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KAB kann Positionen frecher vertreten
13. Seniorenwallfahrt der KAB der Erzdiözese Bamberg nach Augsburg

Eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit – unter diesem Motto stand die 13. Seniorenwallfahrt der ­Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) der Erzdiözese Bamberg im August, die nach Augsburg führte.

In seiner Predigt, während der Eucharistiefeier im Augsburger Dom, widersprach KAB-Diözesanpräses Albert Müller der landläufigen Meinung, dass sich die Kirche auf ihre eigentlichen, seelsorgerischen Aufgaben beschränken und nicht in die Politik einmischen sollte. Ganz im Gegenteil, unter Bezug auf Bischof Ulrich, einen der Augsburger Bistumsheiligen (der sich in der Politik seiner Zeit engagierte und ohne den Augsburg nicht mehr existieren würde), postulierte er, dass die Kirche das Recht und auch die Pflicht habe, sich mit konstruktiver Kritik an die politischen Willensträger zu wenden, wenn es darum gehe, soziale Ungerechtigkeiten zu beseitigen.

Dies gelte umso mehr für die KAB, die zwar ein Teil der Kirche sei, es sich aber als Sozialverband – im Gegensatz zur offiziellen Amtskirche – leisten könne, frech zu sein und ihre Positionen etwas vehementer zu vertreten. So – und nicht anders – müssten die intensiven Aktivitäten der KAB für Gerechtigkeit und Solidarität unter den Menschen gesehen werden – der Einsatz der KAB-Mitglieder dafür, dass eine Zukunft in Soli-darität und Gerechtigkeit bald Wirklichkeit wird.

Des weiteren erinnerte Albert Müller, dem Wallfahrtsort gedenkend (Augsburg, die Stadt, in der der Reichstag mit Martin Luther stattfand, der Augsburger Religionsfriede geschlossen wurde und in der im Jahre 1999 die beiden großen Kirchen die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre unterzeichneten), an die Bedeutung der Ökumene.

Der Festgottesdienst bildete den Höhepunkt der diesjährigen Seniorenwallfahrt der KAB, zu der sich 720 Gläubige in 16 Bussen zusammengefunden hatten. Unter den Klängen der Wallen-­felser Blaskapelle begaben sich die Pilger betend und singend vom Treffpunkt (Annakirche) zum Dom und hielten dort mit wehenden KAB-Bannern Einzug. Nach der Messe erwartete die Wallfahrer ein Essen im Binswanger Zelt auf dem Plärrergelände. Am Ende der Mittagspause forderte Albert Müller die Anwesenden auf, gemeinsam das KAB-Lied anzustimmen.

Danach konnte, in verschiedenen Gruppen, an Stadtführungen teilgenommen werden. Zum Ausklang dieses Tages stand noch freie Zeit zur eigenen Verfügung, bevor die Teilnehmer wieder die Heimreise antraten und die 13. Seniorenwallfahrt der KAB zu ihrem Abschluss kam.

Datum: 03.09.2008
Autor: hbl
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