Startseite | Zur Person | Informationen | Filme | Predigten | Podcast | Meditationen | Fundgrube | Dias | Kontakt
Boxbild
  Druckversion   Seite versenden

Predigten

Übersicht

Lesejahr B 2017/12 - 2018/11

Predigtthema

Klicke auf die unten stehenden Überschrift, um zu Text oder gesprochenem Wort zu kommen
===>> Gottesdienst Vorlage zum ansehen oder herunterladen
===>> Predigt im Orginalformat lesen oder herunterladen
===>> Predigt im Orginalformat mit Bildern lesen oder herunterladen

===>> Predigt als Podcast anhören oder herunterladen


Kommt zum Herrn, dem lebendigen Stein.
1 Die Klarheit der Form
1.1 Klarheit tut heute not
1.2 "Gib Klarheit unsren Augen, Herr"
1.3 Klarheit auch in geistlichen Dingen
2 Jesus Christus, der lebendige Stein
2.1 Die Weihepräfation verkündet uns die Bedeutung des Altars
2.2 Alle anderen Zeichen im Altarraum hängen mit dem Altar zusammen.
2.2.2 Unübersehbar ist an der Chorrückwand das große Kreuz
2.2.3 Über dem Kreuz schwebt die Krone
2.2.4 Die vier Szenen am Fuß des Osterleuchters erinnern uns
2.2.5 Zwischen Kreuz und Altar steht eine Plastik, die uns Jesus zeigt, der ein Herz für uns hat
3 Maria und Joseph - Zeugen des Glaubens - dem Volk Gottes ganz nahe
3.1 Das Bild Mariens, der Patronin unseres Gotteshauses, ist uns jetzt ganz nahe
3.2 Das Gestalt des heiligen Josef verschmilzt mit seiner Zimmermannssäge
4 Gottes Ehre ist unsere Ehre
4.1„Halte dich am Altar fest, dann kann dir niemand etwas anhaben.“
4.2 "Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre."
beiden Heiligen
4.3 die im Kirchenschiff inmitten der Gläubigen stehen.
4.4 Gott lädt uns alle ein – zum Herrn den lebendigen Stein zu gehen


Kommt zum Herrn, dem lebendigen Stein.
1 Die Klarheit der Form
1.1 Klarheit tut heute not
Unsere Welt von heute ist unübersichtlich geworden. Vieles drängt sich uns auf. Wichtiges und Unwichtiges sind heillos vermischt. Denken Sie nur an die Medien, was sie uns alles ins Haus liefern. Neben Schönem, Interessanten auch viel Tingeltangel, viel Mist.
In einem Morgenlied singen wir:
„Du schenkst uns diese gute Zeit; gib Klarheit unseren Augen, Herr, und führe uns auf deinem Weg, dass wir nicht in die Irre geh‘n.“
1.2 "Gib Klarheit unsren Augen, Herr"
Die Klarheit der Form kann mithelfen, dass die Augen klar sehen. Die Klarheit dieses gottesdienstlichen Raumes, die durch nichts Überflüssiges verstellt wird, ist das Ergebnis der Renovierung und der Neugestaltung des Altarraumes. Der Künstler Heinrich Schreiber aus Kronach hat uns dabei sehr geholfen. Er starb vor einem Jahr um diese Zeit.
Viele neugierige Besucher dieser Kirche haben die Klarheit des Raumes als wohltuend erfahren. Und sie haben begriffen, dass weniger oft mehr ist.
1.3 Klarheit auch in geistlichen Dingen
brauchen wir einer Zeit, wo der Glaube in Herzen vieler Christen verdunstet und nur noch vage Vorstellungen über das Wesentlich Christliche vorhanden sind. Klarheit braucht der Geist und die Seele des Christen in einer Zeit, wo alle möglichen Sekten sich breitmachen und viele verführen. Abhängigkeit und Unfreiheit, Ausbeutung und seelischer Ruin sind nicht selten das Ergebnis.
Mitten im Lärm und Durcheinander unserer Epoche braucht die Seele Orte, wo sie ausruhen kann und zugleich sich geistlich auferbaut. Unsere Filialkirche hat durch die Renovierung und Neugestaltung eine solche Ausstrahlung erhalten. "Gib Klarheit unsren Augen, Herr, und führe uns auf deinem Weg, dass wir nicht in die Irre gehn."[1]
Die Mitte einer jeden christlichen Kirche ist
2 Jesus Christus, der lebendige Stein
Der Altar, den ich im Auftrag des Herrn Erzbischofs Dr. Karl Braun 1996 segnen durfte, ist Bild für Jesus Christus.
Seine Form weist uns auf das hin, was Christus für uns bis zum Tod am Kreuz getan und im Abendmahlsaal seinen Jüngern aufgetragen hat. Das tragende Teil hat die Form des Kreuzes. Darauf ruht die Tischplatte. An den geschliffenen Stellen können Sie die ganze Kostbarkeit des Materials erkennen. Es ist Granit vom Waldstein, dessen Steinbrüche in der Kuratie Sparneck liegen, wo ich neben der Pfarrei Münchberg 10 Jahre als Seelsorger tätig war.
2.1 Die Weihepräfation verkündet uns die Bedeutung des Altars
Hier feiern wir das Gedächtnis des Opfers Christi, das er am Kreuz dargebracht hat. Wörtlich heißt es: "Um das Gedächtnis dieses Opfers zu feiern, rufst du dein Volk voll Liebe zusammen um den Tisch deines Sohnes". Zugleich ist er "die Mitte unseres Lobens und Dankens". „Er sei der Tisch, an dem wir das Brot des Lebens brechen und aus dem Kelch der Gemeinschaft trinken."
Die Weihepräfation verdeutlicht, wozu der Petrusbrief uns auffordert: "Kommt zum Herrn, dem lebendigen Stein." Sie singt: "Zu Christus treten wir hin, zu dem lebendigen Stein; auf ihm wächst deine Gemeinde empor zu einem heiligen Tempel." [2]
2.2 Alle anderen Zeichen im Altarraum hängen mit dem Altar zusammen.
2.2.1 Der Ambo, an dem uns das Wort Gottes verkündet und ausgelegt wird;
denn so sagt der heilige Paulus: "Der Glaube kommt vom Hören." Hier wird der Same des Wortes Gottes ausgestreut und nährt unseren Glauben, unsere Hoffnung und unsere Liebe.
Die Ähre mit dem vollen Korn auf seiner Schauseite sagt uns: Wo das Wort Gottes aufgenommen wird und sich in die Seele einwurzelt, dort bringt es reiche Frucht.
2.2.2 Unübersehbar ist an der Chorrückwand das große Kreuz.
In seinen Längsbalken ist der Tabernakel eingelassen, in dem die heilige Eucharistie aufbewahrt wird. Die Tabernakeltür zeigt zwei Füße, welche von der Hand des Herrn gewaschen werden. Seine Hingabe bis zum Tod am Kreuz war der Sklavendienst, den er für uns auf sich nahm.

