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Die Heilig Grab Kapelle in Neunkirchen am Brand

 

Außenansicht Ende April
Außenansicht Ende April
Geschichte der Heilig Grab Kapelle in Neunkirchen

 Schon zur Zeit des Augustinerchorherrnstiftes (1314-1555)

 befand sich vor den Toren Neunkirchens am Hang des Gugelberges bereits 1355 eine Heilig-Grab Kapelle von bescheidenem Ausmaß.

1623 wurde die baufällige Kapelle abgebrochen und in ihrer heutigen Gestalt neu erbaut von Giovanni (Hans) Bonalino,

dem Erbauer zahlreicher Kirchen im Bistum Bamberg, auch der Friedhofskirche in Gößweinstein hinter der Basilika, Die Heilig Grab Kapelle ist eines der ersten fühbarocken Kirchengebäude im Bistum Bamberg und so von besonderer kunsthistorischer Bedeutung. 1628 wurde sie durch Weihbischof Förner feierlich konsekriert. Die Rechnungen der damals schon bestehenden Heilig Grab Kapellenstiftung sind seit jener Zeit alle erhalten. Hundert Jahre später 1728 erfolgte eine umfassende Renovierung. Die jetzt aufgebrachte Fassung des Innenraumes geht nach Befunduntersuchungen auf diese Zeit zurück.

1811 im Zuge der Säkularisation wollte die Bayerische Regierung sie zum Abbruch verkaufen.

Es bildete sich damals so etwas wie eine Bürgerinitiative. Zehn Neunkirchner Bürger kauften die Kapelle, nicht um sie abzubrechen, sondern zu erhalten. Sie hießen: Andreas Merkel, Benedikt Mehl, Georg Mehl, Veit Lierheimer, Georg Polster, Michael Lang, Johann Körber, Johann Ritter, Johann Vasold, Andreas Gast.

Nach intensiven Bemühung der Pfarrei und der Kapellenstiftung erlaubte am 24.Mai 1823 die königliche Regierung Bayreuth den Wiederankauf der Kapelle zum Zwecke des Gottesdienstes. Für 1800 Gulden wurde die Kapelle von den 10 Bürgern zurückgekauft.

Leider ist der Gugelberg immer in Bewegung.

Am 10.Febr. 1951 stand im ErlangerTagblatt folgende Überschrift: "Dreihundert Jahre alte Grabkapelle vor dem völligen Verfall. Eine Kirche wandert ins Tal hinab. Endgültiger Verfall nicht mehr aufzuhalten."

Auf einer Bürgerversammlung bildete sich ein Ausschuss zur Erhaltung der Kapelle.

Im FT stand am 19.4.1951: "Das Wahrzeichen Neunkirchens muss erhalten bleiben." In den Nürnberger Nachrichten wenig später: "Einwohner und Gemeinderäte beschließen: "Rettung der Gugelkapelle in Neunkirchen a.Br." Pfarrer Henkel rief einen Verwaltungsrat für die Kapelle ins Leben. Aber die Zeiten waren schwierig und die finanziellen Mittel gering. Alle bejammerten den Zustand der Kapelle. Aber geschehen ist nichts.

Die Brandkatastrophe 1958

Dann kam die nach der Säkularisation größte Katastrophe für die Heilig Grab Kapelle: In der Nacht vom 25. auf 26.März 1958 wurde die Kapelle durch einen Brand fast völlig zerstört. Damals ging die barocke Innenausstattung fast gänzlich verloren. Lediglich das Altarblatt des Hochaltares von J. Zwick blieb wie durch ein Wunder weitgehend unversehrt. Die Figuren der Seitenaltäre blieben vollständig erhalten. Sie wurden im Kapitelbau bis heute aufbewahrt. Erst dachte man an Brandstiftung. Es stelllte sich aber heraus, dass der Brand durch zündelnde Kinder verursacht war.

Wiederaufbau bis 1961

Nach dem weitgehenden Wiederaufbau der Kapelle unter tatkräftiger Unterstützung durch den damaligen Bürgermeister Sauer konnten Geistlicher Rat Henkel und sein Verwaltungsrat (FritzRitter, Georg Hemmerlein, Merkel Leonhard Anton Schorr) den Wiederaufbau vorantreiben. Am 14.Mai 1961 wurde die Heilig Grab Kapelle unter großer Beteiligung der Bevölkerung durch Pfarrer Adam Henkel wieder eröffnet.

Einsturzgefahr in den 90er Jahren

Anfang der 90er Jahre geriet der Gugelberg wieder in Bewegung. 1994 hatten die Bewegungskräfte die den Chorbogen zusammenhaltenden Anker aufgezogen. 1995 mußten in einer Notmaßnahme die Anker erneuert werden, um den Einsturz des Chorbogens zu verhindern.

Generalsanierung und Altarweihe 1998-2002

1998 konnte Pfarrer Veit Dennert endlich die Generalsanierung der Heilig Grab Kapelle einleiten. Mit der Planung wurde das in Sanierungsarbeiten erfahrene Architekturbüro Albert & Reinecke, Nürnberg beauftragt. Die Kirchenverwaltung St.Michael/St Augustinus, die 1994 durch das Erzb.Ordinariat mit der Verwaltung der Heilig Grab Kapellenstiftung beauftragt wurde, leitete die Renovierung und Finanzierung ein und begleitete sie.
Die angesparten Einkünfte der Heilig Grabkapellenstiftung bildete den Grundstock für die von 1995 - 2002 erfolgten Sicherung, Sanierungs- und Renovierungsarbeiten.
Die Weihe des neuen Altars nahm am Sonntag 11.August 2002 Domkapitular Plälat Herbert Hauf vor. Viele Gemeindeglieder feierten den Gottesdienst in und außerhalb der Kapelle mit.

 

 

Veit Dennert, Pfarrer i. R.
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