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Lesejahr A 2019/12 - 2020/11

Predigtthema: Immanuel - Gott mit uns

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Immanuel - Gott ist mit uns
1 Bewegende Ereignisse
2 Eine von Gott geschenkte Ermutigung
3 Vertrauen und bitten
3.1 Gott schenkt die Rettung, denen, die ihn fürchten
3.2 Jesus Christus ist für uns der von Gott geschenkte Retter
4 Gott gibt seine Zeichen auch heute
1917 begann in Russland die
1917 Die Muttergottes erscheint in Fatima
5 Die Menschen machen “Geschichte”, aber Gott ist der Herr der Geschichte.
5.1 Wo Menschen Ihm vertrauen und an ihn glauben, wird Gott ihr Geschick wenden
5.2 Manchmal erleben wir das Eingreifen Gottes wie im Traum
5.3 Auch bei Josef war es so
5.4 Wir dürfen und müssen Gott, um sein rettendes Eingreifen bitten

Immanuel - Gott ist mit uns[1]
 1 Bewegende Ereignisse
Es sind heuer 30 Jahre, dass 1989 unerwartet die Gewaltherrschaft des sowjetischen  Kommunismus zerbrach. Nach 40jähriger  Knechtschaft gewannen die Völker Osteuropas ihre Eigenständigkeit wieder. Es war etwas eingetreten, was bei uns im Westen kaum jemand erwartet hatte.

Glückliche Umstände! - sagten manche. Wir Glaubende beurteilen diese Vorgänge anders. Es ist

2 Eine von Gott geschenkte Ermutigung
Nicht die Mächtigen allein bestimmen die Geschichte der Menschen, sondern letztlich Gott. Er verwandelt die Resignation der Menschen in Mut. Er schenkt die Kraft, sich der Gewaltherrschaft entgegenzustellen, selbst wenn es das Leben kostet.

In der Lesung aus dem Propheten Jesaja hörten wir, wie Gott durch seinen Propheten sein Volk inmitten der Belagerung, in einer aussichtslosen Situation also ermutigt:

“Bewahre die Ruhe und fürchte dich nicht. Sein Herz soll nicht verzagen, wegen dieser beiden Holzscheite, dieser rauchenden Stummel.”[2]

So werden die Angreifer und Belagerer, die Könige von Damaskus und dem Nordreich Israel genannt, die gegen Jerusalem gezogen sind. Die Ermutigung enthält eine Zusage:

“Das kommt nicht zustande, das wird nicht geschehen.”[3]

Hatte nicht Erich Honecker bei der 40 Jahrfeier des SED Regimes in Ostberlin verkündet, dass die Mauer noch in 100 Jahren Bestand haben werde? Ließ sich damals der Führer Rumäniens nicht wenige Wochen vor seiner Entmachtung als begnadeter Führer feiern?

Mit Maria, der Begnadeten Gottes und Magd des Herrn, singt oder betet die Kirche jeden Tag in der Vesper, dem Kirchlichen Abendgebet, im Magnifikat:

“Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.”[4]

3 Vertrauen und bitten
3.1 Gott schenkt die Rettung, denen, die ihn fürchten,

die ihn in ihrem Leben ernst nehmen und als ihren Schöpfer, Erhalter und Erlöser anbeten. Jesaja sagt es eindringlich:

“Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.”[5]

Er sagt aber auch zum König:

“Erbitte dir ein Zeichen”[6]

Das Vertrauen auf Gott, der uns retten will, und die Bitte um sein rettendes Zeichen, gehören zusammen. Der König Ahas verweigert Gott dieses Vertrauen. Damit ist das davidische Königtum ohne Zukunft. Gott selber gibt ein Zeichen:

“Seht die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel geben - Gott mit uns.”[7]

Nach dem Untergang des davidischen Königshauses wurde schon im Alten Testament diese Verheißung auf den Messias gedeutet. So tun wir Christen es von Anfang an.

