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Predigten

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2009

Homilie an Allerseelen in St. Michael Neunkirchen

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Geborgen in Gott

1.  Wie haben gläubige Angehörige des ersten Gottesvolkes 100 Jahre vor Christi Geburt das Sterben ihrer Angehörigen verarbeitet?
  • Im 2. Makkabäerbuch, aus dem wir die 1. Lesung hörten, wird mehrfach der Glaube an die leibliche Auferstehung ausgesprochen. Nicht alle Juden haben diesen Glauben geteilt. Z.Z. Jesu wurde er von den Sadduzäern bestritten. Freilich annehmbar ist ein solcher Glaube nur für den, der an die Macht des lebendigen Gottes glaubt. Diese Schrift des Alten Testaments spricht von der Zukunft derer, die in Frömmigkeit, also auf Gott ausgerichtet, ihr irdisches Leben in seine Hände zurückgebend sterben. Die Zurückbleibenden halten sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für jeden hinterlegt ist, der in Frömmigkeit stirbt.
  • Typisch für die Frömmigkeit des Gottesvolkes ist Abraham. Sein demütiges Gottvertrauen bewährt sich auch in den schwierigsten Lebenssituationen und mündet in die völlige Hingabe an Gott. Genau das meint auch die Bezeichnung Islam für die Muslime: die völlig Hingabe an Gott.
  • Die Stelle 2 Makk 12, 45 ist im Alten Testament die einzige Stelle, die ausdrücklich von einem Läuterungszustand nach dem Tod und von der Fürbitte für die Verstorbenen spricht. Heilig und fromm nennt die Lesung solches Verhalten; wer sich im Sterben ganz und gar Gott hingibt, wie Jesus gehorsam wird bis zum Tod, für den wird Gott auch nach dem Sterben und irdischen Vergehen mit seiner schöpferischen Liebe da sein.
2. In der 2. Lesung will uns Paulus die Augen öffnen für die Zeit der Kirche.

Diese wie auch eines jeden Lebenszeit vollzieht sich zwischen der Auferstehung Jesu und seiner Wiederkunft in Herrlichkeit.
  • An jenem Tag werden alle, die durch Glauben und die Taufe zu Christus gehören, ihm entgegengehen, um für immer bei ihm zu sein. Das ist die Hoffnung, die es den Christen unmöglich macht, traurig zu sein wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Keiner der glaubt, bleibt zurück, löst sich nur auf in Materie. Wer an Tod und Auferstehung Jesu glaubt, den »wird Gott durch Jesus zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen«.[1]
3. Im Evangelium[2] erweckt Jesus seinen seit drei Tagen im Grab liegenden toten Freund Lazarus zum Leben, aber zum vergänglichen Leben.
  • Doch weist diese Totenerweckung über das vergängliche Leben hinaus: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“, sagt Jesus zu Marta. Er wird das Licht des Lebens haben, er wird gerettet werden. „Glaubst du das?“
  • Die Frage ist an uns gerichtet, an uns Christen des 20. Jahrhunderts. Marta hat mit ihrem Bekenntnis zu Jesus als dem von Gott gesandten Messias und Retter geantwortet. Er selbst offenbart sich ihr in einem Ich-BIN-Wort als das Leben und die Auferstehung aller an ihn Glaubenden.
4. Alles entscheidet sich daran, ob wir uns wie Marta im irdischen Leben zu Jesus Christus als dem Messias und Sohn Gottes bekennen,

der in die Welt kam und Mensch wurde, um Gottes Liebe und Erbarmen den Menschen zu verkünden, wie sie zu sterben und von Gott auferweckt für immer bei ihm zu leben als Erster Entschlafenen, der vom Tod Auferweckten.
  • Was Jesus im Evangelium zu Marta spricht, sagt er zu jedem, der sich zu ihm bekennt: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben."[3]
  • Unter dieser Verheißung stehend können wir angesichts des eigenen Todes und der vielen von uns zu Grabe getragen lieben Menschen Eucharistie, den Tod und die Auferstehung Jesu, sein Opfer und Mahl feiern; Denn wir sind gestorben und unser Leben ist mit Christus verborgen in Gott. [4] Das Leben des Glaubenden ist dem Zugriff aller nicht göttlichen Mächte entzogen. Auch der Tod kann ihm nichts anhaben.

[1] 1 Thess,4,14
[2] Joh 11,17-27
[3] Joh 11,25f.
[4] Kol 3,3
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