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Sonntag 23.11.2014, 19:39 Uhr
(c) 2014 Heinrichsblatt

Urlaubstraum an der Adria
Die traumhafte Landschaft Dalmatiens begeisterte 51 Heinrichsblatt-Leserinnen und -Leser

„Es war eine meiner schönsten Reisen “ sagte Andreas Rebhan nach acht Tagen und drückte das aus, was die meisten Reiseteilnehmer dachten, nachdem sie von der Leserreise, die das Heinrichsblatt in Zusammenarbeit mit Llyod-Touristik veranstaltet hatte, aus Kroatien wieder zurück gekehrt waren.

Es begann mit einem 90-minütigen Flug nach Split, und rund 60 Kilometer südlich in Brela an der Makarska-Riviera wurde das Hotel bezogen. Am anderen Morgen führte der erste Ausflug nach Split, dem wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Zentrums Dalmatiens. Mit über 200 000 Einwohnern ist Split die größte Stadt Dalmatiens und nach Zagreb die zweitgrößte Kroatiens. Beherrscht wird die Altstadt vom 180 mal 215 Meter großen Diokletianspalast. In nur zehn Jahren, von 295 bis 305 n.Chr., ließ Kaiser Diokletian diesen Palast als Sommerresidenz bauen. Mehrere Räume des dämmrig-kühlen Untergeschosses blieben bis heute erhalten.

Am säulenumrahmten Peristyl (Innenhof) wurde im 7. Jahrhundert das Mausoleum Diokletians in die Kathedrale Sveti Duje (St. Domnius) umgewandelt. In zwei Gruppen eingeteilt, wurden die Heinrichsblatt-Leser von den beiden Reiseleiterinnen Sandra Samanovic und Inga Filipovic durch die spätrömische Palastanlage, die unter dem Schutz der UNESCO steht, geführt. Am Nachmittag besuchten die Gruppen die Galerie Mestrovic. Ivan Mestrovic gilt als der berühmteste kroatische Bildhauer und hat in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts diese Sommerresidenz -erbauen lassen, in der heute die vielfältigen Kunstwerke des international renommierten Künstlers zu bestaunen sind. Ob aus Holz, Stein oder Bronze, die Kunstwerke begeisterten alle. An der Kirche der Hl. Mutter von Karmel in Brela wurde am Abend noch ein kroatischer Gottesdienst besucht.

Am darauf folgenden Tag stand ein Ausflug nach Mostar auf dem Programm. Es ging über die Grenze nach Bosnien-Herzegowina, wo in Pocitelj, einer kleinen Festungsstadt mit Zitadelle und Moschee, eine Pause eingelegt wurde. In Mostar, der Hauptstadt des Kantons Herzegowina-Neretwa, wurden beide Gruppen durch die orientalisch wirkende Altstadt geführt.

Das Wahrzeichen Mostars ist die „Alte Brücke“ oder Stari most über die Neretwa. Im Bosnienkrieg 1993 wurde sie zerstört und von 1996 bis 2004 wieder rekonstruiert. Die Brücke und die Altstadt zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nachdem das Türkische Haus (heute ein Museum) besichtigt wurde, ging die Fahrt nach Medugorje. Seit den 1980er Jahren, wo Jugendliche von Marienerscheinungen berichteten, besuchen jährlich rund eine Million Pilger den Ort und die St. Jakobs-Kirche, auch wenn die römisch-katholische Kirche diese Erscheinungen bislang nicht anerkannt hat. Von Bosnien und Herzegowina führte dann die Fahrt wieder zurück nach Kroatien.

Am 4. Reisetag schipperten die Heinrichsblatt-Leser mit einem kleinen Schiff der Makarska-Riviera entlang zum Hauptort Makarska. Im Laufe der Zeit wurde Makarska zuerst von den Römern beherrscht, dann folgten Kroaten, später die Venezier und sogar die Habsburger führten hier das Kommando. Den über zweistündigen Landgang nutzten einige Reisende, um zur großen Statue des Hl. Petrus emporzusteigen. Nachdem das Schiff wieder im kleinen Hafen von Brela angelegt hatte, war noch genügend Zeit für ein Bad im traumhaften türkis und blau schimmernden Meer.

