Unsere Geschichte

Chronik der Caritas im Raum Coburg

1897 gründet Lorenz Werthmann in Köln den Caritasverband Deutschland.

1911 gründet der Stadtpfarrer Georg Wohlpart aus den Anliegen Caritas heraus den Krankenpflegeverein und eine Schwesternstation für „Hauskrankenpflege und Armenfürsorge“. Die „Pflege von kranken und alten Menschen und die Armenfürsorge“ sind die zentralen Aufgaben der Schwesternstation.

1916/17 „Hungerwinter“ – Versorgungsnotstand mit Lebensmitteln: Schwesternstation organisiert Lebensmittel und verteilt diese an Notleidende. Eine Suppenküche wird im Schwesternhaus eingerichtet.

1921 Gründung einer zweiten Schwesternstation in der Klinik Dr. Dreyer in Coburg.

1922 Gründung der dritten Schwesternstation in dem alten Garnisonslazarett.

1923 Bereich der Kinder- und Familienhilfe wird verstärkt in die Caritasarbeit aufgenommen (Erholungsaufenthalte für unterernährte Kinder).

1923 Caritas-Wärmestube für Notleidende wird im Schwesternhaus eingerichtet.

1929
 Ausbau der Kindererholungsmaßnahmen zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Heranwachsenden.

1934 Behinderung der Caritas-Arbeit durch den NS-Staat.

1935 Verbot der Caritassammlung durch die Nazis.

1939 - 45 Behinderung und Überwachung des Krankenpflegevereins. Dieser kann unter der nationalsozialistischen Herrschaft nur eingeschränkt arbeiten. Auf Druck der NS-Verwaltung Coburg müssen die Krankenschwestern ins Mutterhaus zurückkehren.

1945 Neuaktivierung der Schwesternstation. Nach Kriegsende – und schon vorher – treffen viele Flüchtlinge im Raum Coburg ein. Die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge wird eine Schwerpunktaufgabe der Caritas und der Schwesternstationen in den 50er Jahren. Betreuung von Flüchtlings-Unterkünften in Gaststätten, Garagen und bei Familien. Gemeinsam mit Pfarreien in Stadt und Landkreis Coburg werden Lebensmittelsammlungen durchgeführt. Aufbau von Kleiderlagern und Wärmestuben. Errichtung einer Nähstube für Flüchtlinge.

1946/47 „Hungerwinter“ – Versorgungsnotstand: Caritas-Suppenküche wird eingerichtet. Kohlen und Holz als Heizmaterial wird für Notleidende organisiert. Kleider- und Deckenlager werden an mehreren Orten in Stadt und Landkreis Coburg eingerichtet.

1947 Gründung des Caritas-Kinderkindergartens auf Schloss Hohenfels. Vorwiegend werden hier Kriegswaisen und Flüchtlingskinder betreut.

1952 Das Schloss Hohenstein wird von der Caritas zur Nutzung als Altenheim angepachtet.

1962 Errichtung einer hauptamtlich besetzten Kreis-Caritas-Stelle Coburg. (Aufgaben: Soziale Beratung, Kinder-, Mütter-, Familien- und Altenhilfe, Sozialbetreuung ausländischer Arbeitnehmer).

1963 Ausbau der „Altenfreizeiten“.

1967
 Neugründung des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Coburg als eingetragener Verein.

1967 Baubeginn des Caritas-Altenheimes St. Josef in Coburg.

1970 Eröffnung und Einweihung des Caritas Alten- und Pflegeheimes St. Josef in Coburg.

1976 Erweiterung der Wohnbereiche 5 und 6 im Caritas Alten- und Pflegeheim St. Josef in Coburg.

1978 Neubau Kapelle St. Josef im Caritas Alten- und Pflegeheim.

1979 Neubau von Jugendräumen mit Hausaufgabenbetreuung für Kinder aus dem Stadtteil Wüstenahorn in der Kükenthalstraße 19 in Coburg.

1984 Gründung des „Mobilen Sozialen Dienstes“ im Bereich der sozialen Beratung.

1985 Gründung des Fachdienstes der Schuldnerberatung.

1986 Hausaufgabenhilfe für Kinder von Spätaussiedlern wird in den Gemeinschaftsunterkünften im Raum Coburg organisiert. In den größeren Gemeinschaftsunterkünften werden von ehrenamtlichen Caritasmitarbeitern Lernräume eingerichtet.

1986/87 Konzeption, Planung und Errichtung des Schülerhortes „St. Hedwig“ in Rödental.

