Einführung zur Frühjahrssammlung 2010

Gemeinsam gegen Armut

Die Europäische Union hat 2010 zum Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Das sei nicht nötig, möchte man meinen. Die meisten europäischen Staaten gehören doch zu den reichen Ländern. Aber auch bei uns gibt es Armut.

In Bayern leben 2,3 % der Einwohner in „strenger Armut“, wie der bayerische Sozialbericht von 2009 festhält. Das sind knapp 290.000 Menschen. Sie müssen mit einem „Einkommen“ leben, das noch einmal deutlich unter dem Niveau der Armutsgefährdung liegt. Am häufigsten von strenger Armut betroffen sind Haushalte, bei denen die Person, die die Hauptverantwortung für den Unterhalt der Familie trägt, arbeitslos oder nicht erwerbstätig ist. Aber auch alte Menschen über 75 Jahren sind überdurchschnittlich vertreten.

Arme Menschen begegnen uns nur selten. Zwar sehen wir immer mal wieder einen Obdachlosen, der auf der Straße um ein Almosen bettelt. Doch viele Betroffene verstecken ihre Armut. Allenfalls in der Kleiderkammer, beim Einkauf in einem Sozialladen oder bei einem Mittagstisch geben sie sich zu erkennen.

Trotzdem benötigen sie unsere Unterstützung. Pfarreien und Caritas gewähren Hilfen, bieten Beratung und ermöglichen Begegnung und Kontakt:

Durch materielle Unterstützung

Geld-, Sach- und Zeitspenden sind die Grundlage für unsere Kleiderkammern, Mittagstische, Lebensmittelausgaben („Tafeln“) und Sozialläden. Immer mehr Menschen müssen solche materiellen Hilfen in Anspruch nehmen.

In der Allgemeinen Sozialen Beratung

Die Allgemeine Soziale Beratung der Caritas ist eine erste Anlaufstelle bei Problemen aller Art. Sie hilft bei sozialen und wirtschaftlichen Problemen und bei Ämter- und Behördenangelegenheiten. Sie gibt Hilfestellung bei der Beantragung von Leistungen wie Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld. Bei Bedarf vermittelt sie an spezialisierte Beratungsstellen wie Sucht-, Erziehungs-, Schwangeren-, Schuldner- oder Insolvenzberatung. Die Caritas finanziert die Allgemeine Soziale Beratung komplett aus Eigenmitteln. Immer mehr Menschen suchen hier Rat und Hilfe.

Durch den Stromspar-Check

Bei der neuen Aktion Stromspar-Check gehen Energiesparberater - eigens dafür ausgebildete Landgzeitarbeitslose - in einkommensschwache Haushalte und geben den Familien Tipps, wie sie ihre Energiekosten mit einfachen Mitteln (wie Stromsparlampen oder Steckerleisten) senken können. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Bei der Kindererholung

Die pädagogisch begleiteten Freizeiten für kranke Kinder (mit z.B. Asthma, Allergien oder chronischen Infekten) kommen vor allem sozial benachteiligten Familien zugute. 35 Euro kostet Caritas-Kindererholung pro Tag und Kind. Ein Viertel der Kosten finanzieren Caritas und Pfarreien aus Ihren Spenden.

In den Wärmestuben

Wohnungslosen und anderen bedürftigen Menschen hilft die Caritas mit Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie medizinischer Versorgung. Diese Angebote sind stark auf Spenden angewiesen.

Durch Unterstützungsfonds

Aus speziellen Fonds gewährt der Diözesan-Caritasverband in einzelnen Notfällen individuelle finanzielle Hilfen. So gibt der Familien-Gesundheits-Fonds Familien Zuschüsse, wenn sie sich Zuzahlungen oder Eigenanteile bei einer Mütterkur, Mutter- oder Vater-Kind-Kur, Familienpflege, Kinder- oder Familienerholung nicht leisten können.

All diese Hilfeangebote können Caritas und Pfarreien nur machen, weil Sie uns durch Ihre Spenden dazu in die Lage versetzen. Lassen Sie uns gemeinsam handeln, um Armut zu lindern!

Ihre Spende macht uns handlungsfähig! Helfen Sie uns helfen!

Spenden Sie bitte bei der Caritas-Sammlung!

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