Einführung zur Caritas-Herbstsammlung 2013

Viele Familien suchen Hilfe bei der Caritas

Familien sind Leistungsträger unserer Gesellschaft. Sie sind Lernorte der Solidarität. Zuwendung, Streiten, Interessenausgleich werden in der Familie gelernt.

Gleichzeitig stehen aber viele Familien unter Druck: Nur ein Viertel aller Familien in Deutschland hat so viel Zeit füreinander, wie sie es sich wünschen. Für viele Eltern stellt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Problem dar. Andere sind wegen ihrer Kinder auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Das bestätigen auch die Zahlen aus den Beratungsstellen der Caritas im Erzbistum Bamberg: 28.555 Klienten kamen 2012. 22.350 Ratsuchende machten Angaben, ob und wie viele Kinder in ihrem Haushalt leben. Dabei ergab sich: 63 % der Klienten leben mit einer Familie. Dieser hohe Wert lässt aufhorchen. Denn der Anteil der Familien an allen Privathaushalten in Bayern beträgt nur gut 37 %.

Das zeigt: Familien haben öfter mit Problemen zu kämpfen als Ehepaare ohne Kinder oder Singles. Und wenn Schwierigkeiten auftreten, sind die Beratungsstellen der Caritas eine wichtige Ressource, eine erste Adresse für Familien.

Besondere Belastungen müssen Alleinerziehende und kinderreiche Familien meistern. Auch das belegt die Statistik der Caritas-Beratungsstellen. 5.344 Alleinerziehende suchten 2012 eine Beratung. Das sind 37 % der Klienten, bei denen Kinder im Haushalt leben. Von allen Erwachsenen und Kindern, die in einer Familie leben, gehören in Bayern aber nur 14 % zu einem Haushalt, dem ein/e Alleinerziehende/r vorsteht.

Krass ist die Diskrepanz auch bei den kinderreichen Familien. Knapp ein Viertel der Ratsuchenden mit Familie haben drei und mehr Kinder. Von allen Familienhaushalten in Bayern sind gerade einmal 12,4 % kinderreich.

Für die Beratungsstellen lautet die Konsequenz: Sie fördern Familien nicht nur durch Beratung und Begleitung. Sie fördern Familien auch durch finanzielle Zuschüsse oder durch Maßnahmen, die die Caritas zumindest mitfinanziert. So vergaben die Beratungsstellen an besonders bedürftige Haushalte im vergangenen Jahr 15.287 € als individuelle Zuschüsse, etwa damit die Familien ihre Stromrechnung bezahlen oder Medikamente kaufen konnten. Die Gelder kommen aus speziellen Hilfsfonds wie dem Familien-Gesundheits-Fonds, dem Härtefonds für schwangere Frauen oder einem Fonds zur Unterstützung arbeitsloser Menschen. 15.435 € brachten die Stadt- und Kreis-Caritasverbände auf, damit vor allem Mütter zur Kur gehen konnten. Die Kindererholung unterstützten sie mit 13.800 €; weitere 4.000 € kamen von Pfarreien und 22.300 € vom Diözesan-Caritasverband.

Soviel haben Sie 2012 gespendet

Haustürsammlung: 1.165.417,42 €

Straßensammlung: 55.363,86 €

Kirchenkollekte: 178.473,63 €

Gesamt: 1.399.254,91 €

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