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Donnerstag 24.04.2014, 07:49 Uhr
(c) 2014 Erzbistum Bamberg

Keine Verkürzung der Elternzeit!
Familienbund begrüßt Ablehnung der Bundesregierung

Der Familienbund der Katholiken im Erzbistum Bamberg begrüßt die Absicht der Bundesregierung, die Elternzeit nicht – wie im 8. Familienbericht vorgeschlagen – zu verkürzen. Diözesanvorsitzende Christiane Kömm: „Die dreijährige Elternzeit ist eine unverzichtbare Phase für junge Familien und darf nicht vermeintlichen wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Die Familien in Deutschland werden die Bundesregierung mit ihrer Zusage für die Elternzeit beim Wort nehmen.“ Familien müssten selbst entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten, und dürften nicht durch eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen weiter unter Druck gesetzt werden. Der familienpolitische Fachverband der katholischen Kirche betonte außerdem, dass die Elternzeit keine verpflichtende Auszeit ist, sondern als Optionszeit den Eltern die Möglichkeit bietet, ihre Arbeitszeit nach eigenen Bedürfnissen und denen ihres kleinen Kindes auszurichten.

Die Expertenkommission des 8. Familienberichtes schlägt vor, die Elternzeit von derzeit drei auf zwei Jahre zu verkürzen, da sie „nicht selten eine große organisatorische und finanzielle Belastung für die Unternehmen“ sei. Christiane Kömm: „Hier sind bei den zuständigen Mitgliedern der Berichtskommission wohl die Prioritäten durcheinander geraten. In der Familienpolitik steht das Wohl der Familien im Mittelpunkt und nicht die Interessenslage der Wirtschaft.“ Die Bundesregierung hat inzwischen angekündigt, dem Vorschlag nicht folgen zu wollen. Der 8. Familienbericht der Bundesregierung trägt den Titel „Zeit für Familie“.

Datum: 02.03.2012
Autor: Martin Mehler

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