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Samstag 19.04.2014, 21:36 Uhr
(c) 2014 Heinrichsblatt

Die Realität Gottes in der Welt bekunden
Ordensleute kamen zum „Tag des geweihten Lebens“ im Bamberger Dom zusammen

Bamberg (cid) – „Wir Ordenschristen wollen das Licht des Glaubens in die Erzdiözese tragen“, bekundete Schwester Claudia Köberlein, Mitarbeiterin im Ordensreferat, stellvertretend für die Ordensleute, die im Jahr des Domjubiläums zur Feier des „Tages des geweihten Lebens“ in den Dom gekommen waren. Damit unterstrich sie, wozu Erzbischof Ludwig Schick in seiner Predigt im Kaiserdom aufgerufen hatte: „Schenken Sie den Menschen, die heute gehetzt, ohne Hoffnung oder Orientierung sind, das Bewusstsein, dass der gute Gott unter uns ist und uns begleitet, das Bewusstsein der Realität Gottes in unserer Welt“.

Ordensleute aus vielen Orten der Erzdiözese waren trotz eisiger Kälte zur Feier dieses Tages in den Kaiserdom gekommen. Gleich zu Beginn des Gottesdienstes weihte Erzbischof Ludwig Schick Kerzen, die die Anwesenden mit nach Bamberg gebracht hatten. Mit den entzündeten Lichtern zogen Bischof, Domkapitel, Priester und Ordensleute in einer Prozession durch den Dom. Sie stellten sich damit in eine lange Tradition, denn schon seit Jahrhunderten ziehen Kleriker in Prozessionen durch das uralte Kirchenschiff.

Das Ordensleben bestehe seit den Anfängen der Kirche und auch die Kirche von Bamberg sei in erster Linie von Ordensinstituten aufgebaut worden, machte der Erzbischof deutlich. Er dankte allen, die daran mitgewirkt haben, in Schulen und Kindergärten, in Krankenhäusern und Altenheimen, die in den Pfarreien und in anderen Bereichen der Pastoral und Caritas gearbeitet haben.

Ein Domjubiläum lade jedoch nicht nur zum Rückblick ein, sondern lenke auch den Blick nach vorne. „Sie sind auch für das zweite Jahrtausend unserer Bistumsgeschichte wichtig“, rief Schick den Schwestern, Patres und Brüdern zu und zwar um dabei zu helfen, dass sich die „Kirche aus lebendigen Steinen“ erneuert. Es gehe nicht darum, zahlreicher und mächtiger zu werden, sondern darum, Gottes Gerechtigkeit, Frieden und Freude in unsere Zeit und zu den Mitmenschen zu bringen. Schick forderte die Ordensleute zu „demütigem Selbstbewusstsein“ auf. Sie sollten mitarbeiten, dass „das Reich Gottes wie Sauerteig unsere heutige Welt durchdringt“.

Jubeljahre seien in der jüdisch-christlichen Tradition stets Jahre des Aufbruchs und Neubeginns gewesen. Erneuerung bedeutet nach Schicks Aussage jedoch nicht, Neues zu erfinden, sondern Rückkehr zu den Quellen des christlichen Lebens und diese Tradition heute zu leben. Der Erzbischof ermutigte dazu, sich auf die Ordensgründer zu besinnen: „Knüpfen Sie an Ihre Ordenstradition an! Leben Sie aus dem Geist der Ordensgründer authentisch in der heutigen Zeit!“ Denn die Menschen heute suchten Zeugen, die sich durch tagtägliches Streben auszeichneten. Und er rief den Ordensleuten zu: „Sie waren wichtig, Sie sind wichtig und Sie bleiben wichtig!“

Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Ordensreferent Domkapitular Dr. Norbert Jung die Ordensleute, die an diesem Tag als große geistliche Gemeinschaft in Erscheinung traten, im Dom begrüßt. Viele von ihnen nutzten im Anschluss noch die Möglichkeit im Dompfarrheim miteinander und mit Erzbischof Schick ins Gespräch zu kommen.

Datum: 12.02.2012
Autor: cid

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