Anzeigen

 

Haus Moriah Schönstatt-Lexikon Schönstatt-Lexikon ONLINE - Liste der Artikel

 Text
Engling-Weihe
Lothar Penners

Josef-Engling-Weihe (oder -Akt) meint in der Schönstatt-Bewegung den Nachvollzug des Lebensangebots, das einer der jugendlichen Mitgründer Pater Kentenichs, Josef >>Engling, gegen Ende des Ersten Weltkrieges an der Front vollzog. Im Weihegebet an Maria hieß es: "... Dein bin ich. Verfüge über mich und das Meinige, ganz wie es Dir gefällt. Wenn es sich jedoch mit Deinen Plänen vereinbaren lässt, lass mich ein Opfer sein für die Aufgaben, die Du unserer Kongregation gestellt hast..." (vgl. Menningen, Maria ganz zu eigen, 315).

Diese Bereitschaft zur freiwilligen Hingabe des eigenen Lebens ging bei J. Engling einher mit einer entsprechenden Höhenlage des spirituellen Lebens: einer großen Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes und dem Geschenk mystischer Gebetsgnaden mitten im Frontleben.

Die sog. Engling-Weihe gilt gewissermaßen als Spitze der aszetischen Weihen (>>Blankovollmacht, >>Inscriptio), die sich als Stufen der spirituellen Ausreifung im "Liebesbündnis" im Laufe der Jahrzehnte herausgebildet haben.

Besonders in Krisenzeiten der Gründungsgeschichte Schönstatts (>>Schönstatt, Geschichte) wurde diese Bereitschaft zum Lebensangebot von nicht wenigen Mitgliedern der Bewegung nachvollzogen, um ihren Glauben an die Gottgewolltheit der Sendung Schönstatts und ihre Bereitschaft zu letzter Hingabe zum Ausdruck zu bringen.

Darin war immer vorausgesetzt, dass Gott ein solches Lebensangebot nach freiem Ermessen annehmen könne oder nicht. Ebenso klingt die Überzeugung mit, die ja ausdrücklich bezeugt werden soll, dass Schönstatt auf Grund des Geschenkes frei bleibender göttlicher Gnade einen nicht unwesentlichen Beitrag im Dienst Mariens für die Sache Christi und seiner Kirche leisten dürfe.

Literatur:

J. Kentenich, Worte zur Stunde. Zweite Gründungsurkunde (geschrieben zum 18. Oktober 1939), in: Schönstatt Die Gründungsurkunden, Vallendar-Schönstatt 1967, 29 63

J. Kentenich, Studie 1954. Zwanziger Brief an P. Menningen, verv.W, A 4, 236 S. (Abschrift 1969), 52-68.

B. M. Herberger, Josef Engling. Vorausgelebte Gründungsgeschichte Schönstatts, OW 1964, 63 ff.

A. Menningen, Maria ganz zu eigen, Vallendar-Schönstatt 1977, 308.

Lothar Penners

 

Schönstatt-Lexikon:
Herausgeber: Internationales Josef-Kentenich-Institut für Forschung und Lehre e.V. (IKF)
Verlag: Patris-Verlag, Vallendar-Schönstatt - All rights by Patris-Verlag -
www.patris-verlag.de
Online-Präsentation:  Josef-Kentenich-Institut e.V. (JKI)

Eingestellt von
O. B.
K. M.
Eingestellt am: 04.09.2014 19:43
  Zurück zur Übersicht
 
 

Seite drucken Seite versendenImpressum

 
 
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.Ok, verstanden.