Eine neue Leiterin für das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Martin in Bayreuth
Diözesan-Caritasverband dankte Schwester Vinaya und führte Bozena Schiepert ins Amt ein
Klaus-Stefan Krieger
Monsignore Edagr Hagel (links) und Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein führten Bozena Schiepert (2. v. links) ins ihr neues Amt ein und dankten ihrer Vorgängerin Schwester Vinaya.
Ein verlässlicher und für das Wohl der Hausbewohner engagierter Heimträger zu sein, bescheinigte Bayreuths 3. Bürgermeisterin Dr. Beate Kuhn dem Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg. Insbesondere nannte sie seine „sorgfältige Auswahl der Leitungskräfte“. Der Anlass für das Lob – der Wechsel in der Leitung des Caritas-Alten- und Pflegeheims St. Martin – bestätigte die Einschätzung.
Denn Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein konnte gestern eine Frau mit umfassender Kompetenz ins Amt einführen: Bozena Schiepert, vor 45 Jahren in Polen geboren, hat ihren Beruf in der Altenpflege lieben gelernt, wie sie bekannte. Als sie vor 22 Jahren nach Deutschland kam, merkte sie schnell, dass sie in ihrem erlernten Beruf als Maschinenbautechnikerin nicht Fuß fassen konnte: „Ich war zu jung, zu weiblich, zu ausländisch.“ So absolvierte sie ab 1994 in Bayreuth die Altenpflegeausbildung und arbeitete ab 1996 in der Sozialstation in Kulmbach. Dort gründete und leitete sie eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz. Gleichzeitig bildete sie sich zur gerontopsychiatrischen Pflegefachkraft weiter und qualifizierte sich im Jahr 2000 zur Pflegedienstleitung. Diese Aufgabe übernahm sie ein Jahr später im Caritas-Alten- und Pflegeheim in Hollfeld und wirkte an dessen Umgestaltung zu den Caritas-Hausgemeinschaften für Senioren mit. Und die verheiratete Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder erwarb weitere Qualifikationen: als Betriebswirtin im Sozialwesen, als Qualitätsmanagementbeauftragte und als interne Auditorin. Seit 2008 studiert sie an der Hamburger Fernhochschule Gesundheits- und Sozialmanagement. Nicht umsonst bescheinigte ihr Öhlein Ausdauer und Durchsetzungsvermögen.
Seit Jahresbeginn leitet Bozena Schiepert das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Martin in Bayreuth. Sie kündigte an, die Einrichtung im Bereich der gerontopsychiatrischen Unterstützung zu spezialisieren und der Versorgung von Menschen, die schwer von Demenz betroffen sind, besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die guten Wünsche von Mitarbeitern, Heimbeirat und Ehrenamtlichen werden die neue Leiterin dabei begleiten.
Tief empfundenen Dank sagten alle ihrer Vorgängerin. Schwester Vinaya Thottathil war 1997 nach Deutschland gekommen und hatte im Kathi-Baur-Alten- und Pflegeheim St. Heinrich in Burgkunstadt die Arbeit in der Altenpflege begonnen. 2004 übernahm sie dessen Leitung, drei Jahre später wechselte sie in gleicher Funktion nach Bayreuth.
Sie habe das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Martin umsichtig geführt, sagte Öhlein und sah dies in der Traumnote 1,3 bestätigt, die das Haus vor kurzem bei der Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen erhielt. Öhlein bezeichnete Schwester Vinaya und die anderen Sisters of Mary Immaculate als „Garant für fürsorgliche Pflege und liebevolle Zuwendung“ zu den Hausbewohnern. Sterbende und deren Angehörige begleiteten sie nach christlichen Vorstellungen in der Hoffnung auf Auferstehung.
Monsignore Edgar Hagel verglich im eingangs gefeierten Gottesdienst Schwester Vinayas Arbeit mit der Funktion eines Gerüsts, das Halt gebe und den Hausbau wachsen lasse. Ein solches Gerüst sei die Ordensfrau für ihre Mitschwestern, ihre Mitarbeiter und die Hausbewohner gewesen, sagte der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes. Schwester Vinaya hob in ihren Abschiedsworten die Unterstützung des ehrenamtlichen Sozialdienstes hervor, der 2010 zu Recht den Sozialpreis der Stadt Bayreuth erhalten habe. Nun kehrt die indische Ordensfrau in die Altenpflege nach Burgkunstadt zurück.
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