Landwirtschaftliche Familienberatung
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Wachstum um jeden Preis?
Stellungnahme von srakla und SKBV

Über das Wachstum ist in der schweizerischen bäuerlichen Presse eine heftige Auseinandersetzung entbrannt, ausgelöst durch Bemerkungen eines Milchbauern, der sich ungeschminkt für Wachstum aussprach.

Die Auseinandersetzung um Wachstum fordert uns als Organisationen, die der Ethik verpflichtet sind, heraus. Folgende Gedanken sind aus ethischer Sicht wichtig:

  • Wachstum an und für sich ist ein natürlicher Prozess, der in die Schöpfung gelegt ist. Zum Wachstum gehört auch das Sterben.
  • Jedes Wachstum hat seine Grenzen. Die Eiche wird höher als die Weizenähre, aber auch ihr Wachstum ist begrenzt.
  • Die Natur kennt ein vielfältiges Nebeneinander von Gross und Klein, das gegenseitig voneinander abhängig ist.
  • Unsere Erde ist begrenzt: Land und gutes (!) Wasser, Luft und die fossilen Schätze sind nur beschränkt vorhanden. Darum ist die Auseinandersetzung um Wachstum und seine Grenzen für uns Menschen und alle Lebewesen überlebenswichtig.
  • Die Natur kennt auch ständiges Wachstum: Zellen, die immer weiter wachsen und sich vermehren. Wir nennen das Krebs, eine Krankheit, die oft tödlich endet.
  • Wenn wir Menschen immer höher hinaus wollen, verwechseln wir uns mit dem Schöpfer und bauen am Turm von Babel – der reisst uns auseinander, innerlich und äusserlich.
  • Wenn ein Betrieb wächst, wächst auch die Verantwortung vor dem Schöpfer und seinen Geschöpfen. Wie viel Verantwortung kann ein Mensch tragen ohne un-menschlich zu werden?

Für die schweiz. Ref. Arbeitsgemeinschaft Kirche und Landwirtschaft srakla: Ernst Beyeler und Ueli Tobler

Für die Schweiz. Kath. Bauernvereinigung SKBV: Marius Rudaz

Datum: 03.06.2010
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