Einführung zur Caritas-Herbstsammlung 2013

Hilf mit, den Wandel zu gestalten!

Der demografische Wandel verändert Deutschland. Wir werden weniger, wir werden älter – so lassen sich die Trends zusammenfassen. Bis 2050 nimmt unsere Bevölkerung von jetzt 82 auf 73,5 Millionen Menschen ab. Jeder dritte Bürger wird dann älter als 65 Jahre sein, 10 Millionen mindestens 80 Jahre alt.

Auch wenn dies nur Prognosen sind: Der Wandel ist schon jetzt spürbar. Manche Ortschaften im ländlichen Raum sind überaltert; vor allem junge Menschen wandern in strukturstarke Regionen ab. Das stellt uns vor große Aufgaben: Wo die Bevölkerung abnimmt, schwindet auch Infrastruktur: Läden, Schulen, Verkehrsverbindungen. In Zuzugsgebieten fehlt dagegen bezahlbarer Wohnraum. 

Mit seiner Kampagne 2015 will der Deutsche Caritasverband die Herausforderungen aufgreifen, die sich aufgrund der demografischen Entwicklung ergeben – sowohl für den ländlichen Raum als auch für die Städte. Denn der eine Lebensraum kann nicht ohne den anderen betrachtet werden. Die Auswirkungen, die ländliche Räume spüren, haben auch Folgen für die Städte. Darum gilt: Den Wandel gestalten müssen alle zusammen.

Gerade die Pflege steht vor gewaltigen Herausforderungen: Nicht allein wegen der wachsenden Zahl von Senioren. Immer mehr Menschen möchten zudem auch im Alter und bei steigendem Unterstützungsbedarf in ihrer Heimat und ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben. Daher braucht es entsprechende ambulante Versorgungs- und Betreuungskonzepte.

Die Entwicklung mitgestalten will auch die Caritas. Caritas und Pfarreien bringen gute Voraussetzungen mit diesen Wandel mitzugestalten. Sie sind nah an den Menschen, kennen ihre Sorgen, Nöte und Anliegen. Und sie haben Erfahrung, wie man Menschen vor Ort und in ihrem Zuhause unterstützen kann:  

  • Die Caritas-Sozialstationen ermöglichen pflegebedürftigen Menschen durch ambulante Pflegedienste, hauswirtschaftliche Versorgung, Hausnotruf und Beratung, weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung zu wohnen.
  • Eigene Fachstellen der Caritas beraten pflegende Angehörige, wie sie Familienmitgliedern die bestmögliche Unterstützung zuteil werden lassen.
  • Die Caritas bringt vor Ort ehrenamtliche Initiativen zusammen, organisiert Nachbarschaftshilfe und fördert freiwilliges Engagement. An inzwischen 25 Standorten verknüpft die Caritas Quartiersmanagement, Beratungsangebote und Pflegedienste mit barrierefreiem Wohnen.
  • Die Caritas hilft Familien, jungen und alten Menschen mit zu geringem Einkommen durch Mittagstische, Lebensmittelausgaben („Tafeln“), Sozialläden, Schulmaterialbörsen und Kleiderkammern (CariShops) sowie durch individuelle Zuschüsse aus Hilfsfonds.
  • In der Allgemeinen Sozialen Beratung informiert und berät die Caritas arbeitslose und bedürftige Menschen in Fragen der materiellen Existenzsicherung oder bei sozialrechtlichen Problemen.

Vor allem im ländlichen Raum stellt dieses Leistungsnetzwerk die Caritas vor große Herausforderungen. Caritas und Pfarreien wirken schon heute an der Entwicklung neuer Hilfestrukturen mit: Fahrdienste, Einkaufsservice, Mittagstische, Gruppenangebote für Menschen mit Demenz.

Doch nicht selten fehlt diesen einfachen, aber wirksamen Lösungen ein dauerhaftes finanzielles Fundament. Denn die öffentliche Hand fördert, wenn überhaupt, oft nur die Entwicklung einer neuen Idee, nicht aber deren Fortführung.

Viele Dienste kann die Caritas ganz oder teilweise nur dank Spenden anbieten. Für Ihre Spende bei der Caritas-Sammlung sagen wir daher schon jetzt ganz herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Caritas

So viel haben Sie 2014 gespendet:

Haustürsammlung 1.065.487,07 €

Straßensammlung 4.302,70 €

Kirchenkollekte 177.671,10 €

Gesamt 1.247.460,87 €