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Lesejahr B 2017/12 - 2018/11

Predigtthema

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 INHALTSANGABE

Erneuerung des Bundes und Ernte

1 • Das Glück der Kinder
2 •Jahwe - das Glück des Volkes Gottes
2.1 Jahwe, der Gott Israels, befreit sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens
2.2 Die lebensfeindliche Wüste verlangt Zweifaches vom Volk Gottes
2.3 Getragen und geführt
3•In Jesus Christus erneuert Gott seinen Bund und öffnet ihn für die ganze Menschheit
3.1 Jesus selbst offenbart sich im Evangelium als der Hirt für alle
3.2 „Die Ernte ist groß“
3.3.1 Er sieht das Volk vor sich
3.3.2 Wir wundern uns
3.3.3 Die Erntewochen sind für den Bauern die angespanntesten und arbeitsreichsten im ganzen Jahr
3.4•Die Wichtigkeit der Erntearbeiter
4•Gott ist der Herr der Ernte
4.1 Der Herr der Ernte ist demnach Gott, nicht wir Menschen, auch nicht die Kirche
4. 2 "Für uns und um unsres Heiles willen" ist schließlich der Sohn Gottes Mensch geworden
5•Der Ruf des Herrn geht uns alle an
5.1 Kein Christ so tun, als ginge ihm dieser Ruf nichts an
5.2 Angesicht seines Todes, beim Abendmahl, weitet Jesus diesen Bund aus auf die ganze Menschheit
5.3 die Zeit der Ernte jedes Jahr

