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Firmung 2006

Grußwort des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Herrn Alfons Singer:

Sehr geehrter Herr Erzbischof Dr. Ludwig Schick,

ich begrüße Sie ganz herzlich hier in Poxdorf und freue mich, dass Sie persönlich gekommen sind, um unseren jungen Christen das Sakrament der Firmung zu spenden. 22 Jahre ist es her, dass unser Oberhirte - aus Anlaß der Altarweihe - uns das letzte Mal besuchte und mit mir freut sich die ganze Gemeinde, dass es nun - ausgerechnet im 50. Jahr der Erhebung Poxdorfs zur Pfarrei - wieder soweit ist.

So ist dies nun für uns alle ein besonderer Tag.

Am meisten jedoch trifft dies auf unsere Firmlinge zu an die ich mich nun kurz wenden will.

Liebe Firmlinge,

in diesen Tagen kommt man um das Thema Fußball-Weltmeisterschaft ja nicht vorbei. Dort kann man aber einige Parallelen zu unserer Firmung erkennen.

Da ist als erstes eine junge Mannschaft.

Sie hat vielleicht nicht die spielerischen Fähigkeiten wie erfahrerene Teams, aber sie macht dies durch Be-Geisterung wett.

Und diese Begeisterung steckt an. Im ganzen Land werden Fahnen geschwenkt und es wird gefeiert.

Und zuletzt: Begeisterung verändert. So mancher ausländischer Besucher muss seine Vorurteile über uns spröde und humorlose Deutsche über Bord werfen.

Ich denke, das alles kann auch auf euch zutreffen.

Ihr seid unsere junge Mannschaft, die zwar nicht so viel Erfahrung hat wie wir Älteren aber mit eurer Begeisterung könnt ihr etwas erreichen und vielleicht lässt sich so mancher alternder Spielmacher, der schon etwas langsamer übers Feld trabt, anstecken und legt einen Zahn zu. Wenn dem so ist, dann wird auch das Bild der Kirche, der ja manchmal etwas Altmodisches anhaftet, nach außen verändert.

Ihr seid heute im wörtlichen Sinne begeistert worden. Ihr habt im Sakrament der Firmung den heiligen Geist empfangen. Er steht euch abrufbar zur Verfügung und genau wie Talente kann man diesen vergraben oder auch benutzen.

Oder in der Fußballersprache.

Ihr habt heute die Spielberechtigung erhalten aber einwechseln müsst ihr euch selber. Das Spielfeld ist groß genug!

Und hier noch ein Appell an Sie liebe Eltern und Paten und an die gesamte Pfarrgemeinde:

Geben wir unseren Firmlingen Spielraum und helfen wir Ihnen in die Mannschaft hineinzuwachsen, suchen wir gleichsam den Doppelpass mit ihnen und ich bin überzeugt, sie werden unser Spiel bereichern.

 

Rückblick auf die Firmung (H. Zenk)

Lange haben sich die Firmlinge vorbereitet, Gruppenstunden und Elternabende wurden gehalten, Aktionen durchgeführt, am Leben der Pfarrgemeinde teilgenommen und innerhalb von 2 Stunden war dann alles vorbei am 21. Juni.

Ist wirklich alles vorbei? Ich hoffe nicht. Erinnerungen bleiben und diese Erinnerungen sollten angereichert sein mit guten Gefühlen und Erlebnissen, die dann immer wieder abgerufen werden können damit sie Mut machen für das Leben.

Da sind Erinnerungen an die Firmgruppe, Gemeinschaft erleben, miteinander sich auf den Weg machen, sich als Lerngruppe religiöser Themen treffen, Erinnerungen an Gottesdienste, die besucht, an Aktionen die mitgemacht wurden (Schwitzen für, Osterbrunnen schmücken, ein Altenheim besuchen, den Pfarrer interviewen, usw.)

Es bleibt auch die Erinnerung an die Begegnung mit dem Erzbischof, der einen lebendigen Firmgottesdienst zelebrierte, dann im Hof des Pfarrheims sich angeregt auf Gespräche eingelassen hat und sich oft fotografieren ließ.

Was bleibt außer einem schönen Bild mit dem Leiter unserer Diözese?

Die Firmvorbereitung ist ein Anfang, ein Grund, den die Pfarrgemeinde gelegt hat. Nun sind die Gefirmten und die Familien gefordert, das Band des Glaubens nicht abreißen zu lassen.

Die Volkskirche gibt es nicht mehr, die den einzelnen in eine Tradition des Kirchenbesuches und der Teilnahme am kirchlichen Leben einbindet. Im Zeitalter der Postmoderne, des Individuellen, der Vielfältigkeit sucht der Mensch seinen eigenen Weg und er findet sich oft nicht zurecht.

In meinem Büro hängt ein Spruch an der Wand, der eine Wahrheit ausdrückt:

„Gesagt ist noch nicht gehört, gehört ist noch nicht verstanden, verstanden ist noch nicht akzeptiert, akzeptiert ist noch nicht getan, einmal getan sichert noch kein kontinuierliches Verhalten.”

Der einzelne ist also gefragt und herausgefordert, damit Firmung Frucht bringt.

Ich wünsche mir, dass unserer Firmlinge und ihre Familien sich immer wieder auf den Weg machen, sich immer wieder anregen lassen vom Geist Gottes, um eine lebendige Kirche in Poxdorf zu sein.

Gemeindereferent Hans Zenk

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