Pfarrer Lukas Schwyn wird Nachfolger von Ueli Tobler als Vorstandspräsident der Schweizerischen reformierten Arbeitsgemeinschaft Kirche und Landwirtschaft (srakla). Er wurde an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung am Freitag, 26. März einstimmig gewählt. Lukas Schwyn wird am 1. Januar 2011 die Nachfolge von Pfarrer Ueli Tobler antreten. Ueli Tobler hat das Amt seit Gründung der srakla im Jahr 1994 inne.
Der neue Vorstandspräsident ist Pfarrer in Signau (50-Prozent) und nebenamtlicher Dozent für Ethik an zwei Fachhochschulen. Fragen rund um die Landwirtschaft und Agri-Kultur beschäftigen mich zunehmend, da meine pfarramtliche Tätigkeit stark von der Landwirtschaft geprägt ist, begründet der 57-Jährige seine Bewerbung. Lukas Schwyn studierte in Bern und Edinburg Theologie. Während dem Studium arbeitet er in verschiedenen Industriebetrieben. Diese Arbeit weckte in ihm das Interesse für Wirtschaft. Später liess er sich deshalb zum Industriepfarrer ausbilden. Danach leitet er 15 Jahre lang die Fachstelle Wirtschaftsethik der reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Seit 2002 ist er Pfarrer in Signau. Die 20-Prozent-Stelle, die Lukas Schwyn am 1. Januar 2011 antreten wird, umfasst das srakla-Vorstandspräsidium und das Präsidium des bäuerlichen Sorgentelefons (dieses Amt muss von der Mitgliederversammlung des Sorgentelefons noch bestätigt werden).
Während der anschliessenden Podiumsdiskussion unter dem Titel Wege aus der Sackgasse Zukunftsvisionen für die Landwirtschaft plädierte der designierte Vorstandspräsident dafür, dass die Landwirtschaft nicht nur marktwirtschaftliche Ziele verfolgt, sondern auch gesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische Ziele. Wirtschaft ist keine Geldmaschine, betonte er im Roten Haus in Brugg AG. Wirtschaft hat zur Aufgabe, Leistungen für die Gesellschaft zu erbringen. Bäuerinnen und Bauern ermutigte er, die gesamtwirtschaftlichen Leistungen, die sie erbringen, als wertvolle Produkte zu betrachten und entsprechend selbstbewusst aufzutreten.
Familienverfassungen als Mittel zur Konfliktprävention
In diesem Monat steht für Sie zum Thema Familienverfassungen als Mittel zur Konfliktprävention ein Artikel von Alexander Koeberle und Karsten Schweenr aus der Fachzeitschrift "Konfliktdynamik", 1. Jahrgang Heft 4/2012 bereit.
Ethische Grundlagen zur Begleitung von Bauern und Bäuerinnen in Schwierigkeiten
Diese Ethikcharta ist das Ergebnis von drei internationalen Austauschtreffen zwischen Organisationen aus Deutschland, Belgien, Frankreich und der Schweiz sowie der Treffen der nationalen Lerngruppen, die im Rahmen des Grundtvig Projektes stattgefunden haben.
Seit fünf Jahren unterstützt in Tirol "Lebensqualität Bauernhof" Bäuerinnen und Bauern bei der Bewältigung emotionaler Probleme. Nun setzt die Initiative einen neuen Schwerpunkt, mit der Beratung zum (Ehe-)Leben am landwirtschaftlichen Betrieb, das sich in vielfacher Hinsicht von einem "normalen" Tiroler Haushalt unterscheidet.