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Lesejahr 2013 (C)

Predigt am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel in St. Michael Neunkirchen

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Wer glaubt wird selig

1 Die Schönheit der Gnade
1.1 Mit Blumen und Kräutern
  • sind Sie heute »am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel« in die Kirche gekommen, um durch Christus im Heiligen Geist Gott zu loben und zu preisen für das, was er an Maria Großes getan hat.
  • Schon im Leib ihrer Mutter ist sie vom ersten Augenblick ihres Lebens an die Immaculata, die ganz und gar Erlöste und Begnadete; Gott bereitete sie so wunderbar, um seinem Sohn in Maria Mensch werdend "eine würdige Wohnstatt zu bereiten."
  • Von jedem Makel der Sünde frei sollte Maria ihre menschliche Natur dem Sohn Gottes geben, so dass er Gott und Mensch zugleich ist. So ist sie die Mutter Jesu und Theotokos – Gottesgebärerin[1] - geworden.
1.2 Alle preisen sie selig
  • „Etwas Himmlisch-Mächtiges drängt in den Seligpreisungen durch.“ „Sie sind ... Kunde vom Durchbruch einer heilig-höchsten Wirklichkeit“.[2]
  • So von Gott ausgestattet, steht durch Jesu Auferstehung die von Maria stammende menschliche Natur in Jesus mit auf zur Herrlichkeit Gottes.
  • Daher, so bekennt die Katholische und orthodoxe Kirche, ist Maria nach Jesus der erste Mensch, der unverwest an der Auferstehung ihres Sohnes Anteil hat und als ganzer Mensch mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ist.
  • So ist an ihr wahr geworden, was sie im Magnifikat Gott preisend besingt „Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.“[3]
1.3 Erde und Himmel freuen sich
  • Der Eingangsvers der heutigen Messfeier spricht nicht nur von unserer Freude, sondern jubelnd singt er: "Mit uns freuen sich die Engel und loben Gottes Sohn." Sie loben den menschgewordenen und auferstandenen Sohn Gottes, weil Maria seine Mutter, von der er sein Menschsein hat, nun bei ihm und mit ihm verherrlicht ist.
  • Darum freuen sich heute Himmel und Erde über die Vollendung Mariens bei und mit ihrem Sohn in der Herrlichkeit Gottes.
2 Selig, die geglaubt hat
  • Dem Lobgesang der mit Jesus schwangeren Maria geht die Seligpreisung Mariens durch die vom Heiligen Geist erfüllte Elisabeth voraus: "Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ."[4]
Es gibt zwei Arten von Seligkeit: eine irdisch vergängliche und eine himmlische, ewig unvergängliche.
2.1 Irdisch selig sind wir
Wenn wir Schönes erleben, wenn wir uns geliebt wissen. Wer zu tief ins Glas geschaut ist vielleicht weinselig. Aber irdische Seligkeit ist meist von kurzer Dauer oder „ein Versprechen, das nicht gehalten werden kann.“[5]
2.2 Ewig selig werden
  • Fängt hier auf Erden schon  und vollendet sich bei Gott.
  • Selig nennt die Heilige Schrift jene Menschen, die sich von Gott geliebt wissen. Ihre Seligkeit ist Gott selbst, der den Menschen teilnehmen lässt an seiner Herrlichkeit, an dem unerschöpflichen und unvergänglichen Reichtum seines Wesens. Denn „wir werden ihn sehen, wie er ist.“[6]
  • Selig ist, wer in Gott den einzig tragenden Grund seines Lebens erkennt und sich von ihm in Dienst nehmen lässt.
  • Selig ist, wer wie Maria Gott glaubt und sich seinem Heilsplan mit den Menschen zur Verfügung stellt.
  • Selig ist, wer wie die Gottesmutter dem Boten Gottes glaubt: „Bei Gott ist nichts unmöglich.“[7] So durfte Maria erfahren, dass Gott in ihr Mensch wird nicht durch die Zeugung eines Mannes, sondern durch die Kraft seines heiligen Geistes, nicht auf natürliche, sondern übernatürliche Weise.
  •  Was Menschen für unmöglich halten, das hat sie an ihrem Sohn Jesus erfahren: Gott hat ihn von den Toten auferweckt.
  • Was viele heute für unmöglich halten, das verkündet uns die Kirche am heutigen Tag „Gott hat Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen.“ Gott ist ihre ganze Seligkeit. Darum nennen wir sie die allerseligste Jungfrau Maria.
  • In seiner Enzyklika „Lumen Fidei - Licht des Glaubens“ sagt Papst Franziskus von Maria „die Mutter des Herrn ist eine vollkommene Ikone des Glaubens, wie die heilige Elisabeth ausrief: 'selig ist die, die geglaubt hat'."[8].
