Landwirtschaftliche Familienberatung
Bild mit Bauernkindern
  Deutschland
  Schweiz
  Österreich
    
  Druckversion   Seite versenden
partnerschaft-alkohol


Alkoholismus und seine Folgen

(entnommen aus einem Seminar der LFB Bamberg (Bayern,D), Fritz Kroder)

Ein nicht zu unterschätzendes Problem in der Landwirtschaft ist der Alkoholismus mit steigender Tendenz. Der Alkoholismus ist in unseren Augen fast immer das Zweitproblem; davor steht meist ein anderes. Alkohol dient als Ausgleich für das Verdrängen von Problemen und Konflikten, für Stress und Arbeitsüberlastung, unbefriedigte Wünsche und Bedürfnisse, sowie für Erniedrigung, Minderwertigkeitsprobleme und Selbstwertverlust. Einhergehend sind mangelhafte Bewirtschaftung des Betriebes mit Vermögensverlusten, sowie steigende psychische Belastungen der Familienangehörigen. Es wird alles unternommen, damit das Problem nicht nach außen sichtbar wird. Selbst wenn es schon offensichtlich ist, werden andere Ursachen für das Misslingen vorgeschoben.

Entwicklung und Verlauf der Alkoholabhängigkeit

  • 1. Phase: Kennen lernen des Alkohols beim Essen, Party.
  • 2. Phase: Gebrauch des Alkohols wird kontrolliert, noch keine Krankheit.
  • 3. Phase: Betrunkensein hat jetzt eine andere Wirkung, Veränderung wird nicht bemerkt, überschreiten einer sichtbaren Grenze. Zum erstenmal das Gefühl Nicht-Okay-Sein, Selbstverachtung, eigene negative Gefühle.

Abwehrmechanismen

  • a) Rationalisierung - Vernünftige Begründung wie, das tut doch jeder
  • b) Verleumdung - Abwehren; hat tatsächlich keinen Zugang zur Realität
  • c) Verharmlosen - Abwehr und kleines Eingestehen, nur 1 Glas usw.
  • c) Projektion - Die eigenen inneren negativen Gefühle werden nach außen anderen angehängt, die anderen sind Schuld.

Äußerliche Zeichen

  • Gereiztheit, nervöse Spannung, Vorwurfshaltung, Feindseligkeit gegen die Umwelt, chronische depressive Verstimmung, keine Arbeitsleistung.

Auswirkung auf die Umgebung des Abhängigen

  • Familie verleugnet das Problem
  • Versuche, das Problem zu beseitigen
  • Desorganisation, soziale Isolation, Hof kommt herunter
  • Reorganisation, Partner übernimmt Führungsrolle, Alkoholabhängiger wird als Kind behandelt
  • Dem Problem zu entrinnen, Auszug, Scheidung
  • Genesung, Entzug, Therapie, Einstellung auf die neue Familiensituation, Rückführung in die alten Rechte und Rollen
  • Trockensein keine Heilung

Einem Alkoholiker Alkohol anzubieten, ist verbrecherisch und bedeutet dasselbe, wie einen Becher Gift zu reichen.

Das Ehrenamt - engagiert!
Monatsthema April
Die Fachstelle Engagementförderung der ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck gibt mit vielen hilfreichen Checklisten, Workshops, Praxisbeispielen und Beispielformularen Hilfestellung, damit Ehrenamtliche sich freudvoll und effektiv engagieren können.
mehr ...
Buchexzerpt von Martin Schütz 2007
Das Satir Modell - Familientherapie und ihre Erweiterung
Virginia Satir † 10. September 1988, Kalifornien) war eine der bedeutendsten Familientherapeutinnen. Oft wird sie auch als Mutter der Familientherapie bezeichnet.
mehr ...
Bundesanzeiger Verlag
Das große Vorsorge Handbuch
Aufgeteilt in neun Register finden Sie zu allen Lebensbereichen Informationen und praxiserprobte Formulare, in denen alle wesentlichen Fragen gestellt werden
mehr ...
Deutschland
Schweiz
Österreich