3.2 Jesus Christus ist für uns der von Gott geschenkte Retter
 Seine rettende Tat wirkt durch die Zeiten. Daß die Revolution in der DDR unblutig verlaufen ist, hängt wesentlich damit zusammen, dass sie vom Gebet der Christen begleitet wurde. In den Gotteshäusern ist der friedfertige Mut gewachsen und gestärkt worden. „Mit allem haben wir gerechnet nur nicht Gebet und Kerzen,“ sagte nachher ein Vertreter der der damals Mächtigen.

 

4 Gott gibt seine Zeichen auch heute
1917 begann in Russland die kommunistische Revolution
Sie brachte eine furchtbare Unterdrückung und Verfolgung der Christen mit sich. Ungezählte starben den Märtyrertod, wurden deportiert und ihrer Menschenwürde beraubt.

1917 Die Muttergottes erscheint in Fatima
 Sie gibt den 3 Hirtenkindern den Auftrag,  alle sollen für die Bekehrung Russlands den Rosenkranz beten. Auch in unserer Gemeinde tun an jedem 13. des Monats viele Gläubige.

Trotz blutiger Unterdrückung blieb der Glaube in Russland lebendig und kann heute wieder offen gelebt werden.

Wer hätte es für möglich gehalten, dass der Kremelchef Gorbatschow 1989 den Papst in Rom besuchen würde?  1989 die Mitternachtsmesse aus dem litauischen Wilna übertragen wird.

Viele junge Christen wurden während der stalinistischen Verfolgung in die Kohlebergwerke in Workuta oder nach Sibirien verschleppt. Es gibt erschütternde Glaubenszeugnisse darüber.

Aus Feinden werden Freunde. Es hat einen Sinn,  um den Frieden und die Versöhnung zu beten. Das heute so wichtig wie eh und je.

Wir bitten Gott, er möge die Herzen bewegen und sie zur Liebe verändern. Und es gilt nach wie vor, was Maria im Magnifikat besingt: die ihre Macht missbrauchen stößt Gott vom Thron.

 

5 Die Menschen machen “Geschichte”, aber Gott ist der Herr der Geschichte.
5.1 Wo Menschen Ihm vertrauen und an ihn glauben, wird Gott ihr Geschick wenden;
wo Menschen ihn um sein rettendes Eingreifen bitten, werden sie eines Tages die Wende erleben. Denn er hat uns seinen Sohn als das rettende Zeichen gegeben, als Immanuel - als Gott mit uns.

5.2 Manchmal erleben wir das Eingreifen Gottes wie im Traum
Als Israel unerwartet nach langjähriger Verbannung aus der baylonischen Verbannung heimkehren durfte, da sangen sie:

“Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
da waren wir alle wie Träumende.
da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel.                
Da sagte man unter den anderen Völkern:
der Herr hat an ihnen Großes getan.”[8]
5.3 Auch bei Josef war es so
Als er aus dem Traum erwacht, weiß er, dass Gott am Werk ist; und er tut, was zu tun ist.

Die Schwester eines befreundeten Pfarrers aus der DDR schrieb mir zur Zeit der Wende:

“Wenn wir die Tagesereignisse verfolgen, denken wir immer wieder, daß wir träumen. Es ist sagenhaft. Eine Diktatur nach der anderen kippt um. Uns bleibt noch, die Einheit Deutschlands zu erreichen.”

5.4 Wir dürfen und müssen Gott, um sein rettendes Eingreifen bitten
Was Reinhold Schneider inmitten der Finsternis der Gewaltherrschaft der Nazis niedergeschrieben hat, gilt noch immer:

“Allein den Betern kann es noch gelingen
das Schwert von unsern Häuptern aufzuhalten
und diese Welt der richtenden Gewalten
durch ein geheiligt Leben abzubringen..
Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt
und Menschenhochmut auf dem Markte feiert
indes die Beter sich verhüllen
bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt
und in den Tiefen, die kein Aug entschleiert
die trocknen Blumen sich mit Leben füllen.”

[1] Homilie zu Jes 7,1-14
[2] Jes 7,4
[3] Jes 7,7
[4] Lk 1,50-52
[5] Jes 7,9
[6] Jes 7,11
[7] Jes 7,14
[8] Ps 126
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