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Lesejahr 2011 (A)

Homilie zuTitularfest MARIA - REGINA PACIS - KÖNIGIN DES FRIEDENS IN RÖDLAS

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Maria Königin des Friedens in Rödlas Pfarrei St. Michael / St. Augustinus Neunkirchen a. Brand

Maria Königin des Friedens in Rödlas Pfarrei St. Michael / St. Augustinus Neunkirchen a. Brand

Maria Königin des Friedens für uns
1 Mit Christus und Maria mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt[1]
Hier in unserer Kirche sind Maria und ihr Kind als gekrönte Häupter dargestellt. Schon der Psalm 8 singt vom Menschen „Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott. Hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.“[2] Im Buch Jesus Sirach werden die in der Erbnachfolge des Hohenpriesters Aaron stehenden Priestern aufgefordert: „Nun lobt den gütigen Herrn, der euch mit Ehre gekrönt hat.“[3] Der aus der schöpferischen Macht und Liebe hervorgegangene Mensch darf sich als »Krone der Schöpfung verstehen.“
Von Jesus Christus, den Gott für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt hat, sagt der Hebräerbrief zu Gott sprechend: „Du hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.“ [4] Und wir sehen ihn nun „um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.“ [5]
Die Offenbarung des Johannes verkündet den sieben Gemeinden Jesus Christus als »den treuen Zeugen, den Erstgeborenen der Toten, den Herrscher über die Könige der Erde«. „Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut; er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater.“[6]
Dies alles in uns aufnehmend spüren wir, mit ihrem verherrlichten Sohn Jesus Christus ist Maria Königin. Auf die Worte der heiligen Schrift hörend erkennen wir
2  Gottes Gerechtigkeit stellt unsere menschlichen Maßstäbe auf den Kopf
Der Gedenktag Maria Königin bestätigt es.
2.1  Maria war nicht Herrscherin sondern Dienerin
Sie wurde nicht groß durch Machtanwendung und Gewalt, sondern von Gott aus Gnade erwählt und durch den Boten Gottes angesprochen stellt sie sich dem Heilsplan Gottes für die Menschen ganz zur Verfügung.
Sie war nicht reich im irdischen Sinn, doch an Glauben und Offenheit für Gottes Pläne, an Liebe zu den nach Erlösung dürstenden Menschen. Darum grüßen wir sie als Königin und zugleich als Mutter der Barmherzigkeit.
2.2 Maria ließ sich in Dienst nehmen für den Frieden
Wer dem Heilsplan Gottes sich zur Verfügung stellt und dem Heil und Leben seiner Mitmenschen dient, schafft und stiftet Frieden. Weil Maria beides lebte verehren wir sie als Königin des Friedens. Als die Völker 1917 auf dem Tiefpunkt des 1.Weltkriegs sich gegenseitig abschlachteten, hat Benedikt XV die Anrufung „Maria Königin des Friedens, bitte für uns“, in die Lauretanische Litanei eingefügt.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die frühere Kapelle in Rödlas erweitert und vergrößert, damit auch die heimatvertriebene Katholiken in Ermreuth und Gleisenhof einen Ort der gemeinsamen Zuflucht hatten. Unsere Filialkirche bekam den Namen »Maria Königin des Friedens«. Das war vor über 50 Jahren. Seitdem leben wir im Frieden. Aber überall auf der Welt toben Krieg und Terror.
Dem Frieden dienen in unseren Familien, in der Nachbarschaft, im Ort dazu mahnt uns der Name unserer Kirche und das heutige Titularfest unserer Filialkirche in Rödlas - »Maria Regina Pacis - Maria Königin des Friedens«.
3 In Jesus Christus ist uns der Friede Gottes geschenkt,
die Fülle seiner Heilsgaben, die alles Begreifen übersteigt, sagt der heilige Paulus.

3.1 Noch mehr: »Christus ist unser Friede«
Er verbindet, was sich feindlich gegenübersteht. Er reißt die Menschen und Völker trennende Scheidewand nieder, die zu Haß und Krieg führen.
Maria hat ihr ganzes Leben dem Dienst an Jesus Christus geweiht, der ihr durch den Engel als Sohn des Höchsten verkündet wurde, dessen Herrschaft kein Ende haben wird.[7] Deshalb haben die katholischen Christen in Zeiten des Krieges und der Entzweiung die Fürbitte Mariens angerufen und tun es bis heute. Maria, Königin des Friedens bitte für uns!

