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Predigten

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Lesejahr B 2014/12 bis 2015/11

Predigt - Homilie am 


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Im Reich Gottes gedeiht die Saat

1 Jesus räumt dem Reiche Gottes in seiner Verkündigung den ersten Platz ein.
Jesus beginnt seine Verkündigung mit einer wunderbaren Verheißung "Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.“[1]
1.1 Die Sendung der Apostel und der Kirche
Die Apostel erhielten schon zur Zeit des irdischen Lebens ihres Meisters die Sendung, die Frohe Botschaft vom Reiche Gottes auch ihrerseits zu verkünden.“[2] Auch nach Pfingsten bleibt das Reich Gottes das zentrale Thema der Verkündigung, selbst beim hl. Paulus.

Die βασιλεία τοῦ ϑεοῦ - die Königsherrschaft Gottes - bei Markus und die βασιλεία τοῦ oὐρανῶν - die Himmelsherrschaft meinen das Gleiche.[3] Wenn Jesus die Herrschaft Gottes in den Mittelpunkt seiner Predigt rückt, stellt er letztlich klar, dass Gott für ihn die Mitte ist. 88mal kommen beide Begriffe im NT vor.

1.2 Das Reich Gottes steht in Jesus vor der Tür
Wunder sind die Zeichen, daß dieses Reich nunmehr angebrochen ist, und lassen dessen Bedeutung erahnen. Mit seinem Anbruch nimmt die Herrschaft des Satans, der Sünde und des Todes über den Menschen ein Ende. "Wenn ich durch den Geist Gottes die -Dämonen austreibe, so ist damit das Reich Gottes zu euch gekommen".[4] Daraus folgt, daß eine Entscheidung notwendig ist: Man muss sich -bekehren, die Forderungen des Reiches auf sich nehmen, um Jünger Jesu zu werden.

Die Gottesherrschaft wurde schon im ersten Bund erfahrbar

2  Israel als Bereich der Gottesherrschaft
2.1 Wird offenbar in der Erwählung Israels
Israel weiß, dass es seine Existenz und seinem Bestand nicht der eigenen Geschicklichkeit und Tüchtigkeit verdankt, sondern der Erwählung durch Gott. Durch Mose sagt  Gott den Israeliten, warum er sie aus der Knechtschaft Ägyptens befreit und in das verheißene Land führt. “Ich nehme euch als mein Volk an und werde euer Gott sein. Und ihr sollt wissen, dass ich Jahwe bin, euer Gott, der euch aus dem Frondienst in Ägypten herausführt." Ex 6,7

2.2 Lange Zeit verstand Israel sich als das Reich Gottes.
Der Richter Gideon spricht es aus vor der Versammlung Israels aus, die ihn zu ihrem  Herrscher machen will: "Ich will nicht über euch herrschen, und auch mein Sohn soll nicht über euch herrschen; der Herr soll über euch herrschen."[5]

"Satt und fett geworden" wenden sie sich anderen Göttern zu und verlangen nach dem Beispiel der sie umgebenden Völker nach einem irdischen König.[6] Und wie reagiert Gott auf ihr Ansinnen, das der Prophet Samuel vor Gott bringt? "Hör auf die Stimme des Volkes in allem, was sie zu dir sagen. Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen: Ich soll nicht mehr ihr König sein."[7]

Wer Gott seinen Retter in allen Nöten und Bedrängnissen verwirft, wird auch mit hineingerissen in das irdische Versagen, in den Machtmissbrauch der Herrschenden.

Die Mahnung des Psalm 146 kommen aus den negativen Erfahrungen mit den weltlichen Herrschern Israels: "Verlasst euch nicht auf Fürsten, auf Menschen, bei denen es doch keine Hilfe gibt."[8]

2.3 Gott richtet seine Herrschaft mit einem Rest Israels immer wieder neu auf
Selbst nach der totalen Niederlage, der Zerstörung des Tempels, der Verschleppung eines Großteils der Bevölkerung nach Babylon, schenkt Gott ihm einen neuen Anfang. Durch den Propheten Ezechiel[9] verkündet Gott dem Volk, er werde es wieder in seinem heimatlichen  Boden  einpflanzen, wie man den Ableger eines Baumes in den Boden einsetzt. Der Baum wird wachsen und blühen. Die Völker sollen Gottes Macht und Größe erkennen.

Gottes Herrschaft ist also immer eine der Barmherzigkeit. Diese Hoffnung strahl im Lobgesang des Zacharias auf “Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung der Sünden.  Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe."[10] 

3 Das Gleichnis von der wachsenden Saat gegen alle Verzagtheit
3.1 Als Säen und ernten noch Handarbeit waren
Als mein Großvater jung war – zu Beginn des 20. Jahrhunderts – waren säen und ernten noch reine Handarbeit. Heute fahren die Landwirte mit Riesentraktoren und mit damit verbundenen Maschinen auf die Felder um  in einem Arbeitsgang zu säen.

Das gleiche geschieht beim Ernten. Der Mähdrescher erledigt den ganzen Erntevorgang von Anfang bis in Ende in einem Arbeitsgang. So entsteht der Eindruck säen und ernten sei alles nur Menschen- oder Maschinenwerk.

3.2 Gott sät und erntet
Wir werden daher nicht übersehen, dass Gott die Erde so geschaffen hat, dass sie durch unsere Mitarbeit Frucht bringt und uns ernährt. Weil Gott zwischen allem ist, wächst die Saat und wird die Ernte möglich.  „Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre."[11]

Je mehr heute durch Elektronenmikroskope in die Geheimnisse der Schöpfung Einblick bekommen, umso mehr begreifen wir das göttliche Mysterium, das im Allerkleinsten gegenwärtig ist, im Senfkorn genauso wie im weiblichen Ei und in der männlichen Samenzelle. Gott kann aus Kleinstem ganz Großes machen, und der kann das Große ganz klein machen.

Mit dem Gleichnis von der wachsenden Saat will Jesus uns sagen, dass wir keinen Grund haben zu verzagen, wenn wir vom verborgenen und geheimnisvollen Wachstum des Gottesreiches nicht viel sehen können. Am Tag der Ernte wird es offenbar werden.

3.3 Unsere Ehre IHM zu gefallen [12]
Gottes Herrschaft ist eine milde und barmherzige.

Deshalb werden seine Reich suchen und seine Herrschaft zulassen; denn "Barmherzig ist er allen, die ihm in Ehrfurcht nahn" singen wir in einem Lied.[13]

Darum können wir uns ihm ganz und vorbehaltlos anvertrauen. So wie wir es in der 3. Strophe von »Gott ist gegenwärtig« [14] heute singen werden:

"da liegt unser Wille,
Seele, Leib und Leben
dir zum Eigentum ergeben.
Du allein sollst es sein,
unser Gott und Herren,
dir gebührt die Ehre." 

[1] Mt 6,33
[2] Mt 10,7
[3] Apg 19,8; 20,25; 28,23.31
[4] Mt 12,28
[5] Ri 8,23
[6] Deut 31,20
[7] 1 Sam 8,7
[8] Ps 146,3
[9] Ez 17,22-24
[10] Lj 1,77
[11] Mk 4,20
[12] 2 Kor 5,10
[13] NGL 393/2
[14] NGL 387
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