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„Etwas zu tun, weil man es will, macht Riesenspaß“

Jürgen Reinisch kann im Jugendkulturtreff "Immer Hin" seine Talente einsetzen

Jürgen Reinisch beherrscht im Fotolabor alle Kniffe. 
  Foto: Renate Steinhorst
Jürgen Reinisch beherrscht im Fotolabor alle Kniffe.
Foto: Renate Steinhorst
Eigentlich könnte man vermuten, er würde abends in der Clubszene abtanzen. Doch weit gefehlt! Jürgen Reinisch bevorzugt die Arbeit im Fotolabor, tummelt sich in der Videowerkstatt oder am Radioschnittplatz, organisiert Veranstaltungen und Ausstellungen und führt interessierte Jugendliche in die Geheimnisse moderner Medien ein. Der Sechsundzwanzigjährige ist einer von mehr als 60 Ehrenamtlichen im Jugendkulturtreff/Cafe Immer Hin in der Dr.-von-Schmitt-Straße.

Wie Leiterin Carmen Steffan betont, könnte die Einrichtung mit ihrem vielfältigen medienpädagogischen und kulturellen Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene nicht bestehen, wenn es die Freiwilligen nicht gäbe. „Zu 95 Prozent wird unser Programm mit seinen unterschiedlichen kulturellen Schwerpunkten von Ehrenamtlichen gestaltet und durchgeführt“, erklärt sie. Sie ist froh, so engagierte Leute wie Jürgen mit im Leitungsteam zu haben. Der Student für Soziale Arbeit fühlt sich genau am richtigen Platz und schätzt sowohl die Zusammenarbeit mit dem „supernetten Team“ als auch die Möglichkeit, seine Talente und Fähigkeiten einzusetzen und auszuprobieren. „Das System ist so aufgebaut, dass Kompetenzen gestärkt werden. In den vergangenen drei Jahren habe ich hier viel gelernt“, versichert er. Als Mitglied des Leitungsteams ist er auch bei Vorstellungsgesprächen dabei und findet die Position „auf der anderen Seite des Schreibtischs“ überaus interessant.

Bereits in seiner Heimat im Raum Augsburg betätigte sich Jürgen ehrenamtlich in der Jugendverbandsarbeit. Als er dann zum Studium nach Bamberg kam, fand er im Immer Hin schnell ein neues Wirkungsfeld und blieb nach dem Jahrespraktikum ganz selbstverständlich weiterhin dabei. „Es ist sehr abwechslungsreich, man kann sich in vielen Bereichen betätigen und fortbilden.“ Fotografieren und die Arbeit im Fotolabor, mit Video und Computer hat er sich selbst beigebracht. Diese Kenntnisse an Anfänger weiterzugeben oder wie vor kurzem zusammen mit der Offenen Behindertenarbeit und mit Unterstützung des Bezirksjugendrings Oberfranken eine Fotoausstellung zu organisieren macht ihm „einen Riesenspaß“. Außerdem ist er überzeugt, dass die praktischen Erfahrungen im künftigen Beruf „hoffentlich im medienpädagogischen Bereich“ nützlich sein werden. Falls er im Raum Bamberg bleiben kann, wird Jürgen dem Immer Hin treu bleiben. „Ehrenamtliche Arbeit ist sehr befriedigend – ich weiß, ich muss das nicht machen, ich tue das, weil ich es will“, erklärt der Student mit der angesagten Frisur lachend.

Renate Steinhorst

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