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Predigt zum Ostermontag 2013

 

 

Liebe Schwestern und Brüder,

Predigten haben Sie in den letzten Tagen genug gehört: Gründonnerstag, evtl. Karfreitag, in der Osternacht und am Ostersonntag. So möchte ich heute keine große Predigt halten. Ich möchte nur versuchen, uns in die Emmausgeschichte, die wir eben gehört haben, hineinzunehmen. Irgendwie sind wir als Gemeinde hier und jetzt in Emmaus – oder auf den Weg dorthin sind; denn hier und heute sollen wir der Auferstandenen erfahren.

Wenn Sie unsere Liturgie anschauen, dann werden Sie Parallelen zum biblischen Text erkennen: 1.: Wir kommen zusammen – der Einzug des liturgischen Dienstes deutet an, dass wir – wie die Emmausjünger - miteinander auf dem Weg sind. 2.: Im Schuldbekenntnis und im Kyrie tragen wir unsere Welt, unsere Gedanken und Sorgen von Christus, unserem Herrn.  3.: Die biblischen Lesungen und die Predigt – wir reden über das, was geschehen ist.  4.: Und im Abendmahl, in den Zeichen von Brot und Wein ist Christus selbst unter uns. Die Jünger erkannten ihn am Brechen des Brotes.     Wir als Gemeinde sind unterwegs – hier im Gottesdienst.

 

Unser ganzes Leben gehen wir auf Gott zu. Manchmal scheint er zum Greifen nahe – ein anderes Mal kann ich ihn kaum oder gar nicht spüren; Er scheint weg zu sein: „Mein Gott, warum hast Du mich verlassen“. > Dafür ist das Labyrinth unserer Autobahnkirche in Himmelkron ein schönes Bild: Dieses Labyrinth führt nicht nur immer näher zum Ziel, sondern die Wege führen uns manchmal auch wieder weiter weg.

Liebe Schwestern und Brüder, wie die Jünger nicht alleine waren, sondern zu zweit, so brauche auch ich Weggefährten, die mit mir unterwegs sind - die mich durch ihre Gedanken und Fragen inspirieren. Das sind Menschen aus meiner direkten Umgebung, mit denen ich mein Leben teile – in meiner Familie, im Freundeskreis, in unserer Pfarrei, … Das sind Menschen, mit denen ich über meinen Glauben, meine Hoffnung und meinen Visionen reden kann – aber auch über meine Angst. Da sind Zweifler genauso wichtig wie Optimisten. Da entsteht Kommunikation – Gemeinschaft, in der auch Platz für Jesus ist – Hier entsteht eine Gemeinschaft, in der ich immer wieder auch etwas von der Gegenwart Jesu spüren kann – manchmal auch nicht – ganz wie dieses Labyrinth draußen: Manchmal ganz nah dran, ein anderes Mal weit weg.

 

Liebe Schwestern und Brüder, wir sind auf dem Weg – egal, welchen Beruf wir haben oder welches Amt wir in der Kirche innehaben. Wir sind Gottes Volk auf dem Weg: Jetzt in der Liturgie, im Bibelgespräch, im Gebet, auf Wallfahrten oder auch im persönlichen Gespräch. Auch außerhalb der Kirche sind Menschen auf dem Weg nach Emmaus. Nämlich immer dann, wenn sie in guter Weise miteinander umgehen und den anderen Menschen ernst nehmen in seinem Reden und mit ihm ein Stück des Lebensweges gehen.

 

 

Liebe Schwestern und Brüder, an diesem Ostermontag wünsche ich uns allen, dass wir spüren, dass gemeinsam wir auf dem Weg nach Emmaus sind, dass wir mutig weitergehen und dass wir Christus unter uns spüren.

Amen.

 

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