1987 Erweiterung des Wohnbereiches 4 im Caritas Alten- und Pflegeheim St. Josef in Coburg.

1987 Einrichtung eines Möbellagers für bedürftige Menschen in der Leopoldstraße in Coburg.

1988 Anbau eines Wintergartens für das Caritas Alten- und Pflegeheim St. Josef.

1989 Gründung des Fachdienstes der „Sozialpädagogischen Familienhilfe“ in der Stadt Coburg.

1989 Gründung des Fachdienstes der Migrationsberatungsstelle und Aufnahme der Arbeit des Sozialdienstes für Spätaussiedler.

1990 Beginn der Fachberatung für Spätaussiedler in den Kommunen Neustadt bei Coburg, Rödental und Ebersdorf. Betreuung und Begleitung der Aussiedler in den Gemeinschaftsunterkünften in Stadt und Landkreis Coburg.

1990 Umbenennung der Schwesternstation in „Caritas-Sozialstation“.

1991 Erweiterung der Hausaufgaben- und Lernhilfen für Kinder von Spätaussiedlerfamilien.

1991 - 99 Auslandshilfe: Balkankrieg:
Anfang der neunziger Jahre ergaben sich durch die politischen Umbrüche in Osteuropa und dem Balkankrieg eine langjährige Zusammenarbeit des Caritasverbandes Coburg mit Verbänden, Krankenhäusern, Schulen und sozialen Einrichtungen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Über einhundert Sammeltransporte wurden in den Städten Varaždin, Osijek, Mostar, Tuzla, Vukovar und Gospić durchgeführt. In diesen Städten wurden Soforthilfen für Flüchtlinge geleistet. Diese Hilfstransporte waren von Anfang an getragen von einer großen Solidarität der Coburger Bevölkerung und vielen Vereinen aus Stadt und Landkreis Coburg.
In Varaždin und Osijek wurden von der Caritas Coburg beschützende Wohnräume für misshandelte und vergewaltigte Mädchen und Frauen eingerichtet. Zudem wurden in diesen Städten Flüchtlingsküchen aufgebaut. Hierbei beteiligten sich auch die Coburger Firmen Sagasser und Brose.

1992 Eröffnung der Kurzzeitpflegestation.

1992 Beginn der Betreuung von Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien im Raum Coburg.

1993 Neubau des Kinderhortes LEO in Coburg.

1993 Gründung des Fachdienstes der „Sozialpädagogischen Familienhilfe“ im Landkreis Coburg.

1994 Beginn des ambulanten Mahlzeitendienstes: Essen auf Rädern.

1995 Gründung und Aufbau einer Familienpflegestation.

1995 Erste Konzeption und Planung für den Neubau eines stationären Hospizes in Coburg.

1996 Gründung des Forums „Interreligiöser und -kultureller Dialog“ im Rahmen der Migrationsberatungsstelle.

1995/96 Planung und Errichtung des Kinderhortes „Don Bosco“ in Neustadt bei Coburg.

1998 Gründung des Caritas-Betreuungsvereins.

1998 Im Stadtteil Wüstenahorn, Scheuerfelder Straße wird ein Kinder- und Jugendtreff eingerichtet.

1998 Anbau eines Wintergartens für das Caritas Seniorenheim St. Josef in Coburg.

1998 Die Schuldnerberatung wird um den Bereich der Verbraucherinsolvenzberatung erweitert.

1998 Start der sozialraumorientierten Einrichtung „Treffpunkt“ Bertelsdorfer Höhe in Coburg.

1999 Neubau der Großküche im Seniorenheim St. Josef in Coburg.

2000 Eröffnung des Caritas-Beratungshauses in der Ernst-Faber-Straße 12 in Coburg.

2000 Neueröffnung des Kleider- und Hauswarenlagers „Cari-Markt“ durch den Helferinnenkreis.

2001 Eröffnung der Heilpädagogischen Tagesstätte im Park 3 in Coburg. Betreuung und Förderung von Kindern durch therapeutische und heilpädagogische Maßnahmen.

2003 Beginn der Generalsanierung des Caritas Seniorenwohnheim St. Josef in Coburg.

2003 Beginn des Projektes: „Frühe Hilfen“ und der Bildungsreihe für Eltern: „Auf den Anfang kommt es an“.

2003 Erweiterung der Familienpflegestation.

2004 Start der Bildungsreihe: „Menschen begleiten im Alter“.

2004 Gründung des „Kinder- und Jugendhilfezirkus Francesco“. Der Jugendhilfezirkus ist ein wichtiger Bestandteil im heilpädagogischen Programm der heilpädagogischen Tagesstätte.