2.2.3 Über dem Kreuz schwebt die Krone
Gott hat auf die Hingabe Jesu mit der Auferweckung von den Toten geantwortet. Er hat ihn zum Herrn der ganzen Schöpfung, zum König des Alls gemacht. Durch die Erhöhung Jesu beim Vater ist für uns das Kreuz zum Zeichen des Heils und des Sieges geworden. Dies wird sichtbar, wenn an Ostern das Grabtuch wie eine Siegesfahne am Kreuz hängt
Die Auferweckung des Herrn ist kein Wunschdenken, sondern er, der Auferstandene, ist den erwählten Zeugen erschienen.
2.2.4 Die vier Szenen am Fuß des Osterleuchters erinnern uns
Der Auferstandene erscheint den Frauen, die ihn im Grabe suchen;
er geht mit den beiden Jüngern nach Emmaus und sie erkennen ihn, als er ihnen das Brot bricht;
er erscheint der Maria von Magdala, die glaubt man habe ihn aus dem Grab weggenommen;
er zeigt dem Thomas seine Wundmale und sagt ihm "Selig, die nicht sehen und doch glauben.“[3]
Auf diesem Leuchter brennt die Osterkerze, das Zeichen des Auferstandenen, der durch seine Auferstehung Licht in das Dunkel des Todes gebracht hat.

2.2.5 Zwischen Kreuz und Altar steht eine Plastik, die uns Jesus zeigt, der ein Herz für uns hat.
In der Feier seines Opfers und Mahles, im Hören seines Evangeliums geht uns auf, was wir im Lied singen: "Gott hat ein Herz für den Menschen: Jesus ist dieses Herz."
Immer am ersten Freitag des Monats begehen wir den Herz-Jesu-Freitag, der dieses Geheimnis des Glaubens in uns vertieft.

