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Pfarrfahrt nach Polen - "Noch ist Polen nicht verloren..."

Pfarrfahrt nach Südpolen
Die Pfarreien Effeltrich und Poxdorf unternahmen die 13. Auslandsfahrt, diesmal nach Südpolen. Auf dem Hinweg bot sich das goldene Prag als erste Station an. Bei einer Stadtführung konnten die markanten Bauten der Altstadt sowie der Hradschin besichtigt werden. Am nächsten Tag ging die Fahrt durch das Riesengebirge, wobei von ferne die Schneekoppe grüßte. Der Stadtkern von Breslau war einen längeren Aufenthalt wert, um sich an den Kulturtraditionen zu erfreuen. Der nächste Tag begann mit einem Besuch Krakaus, wo sich alle am romantischen Stadtkern und dem Wawel-Hügel über der Weichsel erfreuten.
 
Nicht ausgelassen wurde die unrühmliche Vergangenheit in den Konzentrationslagern von Auschwitz und Birkenau. Über dem Haupttor stehen noch die höhnischen Worte: "Arbeit macht frei." Zu sehen war auch die Todeszelle von Pater Maximilian Kolbe. Ein Historiker der Universität hatte die Gruppe geführt und vermittelte einen Eindruck vom bedrückenden Leben und grausamen Sterben von etwa 1,6 Millionen Menschen. Die genaue Zahl kann nicht einmal festgestellt werden. An der sog. Schwarzen Wand zwischen Block 10 und 11 wurden Tausende durch Genickschuss getötet. Hier gedachte die Gruppe im Gebet der Opfer, die eine menschlichere Zukunft anmahnen.

In der Hohen Tatra zeigte sich Polen von einer anderen Seite. In Zakopane, einem beliebten Wintersportort war auch im August touristischer Hochbetrieb. Beim Besuch im Wallfahrtsort Tschenstochau herrschte ebenfalls Hochbetrieb, allerdings anderer Art. Viele Polen wollten der Schwarzen Madonna durch den Besuch ihre Verehrung zeigen. Beeindruckend war die tiefe Frömmigkeit der Pilgerscharen.

60 Jahre nach dem Warschauer Aufstand fanden in der Hauptstadt in diesen Tagen die Gedenkfeiern statt. Überall erinnern Denkmäler oder Wandtafeln an den verzweifelten Versuch, die deutschen Truppen zu besiegen und Leben zu retten. Ausdrücklich muss erwähnt werden, dass die Gruppe bei dieser Reise keine deutschfeindlichen Reaktionen erlebte. Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden, damit die Zukunft menschlicher gestaltet werden kann, so formulierte es Pfarrer Löhr im festlichen Gottesdienst in der Kirche Allerheiligen in Warschau. Beim sonntäglichen Konzert am Chopin-Denkmal lauschten die Franken zusammen mit Menschen vieler Nationen den Kompositionen des großen Sohnes der Stadt, dessen Liebe zur Heimat in seinen Werken erklingt.
 
Pfarrfahrt nach Südpolen
In Posen gab es ein Wiedersehen mit der Marktfrau aus Bronze in Bamberger Tracht, die auf einem Brunnen steht. Bei einer früheren Fahrt wurde hier schon einmal Station gemacht. Bei der Stadtführung konnte man sich überzeugen, dass in den letzten acht Jahren sehr viele Renovierungen erfolgreich abgeschlossen wurden.

Bei der Rückfahrt war noch Zeit für einen Abstecher nach Potsdam und Berlin, sowie für eine Bootsfahrt durch den Spreewald. Schließlich konnten sich die Teilnehmer noch ein Bild machen von der wiedererstandenen Frauenkirche in Dresden und der historischen Altstadt.

Jeder der 37 Teilnehmer war überrascht, in zwölf Tagen so viele kulturelle Schätze einer großen Vergangenheit entdecken zu können. Unübersehbar ist bei unserem Nachbarn Polen der wirtschaftliche Aufschwung in den letzten Jahren, so dass für das neue Mitglied in der EU weiterhin die Worte der Nationalhymne gelten: "Noch ist Polen nicht verloren..."

 

weitere Bilder der Pfarrfahrt finden Sie hier und hier.

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