3 Wie Maria werden wir in das Bekenntnis des Glaubens mit hineingenommen
 Der Papst schreibt in seiner Enzyklika im Schlusskapitel. Was sich an der seligen Jungfrau Maria erfüllt hat, die Konsequenzen und die Wirkungen ihres Glaubens, das ist für jeden Glaubenden bedeutsam.
3.1 Per Mariam ad Jesum - Durch Maria zu Jesus
  • Die Enzyklika stellt klar heraus „Maria ist durch ihre Beziehung zu Jesus eng mit dem verbunden, was wir glauben. In der jungfräulichen Empfängnis Jesu in Maria haben wir ein klares Zeichen der Gottessohnschaft Christi. Der ewige Ursprung Christi ist im Vater; er ist der Sohn in vollem und einzigartigem Sinn; und deshalb wird er in der Zeit geboren ohne Zutun eines Mannes.“[9]
  • Wer Maria abgelehnt oder gering achtet, auf ihr Leben und Beispiel nicht schaut, der verliert auch schnell die Wahrheit über Jesus Christus aus dem Blick und aus dem Herzen.
  • Für diese Menschen ist dann Jesus vielleicht ein großer Mensch oder ein Religionsstifter wie Mohammed, Buddha und andere, aber nicht der von Gott gesandte Retter und Erlöser der Welt und des Menschen.
Als Zweites werden wir durch Maria mit hineingenommen in das Mysterium Jesu Christi
3.2 Jesus ist Sohn Gottes und Sohn Mariens
  • In der Enzyklika »Licht des Glaubens¡ stellt Papst Franziskus die katholische Wahrheit über Jesus Christus am Schluss nochmals klar heraus.
  • „Als Sohn kann Jesus der Welt einen neuen Anfang und ein neues Licht bringen, die Fülle der treuen Liebe Gottes, der sich den Menschen übergibt.“[10]
  • Jedes Mal im Glaubensbekenntnis bekennen wir von Jesus dem Christus „empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.“[11]
  • Die Gottes-Mutterschaft Mariens gehört also zu den wesentlichen Aussagen des christlichen Glaubens.
  • Der Papst sagt in der Enzyklika: „die wirkliche Mutterschaft Marias hat sichergestellt, dass der Sohn Gottes eine echte menschliche Geschichte hat und ein wahres Fleisch, indem er am Kreuz sterben und von den Toten auferstehen konnte. Maria begleitete ihn bis unter das Kreuz, von wo aus sich ihre Mutterschaft auf jeden Jünger ihres Sohnes erstrecken sollte.“[12]
Und als Drittes werden wir im Bekenntnis des Glaubens mit hineingenommen in die Vollendung Mariens.
3.3 Mit Maria sind wir in der Kirche Jesu, um mit ihr verherrlicht zu werden
  • So ist die selige Jungfrau Maria und Gottesmutter auch in ihrer Verherrlichung tief mit der Kirche Jesu Christi verbunden.
  • Die Enzyklika sagt „nach der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu war sie auch im Abendmahlssaal zugegen, um mit den Aposteln um die Gabe des Geistes zu beten[13]. Der Strom der Liebe zwischen Vater und Sohn im Geist hat unsere Geschichte durchlaufen; Christus zieht uns zu sich, um uns retten zu können[14].“
  •  Die Marienerscheinungen der letzten 160 Jahre zeigen die intensive Mitwirkung der Gottesmutter Maria am Heilswerk ihres Sohnes - an der Erlösung der Menschen.
  • Als die Immaculata ruft sie im Namen ihres Sohnes die Kirche und die Welt zur Umkehr und zur geistlichen Erneuerung. Nur so kann es eine gute Zukunft hier auf Erden geben und das ewige Leben im Himmel bei Gott.
  • Wie bei der Hochzeit in Kana sagt die in den Himmel mit Leib und Seele aufgenommene Gottesmutter zu uns auf der Erde: „was er euch sagt das tut!“[15]
  • Darum schließt Papst Franziskus das letzte Kapitel seiner Enzyklika mit den Worten: „In der Mitte des Glaubens steht das Bekenntnis zu Jesus, dem Sohn Gottes, geboren von einer Frau, der uns durch die Gabe des Heiligen Geistes in die Gottes Kindschaft hinein führt.“[16]
  • Es gilt also: „Wer glaubt wird selig.“
 

[1] Konzil von Ephesus 431
[2] Romano Guardini, Der Herr S.80
[3] Lk 1,48
[4] LK 1,45
[5] Paul Claudel, Der seidene Schuh
[6] 1 Joh 3,2
[7] Lk 1,37
[8] Lk 1,45
[9] LF 59
[10] LF 59
[11] Apostolisches Glaubensbekenntnis
[12] LF 59
[13] vgl Apg 1,14
[14] vgl Jh 12,32
[15] Joh 2,5
[16] LF 59
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