3 Maria und Joseph - Zeugen des Glaubens - dem Volk Gottes ganz nahe
3.1 Das Bild Mariens, der Patronin unseres Gotteshauses, ist uns jetzt ganz nahe.
Sie hat uns den Messias geboren, der uns den Frieden Gottes gebracht hat. Paulus sagt von Jesus Christus: "Er ist unser Friede". Groß ist in den Augen Gottes, wer dem Frieden, den Gott schenkt, dient.
Durch Ihr Ja zum Plan Gottes hat sich Maria ganz in den Dienst der Versöhnung Gottes mit den Menschen gestellt. Das macht sie groß in den Augen Gottes. Darum nennen wir sie Königin des Friedens.
Als dieses Gotteshaus 1959 geweiht wurde, hatten alle Menschen in unserem Volk erlebt, wohin das aus falschem Denken kommende Überheblichkeitsgebahren, wohin Rassissmus und heidnisch-germanischen Lebensweise führt: in ein Meer von Blut und Tränen, in maßlose Zerstörung und den Verlust der Heimat für Millionen von Menschen.
Die Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung war sehr stark. Maria steht auf der Seite derer, die sich nach Frieden sehnen und Frieden stiften.
3.2 Das Gestalt des heiligen Josef verschmilzt mit seiner Zimmermannssäge.
Er war ein Handwerker, der aus dem tiefen Vertrauen zu Gott und aus einem hohen Verantwortungsgefühl lebte. Körperliche Arbeit und Frömmigkeit sind bei ihm ineinander verzahnt. Wie wichtig das ist, haben wir in der Zeit der Renovierung sehr stark erleben dürfen.
Viele Gemeindeglieder haben ihre handwerklichen Fähigkeiten und ihre Arbeitskraft für das Haus Gottes zur Verfügung gestellt, allen voran unser Kirchenpfleger Fritz Fischer.
Vom heiligen Josef heißt es: er war gerecht. Ja, er war in den Augen Gottes richtig. Er wusste körperliche Arbeit und Gottesfurcht miteinander zu verbinden. Er war sensibel für den Anruf und den Auftrag Gottes. Er hat es Jesus ermöglicht im Schutze einer Familie aufzuwachsen und heranzureifen.
4 Gottes Ehre ist unsere Ehre
Von diesem Jesus, so zitiert der heilige Petrus den Propheten Jesaja, sagt Gott: "Seht, ich lege in Zion einen auserwählten Stein, einen Eckstein, den ich in Ehren halte; wer an ihn glaubt, der geht nicht zugrunde."
Vor vielen Jahren sagte mir mein Beichtvater:

4.1„Halte dich am Altar fest, dann kann dir niemand etwas anhaben.“
Das heißt doch, halte dich Jesus Christus fest, der an seinem Altar in seinem Wort, in seinem Opfer und Mahl dir besonders nahe ist. Diesen Jesus hält Gott in Ehren. Aber nicht nur ihn. Der Petrusbrief verheißt:

4.2 "Euch, die ihr glaubt, gilt diese Ehre."[4]
Weil wir an Jesus Christus glauben, weil wir in der Taufe zu ihm hinzugetreten sind, ist die Altarweihe eine Ehre, die Gott uns zuteil werden lässt. Darum sagt Jesus im Johannesevangelium: „Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.“[5]

4.3 Zur Ehre Gottes lebten die beiden Heiligen, die im Kirchenschiff inmitten der Gläubigen stehen.
Der heilige Wendelin mahnt uns, mit der Schöpfung Gottes und unseren Mitgeschöpfen – den Tieren verantwortlich und sie hütend umzugehen.
Der heilige Bruder Konrad hat es uns vorgelebt, wie ein Christ an seinem Lebensplatz zur Ehre Gottes leben soll: Freundlich, ausdauernd und geduldig mit unseren Mitmenschen umzugehen und das auch dann noch tun, wenn sie uns Probleme machen.

4.4 Gott lädt uns alle ein – zum Herrn den lebendigen Stein zu gehen
Beim Betreten der Kirche sehen wir zu beiden Seiten den Kreuzweg unseres Herrn. Auch unser Leben ist oft ein Kreuzweg. Mit Jesus können wir das Kreuz unseres Lebens tragen, ohne daran zu zerbrechen. Wir dürfen es auf sein Kreuz und auf den Altar legen, das zum Siegeszeichen über Sünde, Tod und Teufel wurde.

Am Beginn eines jeden Gottesdienstes werden wir uns in einem Akt des Glaubens vor Gottes Angesicht fragen, wie bin ich in dieser Woche mit den Schöpfung Gottes und mit meinen Mitmenschen umgegangen. Habe ich sie mit den Augen Jesu als seine Brüder und Schwestern gesehen und bin ich ihnen beigestanden?

Der Altar ist die sichtbare Einladung an uns: "Kommt zum Herrn, dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen, aber von Gott auserwählt und geehrt worden ist."[6]

 
[1] Brevier
[2] 1 Petr 2,4
[3] Joh 20,29
[4] 1 Petr 2,7
[5] Joh 12,26
[6] 1 Petr 2,4
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.Ok, verstanden.