2006 Beginn des Familiensozialprojektes: „Familienunterstützende Elternangebote“.

2006 Bauliche Erweiterung des Kinderhauses LEO.

2007 Ausbau der Palliativpflege im ambulanten Pflegebereich.

2007 Der Caritasverband Coburg feiert sein 40-jähriges Bestehen unter dem Thema: „Mach dich stark für starke Kinder“.

2007 Gründung eines Familienstützpunktes und Elterncafés im Kinderhaus LEO: Einrichtung eines offenen Eltern- und Familientreffs zur Förderung von sozialen Kontakten, Elternbildungsarbeit und familienunterstützenden Formen der Elternarbeit.

2007 Übernahme der Trägerschaft der Obdachlosenherberge. Erweiterung der Obdachlosen- und Gefährdeten Beratung.

2008 Sieger im Wettbewerb: „Familienfreundliches Oberfranken“.

2008 Verleihung des Zertifikats: „Familienstützpunkt“ im Kinderhaus LEO.

2008 Start der Maßnahme: „Miteinander leben, voneinander lernen, gemeinsam vorankommen“ (Lechler-Projekt) im Zusammenwirken mit dem Verein: „Hilfe für das behinderte Kind“. Integration, Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung sind die herausragenden Inhalte der Maßnahme. Für Familien und Alleinerziehende mit Kindern, mit und ohne Behinderung und Migrationshintergrund wurden Angebote entwickelt zur Begegnung und Beratung, um Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu stärken.

2008 Der Caritasverband Coburg erhält den Sozialpreis des Freistaates Bayern.

2008 Aufbau von Betreuungsgruppen für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz.

2008 Einrichtung des Schulmateriallagers „Grünstift“ für Familien mit geringem Einkommen.

2009 Neubau und Umzug der Heilpädagogischen Tagesstätte in die Leopoldstraße 29 in Coburg.

2009 Auszeichnung der Caritas-Befähigungsinitiative und des Integrationsprojektes: „Per Mausklick zur Integration“ mit dem „Vorbildpreis Bayern“.

2009 Das Kinderhaus LEO erhält ein Kinderrestaurant.

2009 Umbau des Kinderhauses LEO und Erweiterung um eine Kinderkrippengruppe.

2009 Der Kinderhort LEO wird in ein Kinderhaus umgewandelt.

2010 Bau und Eröffnung der zweiten Kinderkrippengruppe im Kinderhaus LEO.

2011 Der Caritasverband wird mit dem Integrationspreis der Regierung von Oberfranken für seine Tätigkeit im Bereich der Integration ausgezeichnet.

2011 Der Caritas-Krankenpflegeverein feiert sein 100-jähriges Bestehen.

2011 Beginn des Modellprojektes: „Stadtteilmütter“.

2012 Beginn des Projektes: „Stromsparcheck Caritas“.

2013 Umbau, Erweiterung und Modernisierung der Kurzzeitpflegestation.

2014 Beginn der Jugendsozialarbeit an der Grundschule in Neustadt bei Coburg.

2014 25-jähriges Jubiläum: „Fachdienst für Integration und Migration“.

2015 Erweiterung der offenen Senioren- bzw. Demenzgruppen und Beginn des Projektes: „Anderland“ in Coburg und Bad Rodach.

2015 Aufgrund der Flüchtlingssituation wird die Fachstelle für Asylsozialarbeit erweitert.

2016 Personelle Erweiterung der Migrationsfachberatungsstelle.

2016 Erweiterung des Betreuungsvereins um den Vormundschaftsverein, Übernahme von 147 Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

2016 Spatenstich für das stationäre Hospiz in Coburg.

2016 Beginn des Quartiersprojektes in Creidlitz.

2016 Der Caritasverband wird mit dem Integrationspreis der Regierung von Oberfranken für sein Integrationsprojekt „Stadtteilmütter“ gewürdigt.

2016 Beginn der Maßnahme: „Unterstützung von Frauen mit Fluchterfahrung“.

2017 Richtfest des stationären Hospizes Coburg.

2017 Baubeginn der Tagespflege.

2017 Erweiterung und Intensivierung der Fachberatungsstellen für Asylsozialarbeit- und Migrationsberatung.

Stand: 08/2017