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Prominente zur Bibel

Marianne Heimbach-Steins

Marianne Heimbach-Steins, Dekanin der Fakultät Katholische Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

"Die Bibel ist für mich nicht nur ein Lesebuch, sondern ein Lebensbuch. Zumal in einer Zeit der Welt-Unordnung, wie wir sie gegenwärtig erleben, gibt sie dem Denken und Handeln Orientierung. Zum Beispiel im Vater unser, das in der Bergpredigt Jesu überliefert ist (Mt 6, 9-13). Wer so betet, richtet sich auf den Vater im Himmel aus: Dein Name werde geheiligt - Dein Reich komme - Dein Wille geschehe. Gott wird als "Du" und als Maß des menschlichen Tuns angeredet. Vorher geht es in Jesu Predigt darum, dass Gott vollkommen ist, auch das Verborgene sieht und schon im Voraus weiß, was die Menschen brauchen: Gott kommt seinen Kindern mit sorgender und versöhnender Liebe väterlich-mütterlich zuvor.

Wer betet "Dein Reich komme" vertraut sich Gottes Macht an und geht auf Distanz zu jeder Menschenmacht. Wer betet" Gib uns heute das Brot, das wir brauchen" vertraut sich Gottes Wohlwollen an und entledigt sich der Sorge, schon jetzt für alle Zukunft ausgesorgt haben zu müssen.

Wer betet "Erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben" vertraut sich Gottes Verzeihen an und gesteht ein, dass menschliches Miteinander Bereitschaft zur Versöhnung braucht.

Das Vater unser - eine Einübung in Gelassenheit: Betend richte ich mich auf den Gott aus, der mir erlaubt, fesselnde Sorgen los zu lassen und von Machtansprüchen Abstand zu nehmen."

Marianne Heimbach-Steins

 

 

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