Erzbischof Gottesdienste Veranstaltungen Anfahrtsskizzen
  Druckversion   Seite versenden

Mitmachen macht Schule

Freiwilliges Soziales Schuljahr soll den sozialen Zusammenhalt fördern

„Erhalten Jugendliche rechtzeitig die Möglichkeit, sich sozial und gemeinnützig zu betätigen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auch als Erwachsene freiwillig engagieren.“ Mit dieser Überzeugung startete MdL Melanie Huml als „Patin“ das in Bamberg vom Caritasverband initiierte Projekt „Freiwilliges Soziales Schuljahr“ (FSSJ). Alle Beteiligten und vor allem die Gesellschaft könnten von dieser für das öffentliche Leben und die Lebensqualität in Stadt und Landkreis bedeutenden Initiative nur profitieren, versicherte sie bei der Vorstellung im Deutschen Haus.

Vor Repräsentanten der Stadtverwaltung, des Landratsamtes, des Familienbeirats, der Landeselternvertretung, des Schulamts, von Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Schulen und Schülermitverwaltungen wurden Inhalte und Struktur des FSSJ erläutert und diskutiert. Wie der kommissarische Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein betonte, wolle man Schülern Erfahrungen und Einblicke in neue Lebenswelten ermöglichen und einen Beitrag leisten, den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Für die Teilnahme spielten Zugehörigkeit zu Konfession, Partei oder Verband keine Rolle. Die zahlreich anwesenden Interessenten äußerten breite Zustimmung zum Projekt und sicherten ihre Unterstützung zu. Viele nannten positive Erfahrungen, die sie bei der Zusammenarbeit mit Jugendlichen gemacht hatten und meinten anerkennend: „Jugendliche können manches, was andere nicht können.“ Wer den Mut habe, sich auf Jugendliche einzulassen, werde feststellen, dass sie mit Freude im Team arbeiten und ihre soziale Kompetenz erweitern. Langfristig erhofft man sich durch die Initiative die dringend notwendige Sicherung des ehrenamtlichen Nachwuchses und eine Förderung des sozialen Verantwortungsbewusstseins. Einsatzstellen bieten z.B. Rotes Kreuz, Diakonie, Chapeau Claque, Die Tafel, Naturschutz, Seniorenheime, Sportvereine, Feuerwehr usw.

Mit Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren aus einigen Bamberger Schulen (Gymnasien, Real- und Hauptschulen) wird das FSSJ zunächst modellhaft gestartet, weitere werden im nächsten Schuljahr einbezogen. Der Einsatz erstreckt sich über ein Jahr mit wöchentlich ca. zwei Stunden Tätigkeit – insgesamt also etwa hundert Stunden, die auch in Blöcken am Wochenende oder in den Ferien geleistet werden können. Die Schüler selbst erhalten am Ende ihres Einsatzes ein Zeugnis, mit dem sie bei späteren Bewerbungen ihr soziales Engagement dokumentieren können. Die Schülervertreter zeigten sich erfreut, dass durch die Vielfalt der beteiligten Organisationen viele attraktive Aufgabenfelder zur Verfügung stehen. Außerdem erhofft man sich positive Gemeinschaftserlebnisse.

„Die Freiwilligen müssen keine Handlangertätigkeiten verrichten, sie können sich selbstständig aus dem breiten Angebot das aussuchen, was ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht“, versprach Rochus Münzel, der in der CariThek, dem Freiwilligenzentrum des Caritasverbandes, das Projekt leitet und für alle Beteiligten als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Nach der Auswahl des gewünschten Einsatzgebietes vereinbaren die Jugendlichen selbstständig ein Vorstellungsgespräch mit der gewählten Einrichtung. Gezielte Fortbildung sowie eine regelmäßige Information der Eltern seien gewährleistet, versicherte Münzel. Dabei könne man auf Erfahrungen zurückgreifen, die in den vergangenen drei Jahren mit dem FSSJ in Neustadt bereits gemacht wurden. Man werde aber das Projekt individuell auf die Bedürfnisse und Verhältnisse in Bamberg Stadt und Land ausrichten und rechne dabei mit der Unterstützung der vielen hier ansässigen Einrichtungen.

Renate Steinhorst

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.Ok, verstanden.