell enthemmte Menschen leicht manipulierbar sind, wenn man sie in ihrer Triebverfallenheit bestätigt.

Eltern haben das Recht und die Pflicht sich gegen eine Sexualisierung ihrer Kinder zu wehren.

Im Grundgesetz der BRD aber steht "Die Eltern dürfen grundsätzlich frei von staatlichen Einflüssen und Eingriffen nach eigenen Vorstellungen darüber entscheiden, wie sie Pflege und Erziehung der Kinder gestalten und damit ihrer Elternverantwortung gerecht werden wollen.“

3 Gefahren, die der Familie drohen

Ehe und Familie werden häufig in den Medien und von der Genderbewegung als überholtes Auslaufmodell dargestellt.  Über die sexuelle Aufklärung in Kindergärten und Schulen wird versucht das christliche Verständnis von Sexualität als von Gott gewollte Quelle des menschlichen Lebens zu zerstören.

 3.1 Christliche Eltern müssen heute sehr wachsam sein

sollen ihre Kinder nicht Opfer neuheidnischen Denkens werden.  Durch die modernen Medien haben die familienfremden Miterzieher überall Zutritt zu unseren Wohnungen und unseren Kindern. Vor allem dann, wenn Eltern ihre Kinder einem hemmungslosen Konsum von Fernsehen und Internet überlassen.

Heute am Gedenktag der

3.2  Ermordung der unschuldigen Kinder von Bethlehem

durch die Schergen des Königs Herodes denken wir an eine andere Gefahr, die unserem Volk droht. Durch Verhütung wird die Nachkommenschaft so stark begrenzt, dass in Zukunft es schwer werden wird, der alternden Bevölkerung einen Lebensabend in Geborgenheit und Liebe zu sichern.

Der Kindermord von mehr als 100.000 abgetriebenen Kindern im Mutterleib wird von vielen - ohne zu erschrecken – hingenommen  ja sogar begrüßt.

Wird ein Flugzeug mit fast dreihundert Menschen über Ukraine abgeschossen - was schrecklich und furchtbar ist - geht eine Welle der Empörung und Trauer durch alle Medien und Länder.

Kaum jemand regt es auf, dass bei uns in der BRD täglich mindestens 274 Kinder im Mutterschoß planmäßig getötet werden und unser Staat diese Tötung mit unseren Steuergeldern finanziert.

Jeder Mensch der Christ ist oder als Nichtchrist das Leben als Geschenk erfährt, sollte ein Lebensschützer sein, darf nicht zur schweigenden Mehrheit gehören.

Was können Familien langfristig tun?  Sie werden ich bemühen um eine

4 „Erziehung zu einer im Glauben  verwurzelten Liebe“

Diese schenkt allein die Fähigkeit die "Zeichen der Zeit " zu deuten. d.h. zuerkennen, was gut und was böse ist, was zum Heil und was zum Verderben führt.

Im Kollosserbrief sagt uns Paulus "Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld!"  Wenn Eltern und Kinder diese Haltung verinnerlichen, wird die Familie zu einem Ort echter Menschlichkeit.

Johannes Paul II betont: "Unsere Zeit braucht mehr als die vergangenen Jahrhunderte diese Weisheit, damit menschlich wird, was immer an Neuem vom Menschen entdeckt wird."[3]

In der Bindung an die göttliche Weisheit "werden die Familien unserer Zeit in der Lage sein, positiv am Aufbau einer Welt mitzuwirken, in der mehr Gerechtigkeit und Brüderlichkeit herrschen."

Aber nicht nur die Eltern tragen Verantwortung für das Wohl und Heil der Kinder, sondern auch die

5 Kinder haben Verantwortung für ihre Eltern

Jesus Sprach - ein Weiser des ersten Gottesvolkes hat ca. 175 Jahre vor Christi Geburt - den Kindern ihre Eltern ans Herz gelegt. "Der Herr hat den Kindern befohlen, ihren Vater zu ehren, und die Söhne verpflichtet, das Recht ihrer Mutter zu achten." Hier geht es offensichtlich um Witwen- und Altersversorgung der Mutter für die in Israel die Kinder verantwortlich waren.

Wer seinem Vater und seiner Mutter mit Wertschätzung begegnet, erlangt von Gott "Verzeihung der Sünden". "Wer seine Mutter achtet, gleicht einem Menschen, der Schätze sammelt."

Ich erinnere mich noch an einen aus Erfahrung gewonnenen Spruch, den ich in meinem Elternhaus immer wieder hörte. "So wie einer mit seinen alten Eltern umgeht, so gehen einmal seine Kinder mit ihm um, wenn er alt wird." Dafür gab es im Ort lebendige Beispiele.

Noch mehr: wie Kinder mit ihren alt gewordenen Eltern umgehen, ob barmherzig oder unbarmherzig, so wird Gott einmal mit ihnen umgehen.

Selbst angesichts des eigenen Todes hat Jesus noch für seine Mutter gesorgt und sie seinem Lieblingsjünger Johannes - dessen Fest wir gestern feierten - ans Herz gelegt "Siehe deine Mutter", sagte er vom Kreuz herab zu seinem Freund.

Immer gilt für Eltern wie für Kinder

6 Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder[4]

"und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt."

Und wie sieht es mit dem Untertan sein aus? Die Kinder den Eltern, die Frau dem Mann? Der Epheserbrief hat aller Unterordnung und allem Gehorchen die eine Überschrift gegeben: "Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus."[5]

[1] 1. Lesung: Sir 3, 2-6.12-14 2. Lsg. Kol 3,12-21 Ev Lk 2,22.39-40

[2] Lk 2,22

[3] Johannes Paul II Familiaris consortio 8

[4] Eph 5,1

[5] Eph 5,21

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