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Predigten

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Lesejahr B 2018/12 - 2019/11

Predigtthema

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„Jesus und der Vater werden in uns wohnen“
1. Beistand haben wir allemal nötig
Ist jemand in der Familie gestorben, bedanken sich die Angehörigen für den Beistand in schweren Tagen und Wochen.
 Wichtig ist vor allem, dass uns jemand beisteht, wenn wir in ungewohnte Lebensverhältnisse kommen.
Wenn ein Kind in die Schule kommt, braucht es den Beistand der Lehrer, wenn es gilt, Schreiben Lesen und Rechnen zu lernen.
Wenn ein junger Mensch eine Lehre beginnt, braucht er einen Meister, der ihm beisteht und zeigt, wie es geht.
Jesus sichert uns seinen Beistand nach seinem Weggang aus dieser Welt zu als er noch ganz sichtbar greifbar hörbar bei den Seinen ist. Das macht die Eindringlichkeit seiner Zusage deutlich.
2. Sich bergen beim gekreuzigten und auferstandenen Herrn
Der Beistand der Menschen ist begrenzt, weil wir begrenzte und vergängliche Wesen sind. Darum rät uns der Psalm118 "Besser sich zu bergen beim Herrn als auf Menschen und auf Fürsten zu bauen.“
Mit seiner Himmelfahrt hört die sichtbare Gegenwart Jesu auf. Er wird auf eine neue göttliche Weise bei den an ihn Glaubenden sein.
2.1 Die neue Gegenwart Jesu ereignet sich, wenn wir ihn lieben
Unsere Liebe zu ihm zeigt sich im Festhalten an seinem Wort. Sein Wort vereinigt uns mit seinem Vater. Denn es stammt von ihm.
Durch Jesus kommt der Vater mit seiner ewigen Liebe zu uns, geschieht die Einwohnung des Sohnes und des Vaters und des Heiligen Geistes, der ja in Person die Liebe des Vaters zum Sohn und des Sohnes zum Vater ist.
Das ist unsere Würde, die unserer Seele und unserem Leib geschenkt ist. Wir sind nicht nur Geschöpfe Gottes, sondern intime Wohnung des dreifaltigen Gottes;
Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, den der Vater uns auf die Bitte des Sohnes schenkt.[1]
2.2 Was geschieht durch die Einwohnung Gottes in uns?
Der Vater sendet im Namen Jesu den Heiligen Geist, der das Werk Jesus in uns lebendig hält und vollendet: „Er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“
Dieses Wirken des Heiligen Geistes befreit uns von aller Beunruhigung und Verzagtheit. Macht uns zu Menschen unbesiegbarer Hoffnung.
In Gottes Liebe geborgen kommt der Friede in uns zur Wirkung, wie ihn die Welt nicht, sondern nur Jesus geben kann.
Wo Gott wohnt, da braucht der Mensch keine Angst mehr zu haben; denn da ist Platz zum Leben, hat die Freude und Hoffnung Heimatrecht; herrscht Friede, ein Friede, wie ihn Menschen nie geben und schaffen können.
 Lebensfeindliche Mächte, Unheil und Tod sind entmachtet.
Je lebendiger unsere Liebe zu Jesus ist, je mehr wir an seinem Wort festhalten, desto sicherer geschieht die Einwohnung Gottes im Menschen. Aber Gott drängt sich nicht auf.
2.3 Gott bei uns und in uns einlassen
2.3.1 So vieles will heute bei uns eintreten.
Wir brauchen nur den Fernseher oder den Computer einschalten.
Leicht vergessen wir, dass Gott vor der Tür unseres Hauses und unseres Herzens steht und anklopft.
Manchmal öffnen wir gottfeindlichen Mächten die Tür, ohne es zu merken. Und Gott bleibt draußen. Die Folgen sind schrecklich. Ein Psychotherapeut sagt: "Die Angst vor dem Nichts ist der Preis, den die Menschen Europas  seit 200 Jahren für den Glaubensabfall zahlen.“
Es sind bei uns Kräfte am Werk die Gott aus allen Lebensbereichen entfernen wollen. Kein Wunder, dass Korruption, Lüge und Betrug, Ausbeutung und Gewalttat immer mehr um sich greifen. Ab 1917 wurde im »Lied Wildgänse rauschen durch die Nacht« gesungen »Die Welt ist voller Morden«[2]. Das ist sie immer noch
2.3.2 Gott wohnt, wo man ihn einlässt.
Darauf kommt es an, dass wir ihn hereinlassen in unsere Überlegungen, in unsere Freuden und Feste, in unsere Sorgen und Nöte; dass wir mit ihm rechnen im Alltag.
In der Gemeinschaft der Kirche an Gott zu glauben, ihn bei uns einzulassen, ihn bei uns wohnen zu lassen, bedeutet nicht, dass wir vor Schwierigkeiten bewahrt werden.
Aber es bedeutet die Zusage, dass wir in Not und Scheitern, in Krankheit und Sterben gehalten sind und durchhalten können.
3 Zusammenfassung
Der Dichter Christian Morgenstern gesteht:
                        "Ich habe mich in Gott verloren.
                        Aber Gott will nicht,
                        dass wir uns in ihm verlieren,
                        sondern dass wir uns in ihm finden,
                        das aber heißt,
                        dass wir Christus in uns
                        und damit uns in ihm finden.

Zum Schluss ein wegweisendes Wort
„Der Herr verheißt denen, die mit ihm leben wollen, anstelle seiner äußeren Gegenwart das innere Leben, den Trost und das Feuer seines Geistes. Durch den Geist will er künftig wesentlicher und mächtiger bei ihnen sein als bisher in aller Sichtbarkeit des irdischen Daseins.“ [3]

[1] Röm 5,5
[2] Lied „Wildgänse rauschen durch die Nacht“
[3] Bernhard  Welte
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