Stellungnahme des stv. Diözesan-Caritasdirektors

Armut macht krank – der Sozialbericht Bayern 2012 im Spiegel der Caritas-Beratungsarbeit in der Erzdiözese Bamberg

Gerade alte Menschen sind in Bayern von Armut gefährdet. Darauf weist der stellvertretende Direktor des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg, Helmar Fexer, in einer Stellungnahme zum Bayerischen Sozialbericht 2012 hin: Die Armutsgefährdungsquote der Ab-65jährigen liegt drastisch über dem Bundesdurchschnitt (bei Frauen mit 21,2% in Bayern zu 15% in Gesamtdeutschland). Die einkommens- UND vermögensschwachen Seniorenhaushalte liegen in Bayern bei 12,2 %, in Westdeutschland bei 8,8 % . In allen fränkischen Bezirken ist die Armutsgefährdung von Senioren angestiegen.

Den Zusammenhang zwischen Krankheit und Armut verdeutlichen die Zahlen der Allgemeinen Sozialen Beratungsstellen: Von den rund 9.500 Menschen, die 2011 dort Rat und Hilfe suchten, gaben 81% als einen Grund finanzielle Probleme an, 28% machten auch gesundheitliche Schwierigkeiten geltend. Deshalb bietet die Caritas seit Jahrzehnten gerade für die Kinder dieser Menschen in den Sommerferien Erholungsmaßnahmen an. 41% dieser Kinder stammt aus Familien, die auf staatliche Unterstützung (Arbeitslosengeld, Harz IV, Sozialgeld) angewiesen sind. 66% lebt nur mit einem Elternteil zusammen. Besonders häufig leiden sie unter Aufmerksamkeitsstörungen, Infektanfälligkeiten und Allergien. Auch psychosomatische bzw. psychomotorische Beschwerden sind bei jedem 10. Kind festzustellen.

Die vollständige Stellungnahme können Sie am Ende dieser Seite als PDF entnehmen.


Downloads

Um eine Datei auf Ihren Rechner herunter zu laden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Dateinamen und wählen "Ziel speichern unter" aus dem Kontextmenü.

Stellungnahme zum Bayerischen Sozialbericht 2012 161 KB