Der 5. Reisetag führte nach Sibenik. Es liegt rund 60 Kilometer nördlich von Split an der Mündung des Flusses Krka in die Adria. Sibenik ist Bischofssitz und die Altstadt wird beherrscht von der Kathedrale Sveti Jakov, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Vom großen Baumeister Jurai Dalmatinac wurde sie ab 1441 ausschließlich aus dem weißen Marmor der Insel Brac gebaut. Dalmatinac brachte an den Chorapsiden ein Portraitfries an, das 71 Köpfe von Sibeniker Bürgern zeigt.

Am Nachmittag ging es dann weiter ins Landesinnere zum Krka- Nationalpark. Dieser gilt als einer der schönsten Nationalparks der Welt und hat den schönsten Travertin-Wasserfall Europas. Kein Wunder, dass in dieser einmaligen Landschaft damals auch Karl-May-Filme gedreht wurden. Als „wunderbar“ empfand Evi Blechinger diesen Ausflug.

Am nächsten Tag folgte ein weiterer Höhepunkt der Reise: Dubrovnik, die Perle der Adria. Der irische Schriftsteller George Bernard Shaw sagte: „Diejenigen, die das Paradies auf Erden suchen, sollten nach Dubrovnik kommen.“ Die Stadt besticht durch ihre zyklopischen Befestigungsmauern und zahlreichen mittelalterlichen Kirchen, Klöstern und Patrizierpalästen – ein Gesamtkunstwerk, das in Europa seinesgleichen sucht.

Bei der Stadtführung wurde das Dominikanerkloster besichtigt, das einen wunderbaren Kreuzgang mit weiten Arkaden besitzt. Auf dem Reliefkopf vor der Franziskanerkirche versuchten einige einen Balanceakt, damit ein Wunsch in Erfüllung gehen soll. Im Rektorenpalast wurde das Stadtmuseum besichtigt und in der Kathedrale Sveti Gospa gehört das Gemälde „Himmelfahrt Mariä“ von Tizian zu den bedeutendsten Kunstschätzen.

Nach der Führung durch die Innenstadt gab es die Möglichkeit, einen Spaziergang auf der alten Stadtmauer mit herrlichen Blicken in die Altstadt und auf die Festung zu unternehmen. Einige Reiseteilnehmer nutzten die freie Zeit zur Fahrt mit der Seilbahn auf den Berg Srd. Seit 2010 wieder in Betrieb, bietet sie einen atemberaubenden Blick auf Dubrovnik und das hell glitzernde Meer. Auf der Rückfahrt zum Hotel überraschten die beiden Reiseleiterinnen Sandra und Inga an einer reizvollen Seenlandschaft ihre Gäste mit selbst gebranntem Schnaps.

Der letzte Tag an der Makarska- Riviera stand ganz im Zeichen der Erholung. Einige Teilnehmer wanderten an der Uferpromenade zum Brela-Felsen, andere nahmen ein Bad im glasklaren Meer. Aber wirklich alle erfreuten sich an der traumhaften Landschaft und dem herrlichen Wetter.

Am Abreisetag wurde ein Abstecher zum populären und vielbesuchten Marienwallfahrtsort Vepric unternommen. 1908 gründete der kroatische Bischof Jurai Kavric diesen Lourdes nachempfundenen Ort. Er liegt malerisch zu Fuße des Biokovo-Gebirges und es bot sich an, mit der Gruppe noch eine kleine Andacht zu feiern. Reisebegleiter Michael Reinhardt gestaltete die Andacht und fand die passenden Worte und Lieder.

Vor der Fahrt zum Flughafen nutzten die Reiseteilnehmer noch die Zeit, das mittelalterliche Trogir zu besichtigen. Seit 1997 zählt die Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Ort gilt als herausragendes Beispiel für städtebauliche Kontinuität. Hauptsehenswürdigkeit ist die St.-Laurentius-Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Das westliche Hauptportal ist ein Meisterwerk von Radovan und das wichtigste Werk im romanisch- gotischen Stil in Kroatien.

Auf der Fahrt zum Flughafen bedankten sich die beiden Reisebegleiter Michael Reinhardt und Robert Schmitt bei den Reiseleiterinnen Sandra Samanovic und Inga Filipovic für ihre fachkundige und charmante Führung. Dabei zeigten sie sich überzeugt, dass diese Reise an die Makarska-Riviera bei vielen in guter Erinnerung bleibt.

Datum: 21.10.2011
Robert Schmitt

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