3.2 Maria ist Königin des Friedens
Nicht nur auf Erden hat sie dem Werk ihres Sohnes gedient, sondern sie steht ihm auch vom Himmel her zu Seite.
Wie ein roter Faden zieht sich durch die heutigen Messtexte diese tröstende und aufbauende Wahrheit. Zuerst

3.2.1 Im Geheimnis der Menschwerdung
Sie ist die demütige Magd des Herrn, "die aus Gabriels Mund die Botschaft vernahm und in ihrem jungfräulichen Schoß den Fürsten des Friedens empfing" (Präfation; vgl. Evangelium)[8], der "uns den Frieden wiedergebracht" hat, "da er in sich das Niedrigste mit dem Höchsten versöhnt hat“. (Kommunionvers)
Ihr Dienst am Frieden zeigt sich

3.2.2 im Geheimnis des Leidens
Denn sie ist "die getreue Mutter, die unerschrocken aushielt unter dem Kreuz, an dem (ihr) Sohn in seinem Blute Frieden gestiftet hat zum Heil aller Menschen“. So besingt es die Präfation; Ihr Dienst am Frieden, der die Menschen aller Sprachen und Rassen verbindet, zeigt sich:
3.2.3 Im Pfingstgeheimnis
Denn die selige Jungfrau, die "Jüngerin des Friedens", erwartete "im Gebet mit den Aposteln... den Geist der Einheit und des Friedens, der Liebe und der Freude" singt die Präfation Gott preisend.
3.2.4 An den Festen und Gedenktagen der Königin des Friedens
Bitten die versammelten Gläubigen Gott, auf ihre Fürsprache der Kirche und der Menschheitsfamilie zu gewähren:
- den Geist der Liebe: "damit wir alle... einander als Brüder und Schwestern lieben" (Tagesgebet) ; "Gütiger Gott,... schenke uns den Geist der Liebe" (Schlussgebet) ;
- die Gaben der Einheit und des Friedens: "gewähre deiner Familie die Gaben der Einheit und des Friedens" (Gabengebet) ; "damit wir alle in friedlicher Gemeinschaft einander... lieben" (Tagesgebet) ; "damit der Friede, den (Christus) uns hinterlassen hat, in uns und durch uns wirksam wird" (Schlussgebet) ;
- die Sicherheit der Zeit: gib "unserer Zeit die ersehnte Sicherheit" (Tagesgebet).

4 Dem Schalom Gottes dienend ganz von Gott angenommen
           Wir bekennen von Maria, dass sie als ganzer Mensch von Gott aufgenommen ist in den Himmel und vom Vater und von Christus zur Königin des Himmels gekrönt wurde. Auch für uns erhoffen wir, von Gott im Himmel mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt zu werden.
           Was wird die Krönung unseres Lebens einmal sein? Doch dass wir als ganze Menschen an der Fülle der Liebe und des Lebens Gottes, an seinem Schalom teilhaben werden. Im letzten Gesätz des glorreichen Rosenkranzes werden wir daran erinnert, Christus hat seine Mutter «im Himmel gekrönt«.
           Am Königtum Jesu Christi, an seiner Herrlichkeit hat mit Maria teil: Wer hier auf Erden, wie Christus, wie Maria dem Heil der Menschen und dem Frieden dient, wie Maria offen ist für die Pläne Gottes, inmitten der Kirche betend und arbeitend am Reich Gottes mitarbeitet, sein persönliches Kreuz und die Kreuze unserer Zeit mit Christus trägt.
            Deshalb werden wir sie in allen Nöten des Lebens als unsere Fürsprecherin bei ihrem Sohn anrufen. Denn, so sagt der 1159 zu Gott heimgegangene Amadeus von Lausanne, „Ein Meer göttlicher Gaben strömt von ihr aus, und sie selber gießt über das dürstende Volk der Gläubigen in verschwenderischer Fülle jene Gnade aus, durch die sie alle überragt.“ [9]

[1] Ansprache zum Titularfest »Maria Königin« in Rödlas 21.8.2011
[2] Ps 8,6
[3] Sir 45,25
[4] Hebr 2,7
[5] Hebr 2,9
[6] Offb 1,5f
[7] vgl Lk,32f.
[8] Lk 1,26-38
[9] (Lektionar zum Stundenbuch II/6 S.322)

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