Erneuerung des Bundes und Ernte
1 • Das Glück der Kinder
besteht darin, dass sie von ihren Eltern angenommen und geliebt sind. So können sie sich entfalten und zur Selbständigkeit heranwachsen. Sie sind froh, dass sie zu ihren Eltern gehören und stolz, deren Namen zu tragen.
Leider gibt es heute viele Kinder, denen diese Nestwärme fehlt, und andere, die im Brutofen der Verwöhnung ersticken. Sie brauchen sowohl den Schutz ihrer Eltern, wie auch deren Geleit. Die Eltern müs­sen ihnen aber auch die Chance geben, sich zu bewähren und selbständig zu werden.
2 •Jahwe - das Glück des Volkes Gottes
2.1 Jahwe, der Gott Israels, befreit sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens
Sie erleben ihn als den Ich-Bin-Da, der wie der Adler, der König der Lüfte, für seine Jungen, für sein Volk sorgt und ihm durch seine Nähe Nestwärme und Geborgenheit schenkt. Er führt es aber auch hinein in die Wüste, um es zu erproben.
2.2 Die lebens­feindliche Wüste verlangt Zweifaches vom Volk Gottes
•Einmal, dass sie zusammenhalten; denn nur als einige Gemeinschaft können sie in der Wüste überleben und deren Gefahren bestehen.
•Zum anderen, damit ihr Sinnen und Trachten vom Unwesentlichen befreit, sich auf das Wesentliche, auf den Grund ihrer Existenz konzentriert: auf Jahwe, dem die ganze Erde gehört und dem sie als sein heiliges Volk gehören.
In der Befreiung aus dem Sklavenhaus Ägypten erfährt sich das Volk Gottes, von Jahwe
2.3 Getragen und geführt
„Auf Adlerflügeln habe ich euch getragen und hierher zu mir gebracht.“ In der Wüste will er ihnen begegnen, spricht er zu ihnen durch Mose, seinen Knecht, schließt er den Bund mit ih­nen. Nicht mehr mit einem Einzelnen wie damals mit Abraham, sondern mit dem ganzen Volk.
Das Volk Gottes ist dazu berufen, im Hören auf Gott und im Halten der Bundessatzung der ganzen Erde und allen Menschen sichtbar zu machen, dass die ganze Erde und alle Menschen Gott gehören. Israel soll „ein Reich von Priestern“ und „als ein heiliges Volk“ Jahwe gehören.
So führt Jahwe sein Volk durch Prüfung und Bewährung in das Land der Verheißung. Dort wird das geschehen, was er durch Mose wenig später verkündet „Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, unter dei­nen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören“[1]
Dieses Wort Gottes erfüllt sich in Jesus Christus.
3•In Jesus Christus erneuert Gott seinen Bund und öffnet ihn für die ganze Menschheit
3.1 Jesus selbst offenbart sich im Evangelium als der Hirt für alle
die führungslos und alleingelassen in dieser Welt umherir­ren. Er ruft Menschen in seine Nachfolge, damit sie wie er die Menschen heimholen zu Gott.
Er sagt nicht: Die Sünde ist groß, die Gottlosigkeit ist groß. So reden wir heute. Nein, er sagt etwas sehr Positives
3.2 „Die Ernte ist groß“
3.3.1 Er sieht das Volk vor sich
Es ist wie ein Feld voll reifer Frucht, das darauf wartet geerntet zu werden. Jeden einzelnen sieht er als goldbraunen Halm, der eine schwere Ähre trägt.
Alle diese vielen namenlosen Köpfe sind für ihn keine stumpfe, irrende Herde, sondern, schön aus dem Erdboden gewachsen, eine einzige sommerliche Erfüllung dessen, was der Winter entbehrt und der Frühling verheißen hatte. Weil er Gott ist, sieht er jeden in seiner Einmaligkeit und Schönheit
3.3.2 Wir wundern uns
Die Jünger damals haben sich auch gewundert, das zu hören. Es braucht schon die Augen Jesu, die Augen des Reiches Gottes dazu, um da, wo sich in der Tat lauter Sünde, Gottlosigkeit und Elend breit machen, eine einzige große Ernte zu sehen. Das bedeutet doch, dass es im Grunde gut steht mit den Leuten, zumindest mit denen, die Jesus hören wollten und zu ihm hinströmten.
3.3.3 Die Erntewochen sind für den Bauern die angespanntesten und arbeitsreichsten im ganzen Jahr
Die Zeit drängt, denn es gilt die Ernte rechtzeitig einzubringen, bevor sie durch einen Schlechtwettereinbruch verdirbt. Die Erntezeit ist auch eine Heils- und Freudenzeit, weil die lang ersehnten und erwarteten Früchte eingeholt werden können.
3.4•Die Wichtigkeit der Erntearbeiter
Woran es fehlt, um die Ernte in die Scheuern Gottes zu bringen, sind die Erntearbeiter: "Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter." Das Problem scheint dran zu liegen, da es nicht genügend Menschen gibt, die bereit sind, die Ernte einzubringen. Im Reiche Gottes scheint es gerade umgekehrt zu sein, wie in unserem derzeitigen Wirtschaftsleben. Da gibt es mehr Arbeit Suchende als bezahlte Arbeit.
Auch die Kirchen werden sich in Zukunft weniger bezahlte Arbeiter leisten können. Die jährlich sinkenden Kirchensteuereinnahmen zwingen zum Umdenken und zum Sparen. Jeder Pfarrei muss rechtzeitig Rücklagen bilden, um den Gebäudeunterhalt in Zukunft bewältigen zu können.
Jesus fordert seine Jünger auf: "Bittet also den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende."
4•Gott ist der Herr der Ernte
4.1 Der Herr der Ernte ist demnach Gott, nicht wir Menschen, auch nicht die Kirche
Die Erntearbeiter und -arbeiterinnen schickt und sendet er. Wenn ihm an seiner Ernte liegt, könnte er da nicht genügend Erntearbeiter schicken. Wieso sollen wir ihn um Erntearbeiter bitten? Es geht ja schließlich um mich, um jeden von uns. Auch mein Leben und das eines jeden von uns soll bei der Ernte Gottes eingebracht werden.
4. 2 "Für uns und um unsres Heiles willen" ist schließlich der Sohn Gottes Mensch geworden
Alles was Gott tut, tut er für uns. Nicht er braucht uns, sondern wir brauchen ihn. Ohne ihn haben wir keine Zukunft. Deshalb tut er nichts ohne uns. Seine Frohbotschaft, sein Heil wurde uns durch seine Erntearbeiter vermittelt, durch Eltern, Priester, Katecheten, Lehrer, Mitmenschen. Uns liegt also daran, dass wir und unsere Mitmenschen Ernte Gottes werden.
Also darf in unseren Gemeinden die Bitte an Gott nie verstummen, doch Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Das Gebet um geistliche Berufe ist ein Auftrag Jesu. Einmal im Monat, am Vorabend des Herz-Jesu-Freitag laden wir die Gemeinde dazu ein, damit nicht in Vergessenheit gerät, dass dies ein Anliegen aller Christen ist.
Der besondere Dienst der Priester uns für den Dienst am Heil Gottes zu bereiten. Jeder getaufte und gefirmte Christ wird daher auf seine Weise mithelfen, dass die Ernte Gottes eingebracht werden kann.
5•Der Ruf des Herrn geht uns alle an
5.1 Kein Christ so tun, als ginge ihm dieser Ruf nichts an
als wäre das nur eine Aufgabe für ein paar haupt­amtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen. Durch jeden von uns sollen die Menschen spüren:  Gott ist da, er ist mitten unter uns.  Heilend und hel­fend werden daher die Jünger zunächst in ihrer allernächsten Umgebung tätig sein. Zu den verlorenen Kindern des Hauses Israel sollten die Jünger z.Z. Jesu zuerst gehen.
5.2 Angesicht seines Todes, beim Abendmahl, weitet Jesus die­sen Bund aus auf die ganze Menschheit
Sein „Fleisch und Blut“ d.h. er selber wird mit seiner Ganzhingabe zum Zeichen des Bundes, den Gott mit allen schließt, die an ihn als den von Gott geschenkten Erlöser glau­ben und auf ihn hören.
  Nicht nur auf den Felder, den Wiesen und Gärten kommt
5.3 die Zeit der Ernte jedes Jahr
Machen wir die Augen und das Herz auf, ob nicht auch in unserer aller nächsten Nähe, in unserer Nachbarschaft, in unserem Bekanntenkreis, im Verein, in dem wir tätig sind, an unserem Arbeitsplatz nicht auch jemand auf uns wartet, dass wir ihn hinführen zu Jesus, zur Gemeinschaft der Glaubenden, zum Ernteplatz Gottes.
In der Firmung hat Gott jeden von uns gesendet, zu seinem Erntearbeiter gesalbt und gesandt. Daher wird zu der Bitte, dass Gott doch Arbeiter in seine Ernte aussende, noch dazukommen: Ich bin bereit, Herr, sende mich!
 

[1] Dtn 18,15
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