Das „Gebet der zurückschauenden Aufmerksamkeit“ hat seine Zeit am Abend. Ignatius nennt es die wichtigste Viertelstunde des Tages. Es ist ein Tagesrückblick vor und mit Gott; etwa so, wie ich meinem Partner, meiner Freundin ... erzähle, was war. Wer diesem Gebet gern eine Struktur gibt, kann sich an „Tagesschau und Wetterkarte“ orientieren: Die Tagesschau erinnert an Zeiten und Orte, Tätigkeiten und Begegnungen, Gedanken und Worte. Die Wetterkarte verzeichnet Gefühle und Stimmungen, Hoch oder Tief, Wechsel oder Beständigkeit. In der Zwiesprache mit Gott kann ich den Tag so annehmen, wie er war. Ich kann ihn abschließen und das Ungelöste und das Unlösbare Gott anvertrauen. Ich kann noch einmal genießen und ausschöpfen, was mir an diesem Tag geschenkt wurde, und ihn in der Gegenwart Gottes ausklingen lassen ... |