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| v.l.n.r. Yee Man Fackelmann, Norbert Fackelmann, Caritasvorsitzende Angela Henke, Caritasgeschäftsführer Michael Groß |
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Die Caritas hat im Hersbrucker Stadthaus ihr Konzept für das Sebastian Fackelmann Haus vorgestellt. Das soll neben der katholischen Kirche entstehen und unter dem Motto „In der Heimat wohnen - ein Leben lang“ unterschiedlichen Menschen ein Zuhause bieten - und zwar zu einer Hartz-IV sicheren Miete. Das ist dank der Unterstützung durch die Elfriede und Sebastian Fackelmann-Stiftung möglich. Seit 2000 ist das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg im Besitz des Grundstücks an der Ecke Großviehbergstraße/Amberger Straße. Nach dem Abriss des städtischen Altenheims werkeln die Arbeiter dort nun am Aufbau des Sebastian Fackelmann Hauses. 38 Meter lang und 23 Meter breit soll der l-förmige Bau werden und Platz für fünf 1-Zimmer-Appartements, vier 1,5-Zimmer-Wohnungen und sechs 2-Zimmer-Wohnungen bereit halten. Sie alle werden barrierearm gestaltet, teilweise sogar rollstuhlgerecht. Herzstück des Hauses aber ist der Gemeinschaftsraum, der ausreichend Platz für eine große Küche mit Thekencharakter, Tische und Stühle sowie für zwei behindertengerechte Toiletten bietet. Dieses „Haus-Café“ soll nicht nur die Bewohner aus ihren Appartements locken, sondern auch Begegnungsstätte für Menschen aus dem ganzen Viertel sein. Auch für zum Beispiel kulturelle Veranstaltungen kann der Gemeinschaftsraum genutzt werden. Betreuung und Pflege in einem Mitte nächsten Jahres soll das Sebastian Fackelmann Haus bezugsfertig sein. Etwa fünf Personen aus dem Don Bosco Haus werden dann in das neue Gebäude einziehen. „Wir stehen vor der Situation, dass diese psychisch kranken Menschen alt werden“, erklärt Angela Henke, Vorsitzende des Caritasverbands im Landkreis Nürnberger Land. Ein „normales“ Altenheim aber könne die Pflege dieser Personen nicht erbringen. Denn sie brauchen neben den üblichen Altenpflege-Diensten auch weiterhin ihre psychische Betreuung. Das Sebastian Fackelmann Haus aber könne genau dies leisten, ist Michael Groß, Geschäftsführer des Caritasverbandes, überzeugt. Im Gebäude ist eigens ein Büro für eine Sozialstation vorgesehen. Zudem kann durch die Unterstützung der Fackelmann-Stiftung für zehn Jahre eine Mitarbeiterin finanziert werden, die für die Bewohner als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Und obendrein ist durch die räumliche Nähe auch weiterhin ein enger Kontakt mit dem Don Bosco Haus möglich. Die übrigen Wohnungen stehen allen Interessierten offen - ob nun Senioren, Alleinstehende oder junge Pärchen. Eine Betreuungspauschale fällt mit einem Einzug nicht automatisch an. Nur wer pflegebedürftig ist, wird auch dementsprechend versorgt. Die Schwestern der Sozialstation St. Kunigund aus Schnaittach werden diese Leistungen dann erbringen. Bei allgemeinen sozialen Fragen hilft Caritas-Mitarbeiterin Franziska Grashey weiter. Die anwesenden Bürger zeigten sich beeindruckt von dem neuen Wohnmodell. Im Namen der anwesenden Stadträte dankte Brigitta Stöber, Hersbrucks zweite Bürgermeisterin, der Caritas für ihr Engagement und der Familie Fackelmann für die finanzielle Unterstützung des Ganzen. „Ich habe mich sehr gerne daran beteiligt, nicht nur weil ich von dem Projekt, sondern auch von der gesamten Mannschaft überzeugt bin“, lobte Norbert Fackelmann. Infos beim Caritasverband im Landkreis Nürnberger Land e.V. unter Telefon 09123 96 26 80. |